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Deutsche Parashot

Viernes, 06 Enero 2017 16:02

PARASCHAH WA‘IGÁSCH / UND NÄHERTE SICH

Escrito por

DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 11
WA‘IGÁSCH / UND NÄHERTE SICH

9. DES ZEHNTEN MONATS (TÉVET) DES JAHRES 5777
7. Januar 2017

Torahlesung: BeReschít/Am Anfang/„1.Mose” 44,18-47,27
Haftaráh: Hesekiel/Iechesqél 37,15-28 

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

Copyright © 2017 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website im Internet zu besuchen: www.beitshalom.org. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschót und Bücher in spanisch, englisch und deutsch finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Parascháh ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohím geahndet.

BeReschít/Am Anfang/„1.Mose 45,5 „Und nun quält und ärgert euch nicht, dass ihr mich hierher verkauft habt; denn zur Lebenserhaltung hat Elohim mich vor euch her gesandt“.

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
„DIE GELASSENHEIT/SCHALWÁH HABEN, DIE WIR IN UNSEREM LEBEN BRAUCHEN”

Ein stressiges Leben ist mitnichten dasselbe wie ein Leben voller Gelassenheit/Schalwáh. Was täglichen Stress von anhaltender Gelassenheit unterscheidet, sind unsere Gedanken. Welche Art von Gedanken bewegen Sie den lieben langen Tag? Negative? Ängstliche und lähmende? Worauf konzentrieren Sie sich, in allem, was um Sie her passiert, am meisten? Wie sehen Sie die Menschen und Situationen, die Elohim ihnen im Leben in den Weg stellt? Als würden sich alle gegen Sie stellen, oder als seien sie aus eigenem Anlass nervös, ohne dass Sie etwas damit zu tun hätten? Stress und fehlende Gelassenheit haben ihren Ausgangspunkt nicht in den Umständen unseres täglichen Lebens, sondern in der Sichtweise und Haltung, mit der wir die Umstände beurteilen und an sie herangehen. Kurz gesagt: fehlende Gelassenheit entspringt unseren Gedanken, nicht der uns umgebenden Realität. 

Es gibt viele Arten, positiv auf das zu reagieren, was uns passiert. Wir können uns zum Beispiel fragen: „Was ist an dieser Situation Gutes? Was kann ich daraus lernen? Welche Veredlung meines Charakters kann daraus entstehen? Wenn es einen Experten darin gäbe, wie würde der diese Situation beurteilen? (Wie hätte Ieschúa sie beurteilt, als Er im Lande Israel lebte? Wie würde Er an sie rangehen?). 

Es gibt – ohne dass wir uns dessen bewusst sind – ein bestimmtes Denkschema, das in uns Stress, Sorgen und schlechte Laune verursacht. Unsere Aufgabe ist es, dieses Denkschema zu identifizieren. 

 

Viernes, 30 Diciembre 2016 08:51

PARASCHAH MI‘QETZ/NACH ABLAUF

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 10
MI‘QETZ/NACH ABLAUF

2. DES ZEHNTEN MONATS (TÉVET/טבת) DES JAHRES 5777
31. DEZEMBER 2016

Torahlesung: BaMidbár/In der Wüste/„4.Mose” 4,21-7,89
Haftaráh: Schoftím/Richter 13,2-25

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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BeReschít/Am Anfang/„1.Mose” 41,1-2: “Und es geschah, nach Ablauf/Mi‘Qétz von zwei vollen Jahren, dass Paróh/Pharaoh träumte, und siehe, er stand (am Ufer des „Nil“-) Flusses. Und siehe, aus dem Fluss stiegen 7 Kühe, schön und fett, und weideten am Ufer”

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
WIE SICH EIN SKLAVE ELOHIMS ZU BENEHMEN HAT

In dieser Parascháh sehen wir, wie sich Josef, als guter Sklave Elohims, bewegte, und wie sich viele Führungskräfte bewegen. Erstens sehen wir, dass er nicht Selbstmord beging oder sonst etwas in der Art tat, als Paróh/Pharaoh ihn zwei Jahre lang im Gefängnis ließ. Er war sich bewusst, dass er in der Hand seines Schöpfers war und dass alles, was Dieser mit ihm tun wollte, gut war. Und er blieb in Gefangenschaft, bis er in die Gegenwart des höchsten irdischen Machthabers jener Zeit gebracht wurde, und wurde dann in das Amt des Zweitmächtigsten im Reich erhoben. Gefangen zu sein war „gut“, und zweitmächtigster Mann im Reich zu sein war auch gut. Das nennt man Bitachón/Vertrauen, Glauben an Elohim und daran, dass Er weiss, was für uns von Vorteil ist - für heute, für dieses Jahr, für unser Leben. Die meisten von uns verhalten sich nicht so. Wir WOLLEN dies oder jenes. Wir VERLANGEN von Elohim, dass Er uns dies oder jenes gibt oder vermittelt, sei es einen Ehepartner oder etwa eine Arbeitsstelle. Der weise Sklave oder Diener kann warten, selbst unter den wiedrigsten Umständen. Und wenn der rechte Moment gekommen ist, dann tut er, was er tun muss, ohne zu zögern, ohne falsche Bescheidenheit und ohne Zeit zu verlieren. Josef nahm seine Verantwortung wahr, in allem was der Paróh/Pharaoh ihm vorlegte, und antwortete, ohne eine Gegenleistung zu verlangen, ohne sich vor Stolz aufzuplüstern, aber auch ohne vor Furcht vor dem mächtigsten Mann seiner Zeit den Kopf einzuziehen. 

Dies kommt nicht von allein. Es ist eine demütige Einstellung nötig, ein vorher von Elohim gebrochen worden sein. Wer nicht gebrochen worden ist, hat Hoffnung, Stolz, eigene Pläne und Ambitionen. Wer gebrochen worden ist, hat die Hoffnung Elohims, die Pläne Elohims, die Ambitionen Elohims. Und dies sind die einzigen, die man haben darf. 

Und wenn der Moment kommt, etwas für Elohim zu tun, tut er es, ohne es sich selbst zugute zu schreiben, wie Josef, der nicht mit seinem Können oder mit seiner Macht „angab“. Er sagte einfach nur, dass Elohim ihm, wenn Er es wollte, offenbaren würde, was der Paróh/Pharaoh wissen wollte. Diese Bescheidenheit und dieses fehlende Geltungsbedürfnis ist eine weitere Art, wie ein wahrer Sklave Elohims sich verhält. Er schreibt sich selbst keine Macht oder Weisheit zu, sondern bekennt klar, dass alles von Elohim kommt. Dies ist ein Verhalten totaler Unterordnung und Bescheidenheit, die wenige von uns an den Tag legen, möglicherweise, weil wir sie nicht haben. Im Grunde genommen wollen wir doch alle HERAUSRAGEN, wir wollen SEIN, wir wollen… Der wahre Sklave dient einfach nur. Wer will ein Sklave Elohims sein? (Hat jemand dem mental zugestimmt?)

 

Viernes, 23 Diciembre 2016 16:20

PARASCHAH WA‘IESCHÉV/UND WOHNTE

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PARASCHAH 9
WA‘IESCHÉV/UND WOHNTE

24. DES NEUNTEN MONATS (KISLEW) DES JAHRES 5777
24. DEZEMBER 2016

Torahlesung: BeReschít/Am Anfang/„1.Mose” 37,1 - 40,23
Haftaráh: Amós 2,6 - 3,8

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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KOMMENTAR DER PARASCHÁH
“DIE UNSICHTBARE HAND ELOHÍMS“

Wir leben in einer Wlt der Eile, ganz im Fleisch, wo nur das existiert, was man sehen kann und hören kann, wenigstens für die nicht-gläubige Welt. –Paradoxerweise ist in dieser nicht-gläubigen Welt – selbst im wissenschaftlichen Bereich – die rede von einer mythologischen „Mutter Erde“, und sie wird als „weise“ bezeichnet und es wird gesagt, sie habe dies oder jenes getan, womit es, wenn wir es genauer wahrnehmen, zu einem religiösen Glauben und zu einer Gottheit wird, der „Göttin Gáia“ Erde. 

In diesem Abschnitt in BeReschít/„1.Mose“ stellt sich uns wie in vielen anderen ein Paradoxum. Ein Mann mit edlem und vergebendem Herzen, Josef, betrogen und gefangen genommen durch seine eigenen Brüder aus Neid, wird in einen Brunnen gesteckt, dann an einen Araber um Geld verkauft, dient dem Paróh und endet als Unterkönig von Ägypten/Mitzráim. Ein wahrer Rummel von Aufs und Abs, wie in einem guten Accion-Film, der uns bis zum letzten Kapitel zittern lässt.  

Im Grunde genommen ist das Leben Josefs wie das von den meisten von uns, selbst jener, die wir den Elohím Israels und Ieschúa, den Messias/Maschíach Israels kennen – auch uns passieren Dinge, gute, nicht so gute und schlechte. 

Viernes, 16 Diciembre 2016 17:01

PARASCHAH WA‘ISCHLACH/UND ER SCHICKTE

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 8
WA‘ISCHLACH/UND ER SCHICKTE

17. DES NEUNTEN MONATS (KISLEV) DES JAHRES 5777
17. Dezember 2016

Torahlesung: BeReschít/Am Anfang/„1. Mose” 32,4-36,43
Haftaráh: Hoschíah/Hosea 11,7-12,12

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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BeReshít/Am Anfang/„1.Mose” 32:25,28-29: “und blieb allein. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. … und er sprach: Wie heißt du? Er antwortete: Jaaqóv. Er sprach: Du sollst nicht mehr Jaaqóv heißen, sondern Israel; denn du hast mit Elohím … gekämpft und hast bestanden…”

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
"VON JAAQÓV SEIN ZU ISRAEL WERDEN…"

Unser Leben mit Elohím –wenn es geistlich gesehen erfolgreich ist- muss gekennzeichnet sein durch permanente Veränderung. Diese Veränderung spiegelt sich wider in der Namensänderung: von Jaaqóv (an der Ferse packen/anschmieren) in Israel (rechtschaffen in Elohím). 

Jetzt, nach vielen Jahren, hat Elohím uns geistliches Verstehen dafür gegeben, dass wir „erneuert“ verstehen sollen als „TAGTÄGLICH ERNEUERT“! Wir sollen uns nicht nur alle zwanzig Jahre erneuern, nicht einmal nur einmal im Jahr, sondern täglich, jederzeit, sollten wir den Heiligen Geist/Rúach haQódesch in unserem Geist/Rúach suchen und den Vater bitten, uns zu erneuern, sowohl mental, wie emotional, wie geistlich. 

In dieser Erneuerung sind zwei gut erkennbare Etappen auszumachen. Die erste ist wenn wir Ieschúa als Messias und Elohím annehmen und den Heiligen Geist/Rúach haQódesch bekommen (falls wir Ihn empfangen). In dieser ersten Etappe geschieht alles plötzlich und erfolgreich. Elohím kümmert sich darum, uns zu verändern, fast unbemerkt und ohne dass wir selber uns anstrengen müssten. Diese Etappe könnten wir „Verlobung“ mit Elohím nennen, und wir alle haben sie erlebt. Elohím sensibilisiert uns für alles Geistliche, wir sehen alles mit neuen Augen, als wären wir „von Oben“ geboren, und genau so ist es. Dies ist die Etappe des „Jaaqóv-wurde-verwandelt-in-Israel“. Eine übernatürliche Etappe, die leider vorübergeht. Wir jedoch bleiben. 

Viernes, 09 Diciembre 2016 10:27

PARASCHAH WA‘IETZÉ/UND ZOG AUS

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PARASCHAH 7
WA‘IETZÉ/UND ZOG AUS

10. DES NEUNTEN MONATS (KISLEV) DES JAHRES 5777
10. DICIEMBRE 2016

Torahlesung: BeReschít/Am Anfang/„1. Mose” 28,10-32,3
Haftaráh: Hoschíah/Hosea 12,13-14,10

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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BeReschít/Am Anfang/„1.Mose” 28,10: „Und Jaaqóv zog aus/wa‘ietzé von Beer Shéba („sieben Brunnen“) und wanderte gen Charán. Und fand einen Ort, und übernachtete da; denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm von den Steinen jenes Ortes und machte sich ein Kopflager und legte sich an dem Ort nieder. Und er träumte; und siehe, eine Rampe/Sulám war auf die Erde gestellt, die rührte mit der Spitze bis an die Himmel. Und siehe, die Engel/Malachím Elohíms stiegen darauf auf und nieder. Und so stand ADONÁI bei ihm….“

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
"GEISTLICH AUFSTEIGEN"

In dieser Parascháh sehen wir einen Traum Jaaqóvs, in dem dieser eine Rampe/Sulám (in Form einer großen Wendeltreppe) sieht, auf der Engel/Malachím Elohíms hoch und runtersteigen. Eine Rampe besteht aus Ebenen, die geistliche und mentale Ebenen repräsentieren, die wir Tag für Tag und Jahr um Jahr zu erreichen anstreben sollen. Abgesehen davon, dass Engel/Malachím (einzahl: Málach) reale geistliche Wesen sind, repräsentieren sie die geistliche Hilfe, die Elohím Seinen Kindern gibt, damit sie die Rampe/Sulám hochsteigen und jene Höhen erreichen, zu der Elohím sie bestimmt hat. Außerdem beweisen sie uns, dass wir nicht allein sind, dass Elohím da ist, an unserer Seite, dass Er uns die Hand reicht, selbst wenn wir weder Ihn noch die Engel/Malachím sehen. Unser Leben mit Elohím ist jenes Emporsteigen auf der Rampe/Sulám. Ob wenig oder viel, das hängt von uns und von unseren geistlichen Ambitionen ab – was oben erwähnter geistlichen Bestimmung nicht widerspricht. 

Bei diesem geistlichen Emporsteigen gibt es zwei Hauptbereiche: das „Wie“ wir hochsteigen und „die Bereiche“, die wir täglich zu bewältigen haben. Beginnen wir mit dem wie, um dann einige der Bereiche zu beschreiben, die Verbesserung unsererseits benötigen.

Viernes, 02 Diciembre 2016 15:00

PARASCHAH TOLDÓT/GESCHLECHTSREGISTER

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PARASCHAH 6
TOLDÓT/GESCHLECHTSREGISTER

3. DES NEUNTEN MONATS (KISLEV) DES JAHRES 5777
3. DEZEMBER 2016

Torahlesung: BeReschít/Am Anfang/„1.Mose” 25,19-28,9
Haftaráh: Malachíah 1,1-2,7

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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BeReschít/Am Anfang/„1.Mose” 25,30-33: “Und Esáv sprach zu Jaaqóv: ‚Gib mir doch zu essen von der roten Suppe, denn ich bin matt‘, - daher nannte man ihn Edom (von adóm = rot). – Da sprach Jaaqóv: ‚Verkaufe mir heute dein Erstgeburtsrecht!‘ Und Esáv sprach: ‚Siehe, ich werde ja doch sterben. Was nützt mir da die Erstgeburt‘.“ So war Esáv damit einverstanden, seine Erstgeburt zu verkaufen. Und Jaaqóv gab ihm Brot und Linsensuppe. Und Esáv aß und trank und ging seiner Wege und verachtete so die Erstgeburt.”

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
"GEISTLICHE KURZSICHTIGKEIT: EINE MODERNE KRANKHEIT"

In dieser Parascháh stellt sich uns eine unter uns Menschen sehr häufige Frage: wollen wir die Welt mit Weisheit/Chachmáh anschauen, oder mit den Augen des Fleisches. Das Erste bringt sowohl uns, wie unseren Kindern, Enkeln und Urenkeln eine Sicht der Welt und unseres Lebens, die langfristig weitsichtiger ist und eine Reihe von Segnungen Elohims mit sich bringt. Das Zweite bringt uns geistliche Kurzsichtigkeit, ein oberflächliches und leeres, absolut fleischliches Leben, das auf lange Sicht (von der Ewigkeit her gesehen) zum Versagen verurteilt ist.

Diese beiden Positionen hat es immer gegeben, wo sich Menschen im Laufe der Geschichte gegenübergestanden sind. Einer siegte, während der andere begraben und vergessen wurde, sowohl geschichtlich, wie von seinen eigenen Familienangehörigen. Es ist nicht die Rede von den Avót/Patriarchen „Abrahám, Itzcháq/Isaak und Esáv“, sondern von „Abrahám, Itzcháq und Jaaqóv“, gerade weil Jaaqóv der Falle des Fleisches - „des Sofortigen und Fleischlichen“ –aus dem Weg zu gehen wusste und es gegen das Ewige und Geistliche eintauschte. Jaaqóv-Esáv sind, aus der Perspektive Elohims betrachtet, Archetypen von zwei Nationen: Israel, die geistliche Nation schlechthin  und Rom, die kriegerische und erobernde Nation par excellence. Israel ist dazu bestimmt, alle anderen zwanzig bis dreißig anderen Zivilisationen, die es im Laufe der gesamten Geschichte (laut dem jüdischen Historiker Max Diamant) gegeben hat, zu überleben. Rom hingegen ist dazu bestimmt, von Elohim zerstört zu werden. Bei dieser Gelegenheit wollen wir uns jedoch auf einen anderen Aspekt ihrer Gegensätzlichkeit konzentrieren: die entsprechenden Haltungen dem gegenüber, was Elohim ihnen vorsetzte.

Den fleischliche Menschen, dessen Prototyp Esáv ist, interessiert das „jetzt“ und „sofort“. Er „verliert keine Zeit“ mit Philosophien, noch mit „schwierigen“ Spekulationen wie: „wo komme ich hin, wenn ich sterbe?“ oder „wozu bin ich auf dieser Welt?“ Für Menschen wie Esáv sind dies keine Themen, über die es sich nachzudenken lohnt. Sein Barometer sind sein Magen und seine anderen Körperorgane, die Forderungen an ihn stellen: „Gib mir JETZT von dieser roten Suppe!“ und ähnliches. Die Esávs der westlichen Zivilisation (in der wir heute leben) arbeiten dreißig Jahre lang an einer Stelle und meinen, sie würden etwas verändern mit dem, was sie tun, nur um nach den dreißig Jahren harter Arbeit zu entdecken, dass sie abkömmlich sind. Sie werden entlassen und haben nichts mehr. Machen wir uns nichts vor, Esáv war kein Atheist. Es gab keine Atheisten bis vor drei bis vier Jahrhunderten, nirgends in der Geschichte. Und Esáv war keine Ausnahme. Er glaubte an den Elohim, an den sein Vater Itzcháq glaubte. Die Tatsache war, dass es für ihn „viel wichtigere  Dinge“ gab, nämlich alles Unmittelbare, alles Materielle. Gerade deshalb katalogisieren wir Esáv als Prototypen des XX. und XXI. Jahrhunderts: der Materialist par excellence. „Gib mir JETZT diese rote Suppe!“ ist die Forderung der materialistischen Welt, die uns umgibt - nicht morgen, nicht nächste Woche, sondern JETZT!

Viernes, 25 Noviembre 2016 11:07

PARASCHAH CHAIEI SARAH / DAS LEBEN SARAHS

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PARASCHAH 5
CHAIEI SARAH / DAS LEBEN SARAHS

25. des achten Monats (Cheschván) des Jahres 5777
26. November 2016

Torahlesung: BeReschít / Im Anfang / „1.Mose" 18,1-
Haftaráh: Melachím Bét /„2. Könige“ 4,1-37

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KOMMENTAR DER PARASCHÁH
DAS LEBEN IST WIE EINE SCHIFF-REISE

Der Abschnitt dieser Parascháh handelt von den letzten Lebenstagen unserer Matriarchin Sarah. Der Titel der Parascháh ist jedoch „das LEBEN Sarahs“. Warum?

Dies könnte man folgendermaßen erklären: Ein Schiff wird gewöhnlich vom Stapel gelassen, indem eine Patin eine Champagnerflasche an den Bug des Schiffes wirft. Wer würde jedoch Chanpagner werfen, wenn das Schiff alt und vergessen und zu nichts mehr nütze in einem Hafen vor Anker liegt, nachdem es ausgedient hat?

So ist unser Leben: Man feiert die Geburt und die Geburtstage wenn wir noch nichts wirklich Wertvolles geleistet haben und noch keiner weiss, wie wir enden werden. Niemand jedoch feiert unseren Tod, noch den anderer. Das Judentum und das messianische Judentum sollte dagegen das Leben und den Tod Saras und ihres Ehemannes Avrahám feiern, die ein Leben gelebt haben, das es wert ist, nachgeahmt zu werden und von ihnen zu lernen. Denn erst dann, wenn das Leben vorbei ist, kann man sehen was sie geleistet haben und von ihnen lernen. Und im Falle von Avrahám und Sarah ist dies sehr viel.

 

Viernes, 18 Noviembre 2016 12:06

PARASCHAH WA’IERÁ / UND ERSCHIEN!

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PARASCHAH 4
WA’IERÁ / ו׳רא / UND ERSCHIEN!

18. des achten Monats (Cheschván) des Jahres 5777
19. Oktober 2016

Torahlesung: BeReschít / Im Anfang / „1.Mose" 18,1- 22,24
Haftaráh: Melachím Bét /„2. Könige“ 4,1-37

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
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KOMMENTAR DER PARASCHÁH
„GEBEN: DIE NATUR ELOHÍMS“

BeReschít/Im Anfang/“1.Mose” 18,1-22,24, unsere dieswöchige Parascháh, handelt davon, wie Avrahám sich bemüht, seine Gäste zu bewirten (was man in hebräisch „Hachnassát Orchím“/Gäste willkommen heißen nennt), obwohl er gerade erst beschnitten worden war – und das im Alter von 99 Jahren! (Autsch!).  

Woher hatte Avrahám diese bei ihm schon bekannte Charaktereigenschaft des Gebens? Von ADONÁI selbst natürlich! Wenn wir es recht bedenken, dann hatte Elohím (bevor Er das Universum schuf) niemanden, mit dem Er reden oder sich mitteilen konnte. Deshalb beschloss Er, das Universum zu schaffen, und in diesem, den Menschen - und im Besonderen: das jüdische Volk, um Seine Partnerin, Seine Ehefrau zu sein (Jer.3,14), um mit ihr zu teilen und ihr zu GEBEN. Zu teilen, Freundschaft, ist eines der Grundpfeiler einer guten Ehe. Es ist die feste Grundlage einer stabilen Ehe. Freundschaft besteht größtenteils aus Geben - was eine der herrausragendsten Eigenschaften Elohíms, wenn nicht DIE HERAUSRAGENDSTE ist.  

Da wir wissen, dass Avrahám ein Millionär war (wie wir es heute nennen würden), müssen wir uns doch die Frage stellen: Warum trug er nicht seinen Knechten auf, Essen für seine Gäste zu bereiten, statt alles selbst zu tun? Weil er etwas grundsätzliches gelernt hatte, nämlich: freigiebig zu sein. Geben verändert uns. Geben bringt uns dazu, an andere zu denken, statt ständig nur uns selbst zu befriedigen suchen. Geben macht uns mehr und mehr Elohím ähnlich, und das ist keine geringfügiges Ziel. Es gibt viele Dinge, die wir geben können. Und im messianisch-renovierten Judentum (JMR) lehren und ermutigen wir unsere Mitglieder, dies zu tun, weil Tzedaqáh (was unter Anderem „milde Gabe“ bedeutet, aber im Grunde genommen all das einschließt, wovon wir in dieser Parascháh schreiben) für jeden messianischen Juden fundamental ist. Außerdem bringt es jedem messianisch-renovierten Juden, der dies praktiziert, großen Segen.

Viernes, 11 Noviembre 2016 09:04

PARASCHAH LECH LECHÁ / ZIEH HIN

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 3
LECH LECHÁ / ZIEH HIN

11. DES  ACHTEN MONATS DES JAHRES 5777
12. NOVEMBER 2016

Torahlesung: Bereschít/Am Anfang/„1.Mose” 12,1-22:24
Haftaráh:  2. Könige 4,1-37

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
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BeReshít/Am Anfang/”1. Mose.” 12:1: “…Verlass deine Heimat und deine Verwandtschaft und das Haus deines Vaters und zieh hin in das Land, das Ich dir zeigen werde!”

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
AVRAHÁMS UND UNSERE 4 GLAUBENS-PROBE

Avrahám wurde mindestens 4 Glaubens-Proben von Seiten Elohíms unterworfen. Diese bestanden in Veränderung. Diese Prüfungen nehmen wir oft gar nicht wahr, da unser Lesen der Schrift meist viel zu wenig Tiefe hat, aber sie sind da. Und auch wir haben oft ähnliche Prüfungen durchzumachen. Wie bestehen wir sie? Wie Avrahám oder mit größeren Schwierigkeiten? 

DIE 1. GLAUBENS-PROBE

Die 1. Glaubens-Probe ist oben genannte. Stellen Sie sich einmal vor, Elohím käme zu Ihnen und sagte zu Ihnen: „Verlass deine Heimat und dein Zuhause und zieh in ein Land das Ich dir zeigen werden!“ unsere normale Reaktion wäre doch ein automatisches „WAS?! Wie, ich soll alles verlassen?, Elohím. Und wer wird mich versorgen? Wovon soll ich leben?” und dann würden wir anfangen zu meckern “warum tust Du mir das an?, Elohím, was hab ich Dir denn angetan?“ 

Es ist gar nicht einfach, nicht einmal für Elohím, uns aus unserem gewohnten Lebensstil, sozialen Umfeld und Familienkreis herauszuholen, um uns in eine total unbekannte Umgebung mit einem so anderen Lebensstil und Familie zu versetzen (wie es Elohím mit Avrahám tat) - in den Lebensstil und die Umgebung Elohíms. 

Veränderung ist eines der schwierigsten Dinge, gar nicht zu sprechen von oben Erwähntem oder -‘Chas ve chaliláh!‘/möge es nie zutreffen!- ein Religionswechsel. Wir mögen nicht einmal von Veränderung reden, die uns aus unserer mentalen und emotionalen Umgebung herausreißt. 

Viernes, 04 Noviembre 2016 08:13

PARASCHAH NÓACH/RUHE

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 2
NÓACH/RUHE

4. DES  ACHTEN MONATS DES JAHRES 5777
5. OCTUBER 2016

Torahlesung: Bereschít/Am Anfang/„1.Mose” 6,9-11,32
Haftaráh: Ieschaiáhu/”Is.” 55,1-54,5

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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BeReschít/Am Anfang/„1.Mose“ 6,20 „Und Nóach machte es so. Und er tat nach allem, was Elohím ihm geboten hatte“.

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
„UNSERE EIGENE ARCHE BAUEN“

In dieser Parascháh werden wir sehen, wie Elohím das Leben Nóachs organisierte, das sich weit entfernt von der Umgebung Elohíms befand. Außerdem werden wir sehen, wie Elohím Nóach und seine Familie rettete, indem Er ihnen Anweisungen gab, um aus der feindlichen Umgebung (in der sich die Welt damals befand) heraus und in die Umgebung Elohíms zu gelangen.

Vers 13 bis 16 lesen wir die detailierten Anweisungen, die Elohím Nóach gab, um die Arche zu bauen -aus Holz- und wie er sie herstellen sollte und Details wie das Fenster und die drei Stockwerke. In Vers 17 erfahren wir dann den Grund dafür: es kommt eine Sintflut/Mabúl, welche die gesamte bewohnte Erde überschwemmen wird und alle Menschen und Tiere werden sterben, außer denen, die sich in der Arche Nóachs befinden. 

Auch wir müssen unsere eigene Arche bauen. Diese Arche representiert die Sicherheit in unserem Leben. Und diese Sicherheit kommt aus dem Leben unter Elohím, Ihm untergeordnet und Seinen Anweisungen folgend. Wenn wir das nicht tun, erwischt uns die Sintflut/Mabúl, die den Rest der Menschheit überkommt. Außerdem kommt etwas Gegenteiliges als die Sintflut auf uns zu, und zwar nur in unserer Zeit (nicht vorher und nicht nachher): Feuer. Dies sind die letzten Zeiten/Iamím ha Qétz. Aus diesem Grunde sollten wir uns unter dem permanenten Schutz Elohíms aufhalten. 

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