Viernes, 05 Octubre 2018 09:01

PARASCHÁH 1 BERESCHÍT / IM ANFANG

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DAS WELTWEITE MESSIANISCHE JUDENTUM ELOHÍMS VERBREITEN DURCH IESCHÚA

PARASCHÁH 1
BERESCHÍT / IM ANFANG

27. TAG DES 7. MONATS DES JAHRES 5779
6. OKTOBER 2018

Torahlesung: Be‘Reschít / Im Anfang / „1.Mose" 1,1-6,8
Haftaráh: Ieschaiahu /„Jesaja“ 1,1

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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Be‘Reschít/”1.Mose” 1:1: “Be‘Reschít bará Elohím et ha‘Schamáim ve‘et ha‘Áretz…/Im Anfang schuf Elohím die Himmel (pl.) und die Erde…”

KOMMENTAR DER PARASCHÁH

ERST „HA’SCHAMÁIM“ UND DANACH „HA‘ÁRETZ“

In diesem himmlischen Beginn des Buches der Bücher/Séfer ha‘Sfarím (dem Tanách) gibt es etwas Beachtenswertes von tiefer Bedeutung: Ein Mensch beginnt, wenn er etwas baut, normalerweise von unten nach oben. Bei einem Haus wird zuerst das Fundament gelegt, und dann darauf der Rest des Hauses gebaut. Elohím machte es jedoch genau umgekehrt: zuerst schuf Er aus dem Nichts (das ist es was „bará“ bedeutet= erschaffen aus dem Nichts) die Himmel/ha‘Schamáim, und dann „ging Er runter“ und schuf aus dem Nichts/bará das Universum/ha‘Áretz. Warum? Lassen Sie uns zuerst die beiden Ausdrücke definieren: „ha‘Schamáim“ ist, was man in Physik als „Zeit-Raum-Schwerkraft“ kennt, der äußere Rahmen, welcher der Energie-Materie (dem INHALT, „ha‘Áretz“) als BEHÄLTER dient. Sonst hätte es ja auch keinen Sinn, dass im selben Kapitel in Be‘Reschít nach einigen kosmischen „Tagen“ stände, dass Elohím die trockene Erde schuf. Daraus können wir ersehen, dass sich „ha‘Áretz“ auf die Materie und die Energie bezieht, von der Einstein in seiner berühmten Formel E=mc2 sprach (Energie ist gleich Masse mal Lichtgeschwindigkeit hoch zwei) und nicht die Erde, noch „Israel“ (wie „ha‘Éretz“ an anderer Stelle zu übersetzen ist). 

Es bleibt gleichfalls die Frage: Warum schuf Elohím (im Gegensatz zu uns) zuerst den BEHÄLTER aus Nichts und danach den INHALT? Die Antwort hat mit Dialektik zu tun, mit der Denk- und Handelns-Weise Elohíms. Es existiert eine Dialektik von Bewegung und Wachstum zwischen Behälter und Inhalt des Universums. Als Elohím zuerst den Behälter schuf, legte Er die Grenzen des Universums fest, sowohl des physischen, wie des geistlichen. „Bis hierher reicht das Universum. Und es hat DIESE Form, und keine andere. Und in diesen Behälter kommt DIESER Inhalt und kein anderer.“ Dass der Behälter (Raum und Zeit), „ha‘Schamáim“, zuerst erschaffen wurde, liefert uns die Rahmenbedingungen dieses erschaffenen Universums, auβerhalb dessen es keine Raum-Zeit-Schwerkraft mehr gibt. Zuerst den Behälter zu schaffen bringt auch mit sich, dass dieser die Bedingungen schafft, um den Inhalt aufzunehmen. Genau dasselbe gilt für alle Ordnungen des Universums und unserer Welt. Die Gebährmutter der Frau ist der Behälter, der das Baby empfängt und entsteht lange vor dem Inhalt, dem Baby. So ist auch die berühmte, scheinbar paradoxe, Frage beantwortet, was zuerst erschaffen wurde, das Ei oder die Henne. Zuerst kam natürlich der Behälter (die Henne) und dann der Inhalt (das Ei). Ende des Pradoxums“! Die Schöpfung Elohíms folgt Mustern, und zwar immer! Und diese Muster besagen: 1. Behälter und 2. Inhalt. Immer dasselbe Muster! 

Welches ist der Behälter des Universums? Was repräsentiert er? Der Behälter des Universums repräsentiert eine Reihe von künftigen Inhalts-Begrenzungen, eine im Voraus festgelgte Grenze für den Inhalt. Das bedeutet, dass der Inhalt nicht mehr jedwelche Gröβe haben kann, noch ohne Ende weiter und weiter wachsen kann, noch kann er nach links oder rechts ausscheren. Der Inhalt muss sich dem Behälter anpassen, der vor ihm geschaffen worden ist. So repräsentiert der Behälter, „ha‘Schamáim“ (Raum-Zeit-Schwerkraft), die Bestimmung des Universums und zeichnet seinen Kurs vor, sowohl in Raum wie in Zeit (obwohl die Zeit an sich ein Raummaβ ist, da es ja einen Raum auβerhalb von sich selbst braucht, den der Sonne, um eine sphärische Bewegung der Erde zu messen). Genauso zeichnet, wenn sich die Gebährmutter in einer künftigen Mutter formt, diese die Bestimmung des Babys in diesen drei Bereichen vor, sowohl die genetischen Faktoren, wie das Temperament, wie die mentalen und geistlichen Faktoren, sowie seine zuküntige Entwicklung als Erwachsener. 

Dasselbe geschieht mit einer Idee, einem Plan, einem Entschluss oder einem menschlichen Glauben. Wenn wir, abgesehen von einer Idee, Vorstellung, einem Plan, Entschluss oder menschlichen Glauben die Absichten, Grenzen, Ziele, Bedingungen, Interrelationen der verschiedenen Teile untereinander IM VORAUS bedenken, wird es viel effektiver und genauer sein, als wenn wir erst Ideen entwickeln, ohne eine Ahnung davon zu haben, wie das Ende des Weges aussieht.  Obwohl wir oft den Weg vom Behälter zum Inhalt und vom Inhalt zum Behälter mehrmals gedanklich zurücklegen müssen, um die Verbindungen zwischen beiden festzustellen und um die Idee oder den Plan zu verwirklichen. Dies ist im Inhalt des dialektischen Gedankens selbst enthalten, der in Bewegung besteht, nicht in einer statischen Situation. Das Schiksal formt sich in der Bewegung, aber nicht in einer irrenden Bewegung, die nicht weiβ, wohin sie sich wendet, sondern in einer berechneten Bewegung, die zwischen dem Sein, der Essenz (dem Inhalt, „ha‘Áretz“) und dem Schein, dem äußeren Anschein (dem Behälter, „ha‘Schamáim“) wechselt. Es ist eine Bewegung vom Bekannten zum noch Unbekannten und umgekehrt, einmal und noch einmal. Auf diese Art und Weise eignen wir uns Wissen an. Jedes Mal, wenn sich die Bewegung zur Essenz wendet und dann zum äußeren Anschein, ist sie komplexer geworden und hat einige Schritte auf dem Weg zu ihrer Bestimmung im Plan Elohíms getan. Jede Schöpfung handelt von Behälter-schaffen, was dazu führt, dass die Essenzen Form annehmen und sich entwickeln. Jede Formung eines Behälters steckt unsere Unwissenheit mehr ab, grenzt sie ein, was unsere Kapazität, jemals etwas zu verstehen, erhöht. Wenn wir innerhalb unserer Wissensbereiche bleiben, fühlen wir uns sicher. Sobald wir daraus hervortreten und zu verstehen versuchen, empfinden wir eine Mischung von Unruhe und Erstaunen. In diesem Hin und Her von Sicherheit und Erstaunen ist es, wo wir im Wissen und Verstehen zunehmen. Jede Frage enthält Bereiche der Unwissenheit. Wir müssen zuerst diese uns unbekannten Bereiche abstecken, damit die Essenz dessen, was wir wissen wollen, jedesmal konkreter. Die unbekannten Bereiche sind „ha‘Schamáim“, der Kontext unseres Problems, was uns umgibt, während der Wissensbereich „ha‘Áretz“ ist, die Essenz unserer Suche. 

Was ist das Ziel unseres Lebens? Unsere Bestimmung ist ein Schöpfungsakt Elohíms. Diese Bestimmung besteht aus „Inhalten“ wie z.B., ein „ha‘Áretz“ genannter „Glaube“, der zur Essenz unserer Persönlichkeit wird, und uns dazu bringt, Entscheidungen zu treffen, die uns zu unserer von Elohím bestimmten End-Bestimmung bringen. Diese Entscheidungen sind die „ha‘Schamáim-Behälter“. Die Behälter sind was uns erlaubt, die Inhalte zu halten und die Essenz zu zeigen. Ohne Behälter gäbe es keinen Inhalt. Ohne Entscheidungen gäbe es keinen Glauben. Der Entschluss, zu handeln (der Behälter) definiert uns in den Augen Elohíms und unserer Mitmenschen. Unser Glaube (der Inhalt) ist unsichtbar, er ist die Essenz unserer Persönlichkeit. 

Auβer einem vorherbestimmten Schiksal (Bestimmung) bedeutet die Tatsache, dass Elohím beschlossen hat, zuerst ha‘Schamáim (den Behälter) zu schaffen und DANACH den Inhalt, Priorität. Elohím sagt uns damit, dass etwas Priorität hat vor allem anderen. „Achte mehr auf die Himmel als auf die Erde, denn du wirst mehr Zeit oben bei Mir verbringen, als unten auf der Erde!“ Abgesehen von einer Serie von Glaubensentscheidungen muss unser Leben Priorität haben. „Ha‘Schamáim“, das geistliche Leben muss Vorrang haben vor „ha Áretz“. Wir verwechseln jedoch oft eine Priorität mit der anderen, und so entstehen Verbindungen mit dem weniger wichtigen Teil unseres Lebens. Und so vernachlässigen wir den Schlüsselbereich unseres Lebens, nämlich unsere Beziehung zu Elohím. 

Deshalb schuf Elohím zuerst „ha‘Schamáim“, um danach „ha‘Áretz“ zu schaffen. Dasselbe tat Er auf der Erde: zuerst schuf Er die gesamte Erde und danach Israel für Avrahám und dessen Nachkommenschaft. Erst setzte Er die äußeren Grenzen Seines Reiches der Himmel/Mimschélet ha‘Schamáim fest und dann die inneren. Als das Volk Israel vollständig war, schuf Er etwas Neues, benutzte dazu jedoch dasselbe System. Er schuf den Heiligen Tempel/Béit ha‘Mikdásch in Jerusalem/Iruschaláim (die geistliche Essenz) im bereits geschaffenen Israel (der physischen Essenz), die sich inmitten aller Schein-Nationen befindet. Zu arbeiten erlaubt uns, uns selbst und unsere Familie zu bilden, um gute Juden zu werden. Hart zu arbeiten ist: die Nationen/Góim zu erschaffen. Zur Arbeit/Anbetung/Avodáh für Elohím zu gelangen ist jedoch: Israel zu erschaffen. Die Gebote/Mitzvót zu erfüllen oder die Toráh zu studieren ist gut. Seine Stimme zu hören und zu Seinen Füßen sitzend zu lernen ist jedoch noch viel besser. Die Gebote/Mitzvót zu erfüllen ist: Israel zu erschaffen. Seine Stimme zu hören ist: den Heiligen Tempel/Béit ha Mikdásch zu erbauen. 

Ein dritter Grund, weshalb Elohím zuerst „ha Schamáim“ und erst danach „ha‘Áretz“ geschaffen hat ist: weil ha‘Schamáim den äußeren Anschein von etwas repräsentiert, was es zu sein SCHEINT, während ha Áretz die Essenz ist, was es IST. Was für Adám vor dem Sündenfall durchsichtig und voller Licht/Ór/ אוֺר war, wurde nach dem Fall undurchsichtig und matt, Leder/Ór/עוֺר. Es ist bemerkenswert, dass beide Worte gleich ausgesprochen werden: „Ór“. Jedoch wird das erste mit Alef (א) geschrieben und das zweite mit Áin (ע). Was vorher durchsichtig war wurde nach dem Sündenfall undurchsichtig, mit Leder bedeckt. Seitdem müssen wir den Unterschied zwischen Schein und Sein (Essenz) ergründen. Ha‘satán/der Feind „schenkt“ uns gerne den Schein von allem, damit wir das Sein, die Essenz nie zu sehen bekommen! Die gibt er nämlich seinen „Kindern“. Elohím wünscht sich jedoch, dass wir die Essenz von allem sehen, und dass wir sie vom äußeren Anschein unterscheiden können. Deshalb stellte Er sie beide vor uns, damit wir einen Schritt vom äußeren-Anschein-annehmen weitergehen und mit Seiner Hilfe zum Sein, zur Essenz von allem vordringen. Wir jedoch scheinen uns weiterhin mit dem Schein der Dinge zu begnügen. 

Elohím benutzt diese Maske der Welt  (die hinter dem Schein versteckte Essenz), um sich zu verstecken, damit wir nach Ihm suchen, und damit jene, die nicht nach Ihm suchen, Ihn auch nicht finden können. Glaube/Emunáh hätte keine Bedeutung, wenn Elohím sichtbar wäre. Dazu bräuchte niemand Glauben. Gute Sicht würde genügen, um „Glauben/Emunáh“ zu haben, obwohl man das nicht mehr „Glauben/Emunáh“ nennen könnte. Deshalb versteckt Elohím sich hinter dem Schein, „damit wir uns nach Ihm sehnen“. Es ist unsere Bestimmung als messianische Juden, sowohl IHWH wie Ieschúa (den Messias und Leib Elohíms), der Welt, die Ihn kennenlernen will, zu offenbaren. Und die Aufgabe der Feinde Israels (Amalek) ist es, Seine Gegenwart in der Welt und Seine Existenz als Elohím der Juden zu verstecken. Dies ist die einzige raison d´etre  für die Existenz der modernen Amaleks: das ganze jüdische Volk dazu zu bringen, seinen Elohím zu verleugnen und dass die Heiden/Góim sagen: „Wo ist denn nun der berühmte jüdische Gott? Warum hilft Er Seinem Volk denn nicht, wenn sie Ihn brauchen?“ Aber Amalek wird nur für eine begrenzte Zeit siegen - bis wir, das jüdische Volk, uns „von ganzem Herzen und mit allem/meod“ Elohím zuwenden - und zwar nicht nur verbal, sondern ernsthaft und mit Umkehr/Teschuváh und Buße – und in dieser geistlichen und moralischen Position verweilen. In dem Moment wird Amalek verloren sein und verlieren, was er in diesen bitteren Tagen gewonnen hat. Elohím vergisst Sein Volk nicht! Weder die Juden nach dem Blut in Israel, noch die Juden nach dem Glauben (die messianischen Juden) in aller Welt. Er versteckt sich nur, damit wir uns bemühen, der heidnischen/gói Welt die Essenz der Realität Elohíms zu zeigen. Der einzige Faktor, der fehlt ist, dass unser Herz gerade ist und unsere Gewohnheits-Sünden ausbleiben - und Amalek wäre tot. Und bald wird er es auch sein, wenn Ieschúa unsere Kleider mit Seinem Blut reinwäscht. 

Schabát Schalóm!

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