Viernes, 08 Diciembre 2017 11:02

PARASCHAH WA‘IESCHÉV/UND WOHNTE

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 9
WA‘IESCHÉV/UND WOHNTE

21. DES NEUNTEN MONATS (KISLEV) DES JAHRES 5778
9. DEZEMBER 2017

Torahlesung: Be‘Reschít/Am Anfang/„1.Mose” 37,1 - 40,23
Haftaráh: Amós 2,6 - 3,8

Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

Copyright © 2017 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website im Internet zu besuchen: www.beitshalom.org. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschót und Bücher in spanisch, englisch und deutsch finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Parascháh ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohím geahndet.

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
UNSER ALLTÄGLICHES VERHALTEN

Obwohl Elohím in Ägypten/Mitzráim mit Josef war und ihm Gelingen gab sind ihm dort einige sehr harte Dinge passiert, wie wir in Be‘Reschít/Am Anfang/„1.Mose” 39,2-3 lesen können. Wie die Toráh es klar sagt, kam er überall und bei allen gut an (39,4). Elohím segnete sogar das Haus des Ägypters (39,5) einzig und allein weil Josef dort war. Die Frau seines Herrn bedrängte ihn, mit ihr zu schlafen, aber Josef weigerte sich und verließ eilig den Raum. Dabei ließ er ein Kleindungsstück zurück, das die Frau benutzte, um ihn anzuklagen, dass er es gewesen sei, der mit ihr habe schlafen wollen (39,17-19).  

Betrachten wir uns diese Situation von außen (objektiv), sehen wir die große Gefahr, die der Ruf Josefs lief, und wie jene, welche die Frau des ägyptischen Herrn hörten, Josef gesehen haben mögen. Wem würden Sie glauben, Josef oder der Frau des Ägypters? Die Toráh sagt uns jedoch die Wahrheit: es war die Frau des Ägypters, welche zur Sünde zu verleiten suchte und nicht Josef. Josef ließ sich nicht zur Sünde zerren, einzig und allein deshalb, weil er wusste, dass Elohím alles sieht, was passierte, und weil er sich rein halten wollte vor Elohím. 

In unserem Leben gibt es ähnliche Situationen, wo der Ruf eines Menschen der mit Elohím geht, auf dem Spiel steht. Und die Mitmenschen nehmen natürlich die einfachste Erklährung, selbst wenn die Dinge nicht ganz so sind, wie im Fall Josefs, der keinerlei Schuld hatte. Außerdem ist Josef ein gutes Beispiel davon, wie wir auf Versuchungen reagieren sollten: mit Furch vor Elohím. 

Folge der Lüge war, dass Josef ins Gefängnis kam. Aber selbst da war Elohím mit ihm (39,23). Und er bekam die Verantwortung über alle anderen Gefangenen übertragen. 

Eine der Lehren, die wir aus dieser Episode ziehen können ist: dass Elohím, wenn wir mit Ihm sind, die Dinge in die Hand nehmen und uns helfen wird, den Missverständnissen zu entkommen, egal wie schwerwiegend diese auch sein mögen. 

Eine weitere Lektion hat mit dem Feind zu tun. Wenn wir im Rahmen dessen, was Elohím uns als Lebensstandart geboten hat, bleiben (wie im Fall Josefs) und nicht tun, was die Umwelt uns praktisch vorschreibt, dann kann es geschehen, dass der Feind es uns schlecht gehen lässt weil wir den Willen Elohíms und das Richtige getan haben. Genau das ist Josef erging. 

Eine dritte Lektion hat mit dem Endresultat zu tun. Wenn wir mit Elohím sind und uns an Seine Anordnungen halten, dann wird am Ende alles gut; und alles beinhaltet außerdem eine Lehre für uns, wenn wir sie zu finden wissen. 

Eine vierte Lektion hat damit zu tun, sich an die Wahrheit zu halten. Die Frau Potifars log und berichtigte ihre Lüge nie. Dies brachte Josef eine ungerechterweise lange Zeit im Gefängnis ein. Wir sollten immer die Wahrheit reden. 

EIN PAAR LEKTIONEN FÜRS LEBEN, DIE JOSEF SCHON GELERNT HATTE

In Kol.3,12-17 finden wir ein paar Lebensregeln, die Ieschúa-Elohím uns gegeben hat. Wenn wir uns an sie halten, werden wir von Elohím beschirmt leben, wie Josef, und werden Seinen Schutz genießen, egal was der Feind gegen uns plant. 

Kol.3,12: „Ziehet nun an als Auserwählte Elohíms, Heilige und Geliebte, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld“. 

„Anziehen“ ist ein Hebraismus und bedeutet „sich verhalten“: nehmt die Einstellung und die Gewohnheit Auserwählter Elohíms an, die für Ihn ausgesondert sind. Wenn wir uns von Ihm erwählt und für Ihn ausgesondert fühlen, dann werden unser Verhalten und unsere Vision des Lebens total anders sein als die jener, die sich von der andersgläubigen Umwelt leiten lassen und nur nach außen mit Elohím sind (sie behaupten es, sind es aber nicht innig und von Herzen, indem sie jedes Wort und jede Anweisung von Ihm befolgen) oder die jener, die Ihn einfach nicht kennen. 

Warum steht hier „herzliches“ Erbarmen? Weil wir oft im Leben großes Erbarmen benötigen, um jenen zu vergeben, die uns (oft nicht-wieder-gutzumachenden) Schaden zugefügt haben. Elohím verlangt jedoch von uns dieses Erbarmen, wie Er es uns gegenüber hat, ein unendliches Erbarmen, voller Vergeben und Liebe. 

Die Freundlichkeit, von der hier die Rede ist, ist: alles gutgemeint zu sehen, mit einer positiven Einstellung, die bereit ist, von vornherein selbst das Schädliche und Bösgemeinte als gut zu empfinden, weil wir auf der Seite Elohím stehen und Er so ist. Er hat all diese Charaktereigenschaften/Midót. 

Wir wollen hier nun die Geduld ansprechen. Genau wie Elohím benötigen wir ein großes Maß an Geduld mit jenen, die Jahre brauchen, um etwas zu lernen, wofür andere nur Tage oder Monate brauchen. Wir sollten verstehen lernen, dass wir nicht alle im selben Rhythmus leben und empfinden. Manche von uns verändern sich schnell. Andere brauchen Jahre, um nur einen Bruchteil zu verändern und sich der Wahrheit Elohíms, die man uns zeigt und lehrt, anzupassen. Doch auch dies sollten wir als Teil der Menschheit annehmen, die Elohím zu Seiner Ehre geschaffen hat. 

Kol.3,13: „ertragt einander und vergebet einander, wenn einer gegen den andern etwas zu beklagen hat. Gleichwie Maschíach euch vergeben hat, also auch ihr“. 

Unter uns messianischen Juden sollten wir einander erst recht vergeben und aushalten, wie es sich für Glaubensgeschwister gehört. Unser Temperament kann uns in einem Augenblick explodieren lassen. Doch sollten wir dafür Buße tun und jenen vergeben, die uns gereizt haben, so dass wir aus der Haut gefahren sind, indem wir sie ertragen und ihnen vergeben, genau wie Elohím uns erträgt und vergibt, wenn wir Seine Vergebung und Seine Hilfe wollen. Wir haben nicht alle dasselbe Temperament und denselben Charakter. Jedoch sollen wir alle dieselbe Ausdauer und Vergebungsbereitschaft gegenüber unseren Familienangehörigen und Glaubensgeschwistern entwickeln. 

Kol.3,14: „Über all dies aber ziehet an die Liebe, welche die perfekte Verbindung ist“. 

Die geistliche Liebe Elohíms zusammen mit unserem Willen bilden die perfekte Verbindung zwischen den Menschen, die mit Elohím wandeln, denn Elohím ist voller Liebe und Erbarmen. Aus Ihm fließt all dies, umgeben von einem Licht, das durchdrungen ist von diesen Gefühlen und von Macht von Oben. „Die Liebe kann alles, erträgt alles“, versteht alles, schließt alles mit ein, vergibt alles“. 

Wir dürfen darum bitten, dass diese geistliche Liebe Elohíms uns täglich und den ganzen Tag lang begleiten möge, um so die Angriffe des Feindes und die Prüfungen, denen wir ausgesetzt sind, ertragen zu können. 

Kol.3,15: „Und der Friede/Schalóm Elohíms regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in einem einzigen Leib; und seid dankbar!“ 

Der Friede/Schalóm Elohíms kommt von Ihm und nicht aus unserer fleischlichen und unvollkommenen Natur. Er ist ewiger, unveränderlicher tiefer Friede/Schalóm und Liebe/Ahaváh. An Seinen Frieden/Schlalóm müssen wir uns wenden, wenn er uns fehlt und wenn die Schicksalsschläge in unserem Lebens uns jenen Frieden/Schalóm rauben, der alles beruhigt, der alles überdeckt. 

Kol.3,16: „Das Wort des Messias/Maschíach wohne reichlich in euch, indem ihr einander mit aller Weisheit/Chachmáh lehret und ermahnet; Elohím von Herzen Loblieder/Tehilím, Hymnen und geistliche Lieder singend“. 

Ieschúa ha‘Maschíach wohnt bereits in unserem Geist/Rúach. Wir wissen es oft nur nicht oder leben so, als wüssten wir es nicht. Wir ignorieren Ihn, und verpassen so einen geistlichen Schatz, der in uns lebt und unser Leben regieren könnte und sollte: Sein in Seinem Wort ausgedrückter Wille, sowohl in Lobliedern, wie in Lieder in geistlichen Sprachen. 

Kol.3,17: „Und alles, was ihr tut, sei es mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen Ieschúas, unseres Herrn, und danket Elohím-Vater durch Ihn“

Dies ist die letzte Lehre dieses Abschnittes: alles was wir tun, „be‘Schém Ieschúa ha‘Maschíach/im Namen Ieschúas des Messias“ zu tun. Dies bedeutet, offiziell alles für Ihn zu tun, immer für Ihn, unserem Aba/Papi dankend indem wir Ieschúa in uns lebend haben, in unserem Geist/Rúach. 

Alles Aufgezählte sollten wir im täglichen Gebet durch das in Kol.1,9-11 zu Lesende erbitten: beten, indem wir darum bitten, erfüllt zu werden mit der Erkenntnis Seines Willens in aller Weisheit und geistlichem Verständnis/Vináh, damit wir uns verhalten wie es Ihm gefällt, in allem guten Werk/Mitzwáh Frucht tragend und täglich wachsend in der Erkenntnis Elohíms, gestärkt mit aller Macht, Elohím freudig dankend.

Wenn wir all dies tun, werden wir die Art Leben leben, die Josef in all seinen Jahren gelebt hat, ein geistliches und mit der Gegenwart Elohíms erfülltes Leben.

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