Viernes, 19 Octubre 2018 09:59

PARASCHÁH 3 LECH LECHÁH / ZIEH HIN!

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DAS WELTWEITE MESSIANISCHE JUDENTUM ELOHÍMS VERBREITEN DURCH IESCHÚA

PARASCHÁH 3
LECH LECHÁH / ZIEH HIN!

11. TAG DES 8. MONATS DES JAHRES 5779
20. OKTOBER 2018

Torahlesung: Be‘Reschít / Im Anfang / „1.Mose" 12,1-17,27
Haftaráh: Ieschaiahu /„Jesaja“ 40,27-41,16

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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KOMMENTAR DER PARASCHÁH

EINEN GESUNDEN VERSTAND HABEN

 

 

Wenn wir das Verhalten Avráms aufmerksam betrachten, sehen wir, dass er nicht protestierte, und ADONAI nicht um Erklärungen zu dessen Anordnungen bat. Nichts in der Torah deutet darauf hin, dass er nervös wurde oder aus der Haut fuhr im Angesicht des Auftrags ADONAIs. Wenn wir bedenken, oder besser noch, „wenn wir uns in seine Sandalen stellen“, dann sehen wir, dass Avrám einen absolut gesunden Verstand gehabt haben muss, um all das zu tun. Stellen wir uns einmal vor, in seiner Situation zu sein. Plötzlich, von einem Tag auf den anderen, bittet Elohim uns, umzuziehen (im Alter von 75 Jahren, vergessen wir dieses „kleine“ Detail nicht!). Elohim trägt uns auf, unsere Familie zu verlassen, und in ein fremdes, unbekanntes Land zu ziehen, von dem wir noch nie vorher etwas gehört haben! Wenn wir darüber nachdenken, kommen wir zu dem Schluss, dass Avrám einen SEHR gesunden Verstand gehabt haben muss, dass er mental SEHR gesund gewesen sein muss. 

Ein gesunder Verstand ist ein schwer zu findender Schatz, besonders heutzutage, wo alles immer hektischer wird und alle immer „weniger Zeit haben“ und sich immer mehr Sorgen machen. Mancher schiebt (von den falschen Lehren des Christentums unserer Vergangenheit beeinflusst) alle Schuld dem Teufel in die Schuhe („Satan hat mich dazu getrieben, das zu tun“). Wir behaupten nicht, dass der Widersacher/ha‘satán uns nicht angreift. Wir selbst lehren in unseren Seminaren, wie man sich gegen ihn zur Wehr setzt. Wir sind jedoch dagegen, ihm die Schuld für das zu geben, wofür wir allein verantwortlich sind. Und einen gesunden Verstand zu haben ist Teil dieser Verantwortung, die wir tragen. Ich denke, es ist an der Zeit, aufmerksamer zu sein und diesen Bereich genauer unter die Lupe zu nehmen, denn in unserem Kopf (Verstand/Gedanken) finden die heftigsten und schwierigsten Probleme unseres Lebens statt. 

IN 4 SCHRITTEN ZU UNSERER MENTALEN REINIGUNG

Da diese Parascháh in die Tat umgesetzt werden soll, geben wir hier 4 praktische Schritte an, die uns helfen sollen, dieses mentale Wachstum zu erreichen, ohne allzuviel zusätzlich zu erklären, denn dazu wäre ein Buch nötig. Diese 4 Schritte sind: (1) mentaler Friede durch mentale Reinigung, (2) Verse aus dem TANÁCH (der Heiligen Schrift) wiederholen, (3) heilsame Erinnerungen, und (4) zum „effizienten Optimisten“ werden. 

1. SCHALÓM SICHLÍ / MENTALER FRIEDE

Jegliche Ausrichtung auf diesen mentalen Frieden/Schalóm Sichlí muss mit mindestens einer Vorstellung davon beginnen, was dieser Friede/Schalóm bedeutet. Möglicherweise rührt 90% unserer Nervosität, Unruhe und fehlendem Schalóm Sichlí von mentaler Unordnung und kommt aus einem Verstand, der von negativen Passionen kontrolliert wird wie z.B. Wut, Unversöhnlichkeit, Schuld und/oder unsere Instinkte, die Beachtung suchen. Ein erfolgreiches Programm zur mentalen Besserung sollte also täglich, vornehmlich morgens nach dem Aufstehen ablaufen. Gleich nach dem Frühstück sollten wir schon anfangen, (wenn das bei uns der Fall ist) für negative Gefühle, die uns mental beeinträchtigen, um Vergebung zu bitten.

Ein solches Gebet könnte in etwa wie folgt aussehen:

„Be‘Schem Ieschúa ha‘Maschíach/Im Namen Ieschúas, des Messias, segne/preise ich Dich, ADONAI an diesem Morgen, und bitte Dich, dass Du allen Hass, alle Wut und Unversöhnlichkeit, die Unruhe und den fehlenden mentalen und körperlichen Frieden, die Unruhe meines Körpers und Geistes und alles, was mein Gebet und meinen mentalen Frieden/Schalóm Sichlí an diesem Morgen behindert, aus meinem Herzen und meinen Sinnen entfernst. Ich entsage allen diesen Dingen. Ich will sie nicht mehr haben;  Ich bitte Dich darum. Und ich preise Dich, denn ich weiss, dass Du deinen Heiligen Geist/Rúach ha‘Qódesch senden wirst, um die mentale Luft meiner Gedanken zu reinigen. Du wirst einen frischen Luftzug vom Berg/Har Tzíon bringen, den Heiligen Wind/Rúach ha‘Qódesch, der alle negativen Empfindungen aus meinem Verstand und meinen Gedanken wegfegen wird. Be‘Schem Ieschúa ha‘Maschíach/Im Namen Ieschúas, des Messias, segne/preise ich Dich und sage Dir Dank, weil Du dies tun wirst, wenn es Dein Wille ist. Amen“. 

Mentaler Friede/Schalóm Sichlí (vom Hebräisch Séchel=Intelligenz) entspringt aus einem sauberen Kopf und reinen Gedanken, aus einem Verstand, der frei ist von äußeren Verwirrungen. Dieses und ähnliche Gebete werden von Elohim beantwortet und wir werden unseren Verstand und unsere Sinne reinigen. Wir werden die mentale Luft unserer Gedanken reinigen, die verpestet ist mit Dingen, die nicht dahin gehören, aber da sind, weil wir es zugelassen haben. Egal in welcher Art von Konflikten wir uns befinden, die einzige Lösung ist, vorher unsere Gedanken und Sinne zu reinigen. Wir erreichen den mentalen Frieden/Schalóm Sichlí nicht, bevor wir nicht handeln. Das Gebet ist eine sehr starke Waffe, um diese Schalóm Sichlí, diese Oase zu erreichen, die wir brauchen, um jeden Morgen zur Arbeit oder an unsere Aufgaben zu gehen oder unser Studium aufnehmen. Wenn wir diesen mentalen Frieden/Schalóm Sichlí nicht haben, sind wir schlecht ausgerüstet für die Kämpfe, die dann nur noch mehr Unordnung schaffen und nur noch mehr „unsere mentale Temperatur erhöhen“. Eine Beruhigungs-Tablette oder -Spritze wird uns nicht den so dringend benötigten mentalen Frieden/Schalóm Sichlí bringen. Nur Elohim kann ihn uns geben. Und das erreichen wir nur, wenn wir unsere Sinne vorher von all unseren negativen Gedanken und Gefühlen entleeren. Wir lehren hier keine „Meditation“, noch irgendeine andere dieser orientalischen Techniken, die unsere Sinne der bösen geistlichen Welt öffnen. Was wir hier lehren ist, den mentalen Müll loszuwerden, genau so, wie wir jeden Tag den Müll aus unserer Wohnung schaffen, damit die Müllabfuhr der Stadtverwaltung ihn abholt und entsorgt. Dies ist eine praktische Technik, die wir anwenden können, nachdem wir obiges Gebet gesprochen haben. 

Wir könnten etwa folgendes anhängen: „ADONAI, be‘Schem Ieschúa ha‘Maschíach/Im Namen Ieschúas, des Messias werfe ich alle negativen und schädlichen Gedanken und Gefühle in diese mentale Mülltonne. Ich bitte Dich, dass einer Deiner Engel/Malachím den Deckel auf diesen ganzen Müll tut und die Mülltonne mitnimmt und entsorgt. Ich will diese negativen Gedanken nicht mehr denken noch diese negativen Gefühle empfinden“. 

2. VERSE AUS DEM TANÁCH WIEDERHOLEN

Eine zweite Technik, um den mentalen Frieden/Schalóm Sichlí zu erreichen ist, täglich Verse aus dem Tanach zu wiederholen, die über Schalóm/Frieden reden: 

Einige Verse, um Schalóm Sichlí zu erreichen sind:

Tehiláh/Psalm 37,7a: „Warte auf ADONAI und vertraue auf Ihn / Dóm le‘ADONÁI we hithalél ló / דום ליהוה והתחולל לו „. 

Ba‘Midbár/In der Steppe/„4.Mose“ 6,26: „Er wende Sein Angesicht dir zu und gebe dir Frieden / Isá panaió eléicha we‘iasém lecha Schalóm / ישׂא יהוה פניו אליך וישׂם לך שׁלום”.

3. HEILSAME ERINNERUNGEN

Eine dritte Technik die funktioniert ist, uns an unvergessliche freudige oder friedvolle Ereignisse in unserem Leben zu erinnern. Zum Beispiel: ein Tag am Strand oder in den Bergen, oder das Gesicht unserer geliebten Tochter oder Enkelin oder unseres Sohnes als Baby, oder irgendeine andere Begebenheit oder Mitmensch, der uns im Gedächtnis geblieben ist, oder besser noch, im Herzen. Dies ist das Gegenstück zu dem, was wir zu Anfang getan haben, als wir uns entleert haben von allem Negativen. Nun füllen wir unsere Gedanken mit positiven und angenehmen Erinnerungen, die unser allgemeines Wohlbefinden verbessern. 

4. ANHALTENDER ENTHUSIASMUS

Eine vierte Technik ist: einzuüben, anhaltenden Enthusiasmus zu haben. Depressionen haben ihren Ursprung oft darin, dass wir in unserem Leben auf kein Ziel hinarbeiten. Oder aber (wenn wir ein Ziel haben) wir haben unserem Körper (und besonders unserem Verstand) dieses Ziel nicht mitgeteilt. Die Seelen und Sinne vieler Menschen sind zu sehr von der Routine und Langeweile eingenommen. Und als Folge davon finden wir in unserem Leben nichts Interessantes mehr. Nichts begeistert uns. Und das kann unser mentales Leben zugrunde richten. Wir sollten Enthusiasmus und Freude schaffen, selbst wenn es nicht in uns steckt. Dies ist der Motor eines gesunden und produktiven Lebens. Wenn Sie am Morgen schon gelangweilt und schlecht gelaunt aufstehen, wie wird Ihr Tag dann wohl werden? Sie werden schon am frühen Nachmittag müde sein, weil Ihr Tag ja „so langweilig“ ist. Wir dürfen ADONAI be‘Schem Ieschúa ha‘Maschíach/im Namen Ieschúas, des Messias bitten, dass Er uns mit Enthusiasmus und Óscher/Freude für den ganzen Tag füllt. Enthusiasmus ist so ansteckend wie Grippe! Stecken Sie doch andere mit Ihrem Enthusiasmus an! 

Es gibt eine Anekdote, die von dieser menschlichen Tendenz spricht. Ein Mann zieht in eine neue Gegend. Als er aus seiner neuen Wohnung tritt, sieht er einen alten Mann, der auf einem Stuhl vor seinem Haus sitzt. Nachdem er ihn begrüßt hat und erfahren hat, dass dieser schon 50 Jahre am Ort wohnt, fragt er ihn: „Sagen Sie mal, wie sind denn die Leute hier so?“ Der Alte antwortet darauf: „Wie waren die Leute denn in dem Ort, wo Sie vorher gewohnt haben?“ „Ah, die Leute da waren mürrisch und unangenehm. Dort hatte fast niemand Freunde“ antwortet der Neuankömmling. Darauf erwidert der Alte sarkastisch lächelnd: „Hier sind sie genauso“. 

DER EFFIZIENTE OPTIMIST

Das Wort „Optimismus“ kommt vom Latein „optimus“ = „das Beste“ und ist eine mentale Haltung. Wir können in jedem Bereich optimistisch, effizient und tatkräftig sein. Der „Tatkräftige“ ist jener, der seine Aufgabe anpackt und gut macht. In diesem Fall sollten wir in unserer optimistischen Haltung tatkräftig sein. Der „Leistungsfähige/Effiziente“ dagegen ist jener, der mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln und Techniken jene auszuwählen weiss, die ihn schneller und besser ans Ziel bringen: optimistischer zu sein. Der berühmte Spruch: „Don’t worry, be happy!“/„Mach dir keine Sorgen, freu dich!“ Ist nicht effizient. Es ist einfach nur eine dumme, oberflächliche Formel. Solche „billigen“ Formeln sollten wir aussortieren, und bessere Techniken erkunden, um Optimisten zu werden. Wir sollten unserem Pessimismus, der genetisch veranlagt sein kann, keinen Raum geben und zur Freude durchdringen. 

Dies ist Teil unseres Wachstums im mentalen Bereich, der fast so wichtig ist, wie unser geistliches Wachstum, denn der Widersacher/ha‘satán greift uns kontinuierlich im mentalen Bereich an. Wenn wir diesen vernachlässigen, können wir auch geistlich nicht wachsen. Der messianische Jude ist in der Position eines Feuerwehrmanns, der fast gleichzeitig mehrere Notrufe empfängt. Wenn er mit seinem Wagen zu dem ersten Brand zum Löschen fährt, ist keiner auf der Station, wenn das Telefon klingelt wegen dem zweiten Brand, dem dritten, usw. Unsere Sinne „fangen oft sehr leicht Feuer“. Deshalb müssen wir lernen, auf sie Acht zu haben. 

ENTHUSIASMUS AUFKOMMEN LASSEN

Das Problem für viele von uns ist: woher nehme ich Enthusiasmus? Oder: Enthusiasmus wofür? Hier kommen zwei Faktoren ins Spiel: unser Wille und unsere Perspektive der Dinge. Wie eine Münze hat alles zwei Seiten: eine gute und eine schlechte. Enthusiasmus eignet man sich an, und sei es mit Gewalt, indem man sich auf die guten Dinge konzentriert und die schlechten ausblendet. So schieben wir die schlechten Dinge, die wir sehen, hören oder denken beiseite (wie wir uns von einem Betrunkenen abwenden, der nach Alkohol stinkt). 

Wir sind, was wir zu sein glauben. Wenn Sie sich für intelligent halten, dann liegen Sie richtig! Wenn Sie sich dagegen für ein Genie halten, dann liegen Sie auch richtig! Warum sagen wir das? Weil derjenige, der sich für dumm hält, auch wie ein Dummer handelt und sich dem anpasst, wie er sich selbst sieht, in diesem Fall: dumm. Wer sich für ein Genie hält, wird handeln und denken wie ein Genie und sich dem Genie anpassen und im Leben zweifellos vorankommen. Wir sind alle besser als wir denken. Genauso die Anderen. Wenn wir den Anderen für unangenehm und stolz halten, werden wir all seine Handlungen als Produkt eines unangenehmen und stolzen Menschen interpretieren. 

DIE 4 EIGENSCHAFTEN EINES OPTIMISTEN

Wir sollten uns angewöhnen, das, was uns passiert, optimistisch zu interpretieren. Vielleicht ist dies genau das Gegenteil von dem, was wir bisher getan haben. Unser Leben ist voller Ereignisse, Menschen, Träume, Wünsche, Ansichten, Ursachen und Folgen, die sich aneinander reihen wie Flugzeuge auf einem Flughafen, die auf ihre Starterlaubnis warten. Egal, was wir von all dem halten, wir konzentrieren uns notgedrungen auf einige wenige dieser Dinge und auf andere nicht. 

Der effiziente Optimist konzentriert sich auf Ereignisse, Menschen, Ansichten, Träume und Wünsche, die ihn erfreuen, beglücken und begeistern und die ihn kreativ inspirieren und zu einer positiven Haltung anspornen. Der Pessimist konzentriert sich natürlich auf das Gegenteil. Beide halten sich für „realistisch“. Das bedeutet nicht, dass wir die negativen Dinge, wenn sie passieren, nicht beachten sollen. Eine Sache ist jedoch, etwas zu beachten und eine ganz andere ist, SICH „ZUFÄLLIG“ IMMER AUF DAS NEGATIVE ZU KONZENTRIEREN. Der Pessimist hat die Tendenz, zu verallgemeinern. Wenn etwas schief geht, sagt er sich: “Ich bin ein Trottel. Ich kann gar nichts. Ich werde nie im Leben siegen“. Der Optimist macht im Angesicht eines Versagens das, was wir in einer Parascháh geraten haben: Er analysiert sein Handeln, um zu sehen, was er falsch gemacht hat und wie er das in Zukunft vermeiden kann. Es liegen Welten zwischen diesen beiden Haltungen. 

Das zweite, was der Optimist macht ist: ständig seine Grenzen zu erweitern. Er ist nie zufrieden mit dem aktuellen Zustand. Er will immer mehr über das hinauswachsen was er bisher ist und hat. Alles, was wir in diesem Leben erreichen wollen, müssen wir in kleine Stückchen aufteilen und dann an jedes einzeln herangehen. Sonst verzweifeln wir nur und tun gar nichts. Die Optimisten sind jederzeit mental offen, irgendetwas anzupacken, egal, was andere denken und für wie schwer oder unmöglich andere es halten. Ja, sogar ganz im Gegenteil, je mehr Oposition sie erfahren, um so mehr reizt Optimisten die Herausforderung. 

Das dritte, was ein Optimist hat, ist das Empfinden, dass alles möglich ist. Der Pessimist ist immer eingeschränkt in seinem Verstand und glaubt, dass der Reiche reich ist, weil er den Armen bestohlen und ausgeraubt hat. Der Optimist versteht instinktiv, dass der Reichtum groß ist und dass man niemanden ausrauben muss, um Reichtum zu erwerben. Man kann ihn auch produzieren. – Anbei sei erwähnt, dass die erwähnte pessimistische Vorstellung, wie Reichtum erworben wird, in Lateinamerika sehr verbreitet ist, während die optimistische Haltung in den USA weiter verbreitet ist, wo die Menschen auf diese Weise reich geworden sind. 

Das vierte, was der Optimist hat, ist Selbstvertrauen und Vertrauen in das, was Wert hat. Selbst unter den widrigsten Umständen des Lebens, wenn der normale Mensch (der kein Pessimist ist) keinen Ausweg mehr sieht, triumpfiert der Optimist. Die Erfahrungen von Juden, die die Todeslager der Nazis überlebt haben, reden von diesem Optimismus selbst unter so unmenschlichen Bedingungen. Sie erzählen von einem Vertrauen und einem Optimismus, der selbst die in dieser Welt sichtbar gewordene Hölle (die jene Todeslager waren) übertraf. Die Folge ist, dass sie überlebten, Familien gründeten, Kinder hatten und Enkel und wieder lächeln konnten, fast als wäre nichts geschehen. Einer dieser Überlebenden vergleicht den Optimismus mit einer Brille: Wenn man sie aufsetzt, sieht man die Mitmenschen freundlicher und besser als sie sind — und er setzt nach — ist das nicht besser?

Diese Eigenschaften des effizienten Optimisten sind Charaktereigenschaften, die wir nachahmen und in unsere Persönlichkeit integrieren sollten. Es geht um den Entschluss, Optimist zu sein, was etwas viel beständigeres ist, als ein Wunsch oder eine Absicht. Der Unterschied zwischen der Absicht und dem Entschluss ist, dass wir ETWAS UNTERNEHMEN, nicht nur etwas wünschen. Wir TUN etwas, wir FÜHREN EINEN FESTEN PLAN DURCH, um uns zu verändern und Optimist zu werden. Dieser Plan ist in dieser Parascháh vorgezeichnet und wird uns auf die unmittelbare Zukunft vorbereiten, wenn die extremen Erfahrungen, die wir erwähnt haben, sich wiederholen werden. Der große Vorteil den wir haben ist, dass Elohim mit uns ist und uns hilft, auch mental und geistlich zu überwinden.

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