Viernes, 28 Diciembre 2018 08:26

PARASCHÁH 13 SCHEMÓT / NAMEN

Escrito por
Valora este artículo
(0 votos)

DAS WELTWEITE MESSIANISCHE JUDENTUM ELOHÍMS VERBREITEN DURCH IESCHÚA

PARASCHÁH 13
SCHEMÓT / NAMEN

21. TAG DES 10. MONATS DES JAHRES 5779
29. DEZEMBER 2018

Torahlesung: Schemót/Namen/„2. Mose" 1,1-6,1
Haftaráh: Ieshaiahu/Jes. 27,6-28,13; 29,22-23

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

Copyright © 2018 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website www.beitshalom.org im Internet zu besuchen. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschót und Bücher finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Parascháh ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. NICHTS VON DEM, WAS AUF UNSERER WEBSITE VERÖFFENTLICHT WIRD DARF ZUM VERKAUF AUSGEDRUCKT WERDEN, AUCH NICHT IN EINEM ANDEREN LAND. DIE MISSACHTUNG DIESER RECHTE DES AUTORS WIRD VON ELOHÍM GEAHNDET! Sie können sich auf unserer Webseite www.beitshalom.org einschreiben, um die Parascháh automatisch als E-mail zu bekommen, oder abmelden.

KOMMENTAR DER PARASCHÁH

GEISTLICHES WACHSTUM UND ELOHIM VERSTEHEN

Schemót/Namen/„2.Mose“ 5,22-23: „Und Moschéh/Mose wandte sich wieder zu Elohim und sprach: ‚Mein Elohim, warum machst Du es so arg mit diesem Volk? Wozu hast Du mich gesandt? Denn seit ich gekommen bin zum Paróh/Pharaoh, um zu reden in Deinem Namen, macht er es ärger mit diesem Volk, gerettet aber hast Du Dein Volk nicht!‘“
Und Elohim antwortet ihm: „Warte noch ein wenig, und du wirst sehen, dass am Ende alles gut ausgeht.“ Weise Worte, die am Schluss viele aber nicht befriedigen, weil sie auf die Umstände sehen, statt auf Elohim zu hören. Wenn uns etwas passiert im Leben, wie dem Moschéh, „verstehen wir die Welt nicht mehr“, weil unser geistliches Wachstum zu wünschen übrig lässt, und wir uns auf den neusten Stand bringen müssen, was Elohim tut und wir nicht verstehen.
Die Toráh sagt, dass „Seine Gedanken nicht unsere Gedanken sind“ (Ieschaiahu/Jes.55,8). Dies ist eine große Wahrheit! Die andere große Wahrheit ist, dass es einen Prozess im geistlichen Wachstum gibt. Und in diesem Prozess (wie in jedem anderen auch) gibt es Etappen. Wir wollen hier fünf Etappen zur geistlichen Reife mit Elohim aufzeigen.
ERSTE ETAPPE: FEHLENDE PRINZIPIEN
In dieser ersten Etappe befinden sich jene, die im Grunde genommen noch keine Ahnung davon haben, was es wirklich bedeutet, mit Elohim zu wandeln, selbst wenn sie schon jahrelang gläubig sind, vielleicht sogar als messianische Juden. Im Grunde genommen werden sie von ihrem eigenen Willen gesteuert, selbst wenn sie in eine Gemeinde oder messianische Synagoge gehen. Sie benutzen Elohim nur, um ihre eigenen Ziele zu erreichen, oder versuchen dies jedenfalls – denn meist schaffen sie dies nicht und kehren auf ihrem Weg um. Weil sie nicht verstehen, wie die Dinge mit Elohim funktionieren, meinen sie, dass sie da, wo sie gewesen sind, besser dran waren, merken dabei aber nicht, dass sie selbst es sind, die falsch liegen, nicht das Christentum oder das messianische Judentum oder Elohim. Diese Gruppe, die größer ist, als wir denken und kann als „Vorteil-Sucher“ bezeichnet werden, denn das sind sie. Doch genau genommen sind sie mehr als nur das: sie sind Anfänger, und sie sind egoistisch. Was sie bewegt ist: „ich, ich, ich“. Wir kritisieren sie nicht. Wir heben nur die erste Etappe hervor, die WIR ALLE, auf die eine oder andere Art und Weise, DURCHLAUFEN HABEN. Es sind sehr pragmatische Menschen, auf der Suche nach Lösungen für ihre persönlichen Probleme, die sie bei Elohim finden - deshalb folgen sie Ihm - wie sie sie auch in anderen Religionen finden könnten.
ZWEITE ETAPPE: DIE FÖRMLICHEN
Dies sind jene, die sich in einer Schachtel, „IHRER Religion“ verkrochen haben und meinen, nur sie hätten DIE WAHRHEIT. Und nun versuchen sie, alle Welt von IHRER Wahrheit zu überzeugen. Sie versuchen, sich buchstaben-getreu an die Riten und Lehren zu klammern, um der Angst zu entkommen, im Mysterium zu leben, das dieses Leben für den geistlich nicht gewachsenen Menschen ist. Es ist schlicht und einfach die Angst, die sie da festhält, wo sie sich befinden. Das Resultat ist, egal um welche Religion oder Denomination es sich handelt, Feindseligkeit und Ablehnung von all denen, die nicht „unserer Religion“ angehören. Am Ende dieser engen Förmlichkeit befindet sich Intoleranz und zuerst verbale und später physische Gewalt, die schließlich in religiöse Verfolgung mündet. Davon hat die Weltgeschichte Bücher-voll zu erzählen, und die namenlosen Massengräber, reden noch lauter als all jene Bücher davon.
Aber hinter dieser Angst und Feindlichkeit befindet sich ein Charakter, der Angst hat vor Veränderung und davor, genauer nachzuforschen, und der außerdem wenig Lust dazu hat, seinen Intelekt anzustrengen. Sie sind auf ihre eigene Art pragmatisch wie die Ersten, aber viel gewalttätiger und selbstsicherer. Sie sind eher bereit, religiöse Macht oder Geld an sich zu reißen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet, und die kommt, vom Widersacher zu dessen eigenen Zwecken herbeigeführt.
DRITTE ETAPPE: DIE WISSBEGIERIGEN
In dieser Etappe befinden sich jene, die auf der Suche nach der Wahrheit sind - sowohl nach der äußeren, wie nach der inneren (in unserem Unterbewusstsein) - und nach dem wahren Elohim, weil sie (geistlich) verstanden haben, was viele nicht erfassen können: dass es nur einen Elohim aber viele millionen Götter und Religionen gibt. Diese sind es, die der GANZEN Wahrheit Elohims nachjagen. Wenn sie diese haben oder kaufen könnten, täten sie es. Manche sind jedoch so offen für alles, dass sie die Lüge ha‘satans schlucken, Elohim sei derselbe wie dieser oder jener „Gott“ und dann diesem Gott folgen und Elohim verlassen, trotz all der Zeit und den Gebeten, die es sie gekostet hat, zu Ihm zu finden. Außerdem befinden sich in dieser Etappe jene, die zurückkehren „zum Erbrochenen“ und sich an das klammern, was sie vorher gewesen sind, aus diesem oder jenem Grund, wegen diesem oder jenem klitzekleinen Problemchen, wegen diesem oder jenem Mitmenschen. Und für ein kleines momentanes Hindernis zahlen sie einen enorm hohen Preis: vom Einzigen Elohim abzuweichen und zu den Göttern zurückzukehren, die es im religiösen Umfeld zur Genüge gibt.
Dies sind die für Elohim Kostbarsten, da sie nach der Wahrheit, und nicht nach Geld oder Macht suchen. Und Elohim liebt jene, die nach der Wahrheit suchen. Ieschúa selbst hat gesagt: „ICH bin der Weg und DIE WAHRHEIT und das Leben“ (Joh.14,6).
Wir haben die Wahrheit in äußere und innere Wahrheit unterteilt. Äußere Wahrheit sind unsere Vorstellungen über Elohim und das Seine. Innere Wahrheit ist, was wir von klein auf in uns tragen und nicht wollen, dass es jemand erfährt, nicht einmal wir selbst. Dies ist die Definition von dem, was Sigmund Freud Unterbewusstsein nennt. Wenn wir wirklich geistlich wachsen wollen, wird es hilfreich sein, diese innere Wahrheit zuerst, oder wenigstens gleichzeitig mit der äußeren Wahrheit, anzugreifen. Der Heilige Geist/Rúach ha‘Qódesch wird uns nicht emotional vergewaltigen, indem Er uns Dinge offenbart, die wir nicht wissen wollen. Wie jemand sehr richtig festgestellt hat: Elohím ist der absolute Kavalier. Er wird darauf warten, dass wir Ihn darum bitten, uns zu zeigen, was bei oder in uns kaputt, defekt oder verletzt ist oder nicht richtig funktioniert. Wenn wir Ihn darum bitten, werden wir einen Fortschritt in unserem geistlichen Niveau sehen, weil der Heilige Geist/ Rúach ha‘Qódesch nach und nach, die innere Heilung, die wir benötigen, beginnen wird. Mit dieser Heilung in uns kann Elohim leichter anfangen, an der äußeren Wahrheit zu arbeiten, weil wir nicht mehr von der Angst und Scham der Wunden unserer Kindheit oder Vergangenheit „beschützt“ sein werden. So werden wir heil, um all das, was Elohim uns geben und zeigen will, zu erhalten: „verborgene Dinge von geheimen Orten, damit du erkennst, dass Ich, ADONAI, der Elohim Israels bin“ (Jes.45,3).
VIERTE ETAPPE: DIE GEISTLICHES WACHSTUM SUCHEN
Viertens gibt es jene, die nichts anderes interessiert, als geistlich vorwärt zu kommen, weil sie „gemerkt“ haben (durch den Rúach Hitgalút/Geist der Offenbarung) dass dies im geistlichen Leben das Wichtigste ist. Sie haben festgestellt, dass es nicht die Religionen sind, noch die Lehren, noch die mentalen und menschlichen Diskussionen, sondern die Offenbarungen, die Elohim für Seine Nachfolger hat, die darauf aus sind, diese zu bekommen. Und Elohim gibt sie ihnen, aus Seiner Barmherzigkeit heraus und in der innigen Beziehung zu Ihm, dadurch, dass sie Ieschúa als Messias/Maschíach und Elohim annehmen. Durch diese innige Beziehung haben sie begonnen, Elohim persönlich kennen zu lernen, Seinen Charakter, Seine Reaktionen, Seine unendliche, mütterliche Barmherzigkeit, und wollen immer mehr und mehr von all dem.
Es gibt alle möglichen Ambitionen: nach Geld, nach Macht, nach Ruhm, usw. Aber die einzige, die alle anderen überdauern wird, ist die, geistlich zu wachsen, denn was wir am letzten Tag unseres Lebens sind, ist das, was wir sein werden, wenn wir vor Elohim erscheinen. Wer nur ein geistlicher Säugling war, wird in „geistlichen Windeln“ vor Elohim treten. Wer geistlich gesprochen nicht mehr, als zu einem nicht sehr intelligenten Kind herangewachsen ist, wird es in den Himmeln mit Elohim weiterhin sein, und in der Ewigkeit sehr langsam weiter wachsen, weil er hier, in der dafür vorgesehenen Zeit, nicht den nötigen Ehrgeiz dazu hatte. Und wer zu wachsen gesucht hat und den Preis bezahlt hat, wird am Tage seines Abscheidens vor Elohim treten nach dem, wie er selbst gebaut hat: seine Chachmáh/Weisheit wird ihn in alle Ewigkeit begleiten, weil er sie jetzt Wert geachtet hat und Elohim wird sie ihm anrechnen in der Ewigkeit mit Ihm.
FÜNFTE ETAPPE: DIE QEDUSCHÁH/HEILIGKEIT SUCHEN
Zuletzt gibt es jene, die nach der Heiligkeit/Qeduscháh suchen, weil sie von Elohim gelehrt worden sind, „dass sie ohne Qeduscháh Elohim nicht sehen werden“ (Hebr.12,14). Wie in jedem dialektischen Prozess gibt es eine Qeduscháh VON und eine Qeduscháh MIT.
Qeduscháh VON bedeutet: sich zu trennen, zu entfernen von allem, was den Verstand/Kopf, das Herz, den Körper und den Geist verunreinigt. Dies ist nicht an einem Tag getan. Es ist ein täglicher, ununterbrochener Prozess, der den Rest unseres Lebens auf dieser Erde andauern wird.
Qeduscháh MIT ist jene, die uns dadurch Elohim näher bringt, dass wir „von oben geboren werden/noléd mi’le‘málah“ wenn wir den Messias/Maschíach Ieschúa annehmen. Das erweckt unseren schlafenden Rúach/Geist.  Wir bekommen eine neue Natur, die geistliche. Uns bleibt jedoch noch ein großes Hindernis. Wir müssen unsere Seele zerbrechen lassen, die sich zwischen unseren Geist/Rúach und Ieschúa, der in uns wohnt, stellt. Wenn wir „den äußeren Menschen“, wie der Rav Schául (Paulus) es nennt, nicht zerbrechen lassen, wird dieser immer in unsere Kommunikation mit Elohim dazwischenfunken.
Beides bedeutet eine lebenslange und tagtägliche Arbeit. Aber es lohnt sich, weil es das Einzige ist, was wir, wenn unsere Zeit gekommen ist, bei Elohim zu wohnen, mitnehmen werden.
Erst in dieser letzten Etappe, (für jene die wir sie erreichen), werden wir beginnen, die „Warums“ von allem zu verstehen, was - sowohl uns, als auch anderen - auf dieser Erde passiert. Wie dem Moschéh/Mose wird uns anvertraut werden, einen Teil Seines Volkes zu führen, jedoch mit einer viel größeren Chachmáh/Weisheit, als wir sie im Moment haben, weil wir sie gesucht und einen Preis für sie bezahlt haben.
Visto 66 veces

Deja un comentario

Asegúrate de llenar la información requerida marcada con (*). No está permitido el código HTML. Tu dirección de correo NO será publicada.

Please publish modules in offcanvas position.