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Viernes, 13 Octubre 2017 08:14

PARASCHAH AM ANFANG / BERESHÍT

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 1
AM ANFANG / BERESHÍT

24. Tag des siebten Monats (Tischri) des Jahres 5778
14. Oktober 2017

Torahlesung: Be‘Reschít / Am Anfang / „1.Mose" 1,1-6,8
Haftaráh: Ieschaiáhu /„Jesaja“ 42,5-43,11

Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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Be‘Reschít/Am Anfang/„1.Mose” 2,18: “Und es sprach ADONAI, Elohim: ‘Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Gehilfin, ein Gegenüber für ihn‘ machen/eeséhlo Esrá kenégedló“.

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
DAS GEHEIMNIS EINER GLÜCKLICHEN EHE

DIE VERVOLLSTÄNDIGUNG ZWEI GEGENSÄTZLICHER MENSCHEN

Es gibt drei Entscheidungen, welche die wichtigsten unseres Lebens sind: 1) den Elohim Israels, in Ieschúa, als unseren HERRn und Retter kennenlernen; 2) eine Karriere und einen guten und erfolgreichen Beruf haben; und 3) unseren künftigen Ehepartner kennenlernen. Lasst uns nicht vergessen, dass die Menschheit mit der Ehe von Adám und Chaváh/Eva begann, und dass das triumphale Ende der Geschichte, das uns erwartet, die Vermählung Ieschúas mit Seiner jüdischen Verlobten (Kaláh), den messianischen Juden in aller Welt (sowohl nach Herkunft, wie nach Glauben) ist.

Die Ehe ist eines der perfektesten und klarsten Symbole unserer Beziehung zu Elohim. Elohim vermählte sich mit Israel (Hes.16). Er schloss mit ihr einen Heiratsvertrag, eine Ketubáh: den TANACH („A.T.“). Und Ieschúa wird sich sehr bald mit Seiner jüdischen Braut vermählen (Jer.31,31-37), mit der auch Er eine Ketubáh abgeschlossen hat: den Erneuerten Bund („N.T.“). Im „realen“ Leben ist der Erfolg in der Ehe jedoch nicht selbstverständlich, sondern das Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

Einer dieser Faktoren hat mit den Bünden zu tun. Die effiziente und dauerhafte Ehe ist eine Ehe, die sich auf einen Bund/Pakt/Brit gründet, genauso wie der Bund des Vaters mit Israel und der Bund Ieschúas mit den messianischen Juden nach dem Blut und/oder dem Glauben. Dieser Bund muss sowohl zwischen den Ehepartnern untereinander, wie mit Elohím geschlossen werden.

Und was noch wichtiger ist: die Ehe selbst muss gleichzeitig „in den Himmeln“ und nicht nur auf der Erde (menschlich) geschlossen werden. Das Ideale ist, wenn Elohim den Ben Adám mit seiner Chaváh, den Mann mit seiner „gegensätzlichen vervollständigenden Gehilfin“ zusammenführt. Warum steht in Be‘Reschít/„1.Mose“ „Esráh kenégedló/gegensätzliche Gehilfin”? Weil die Menschen, selbst wenn das seltsam klingen mag, sich wesentlich besser vertragen und verstehen, wenn sie verschieden sind – verschiedene Begabungen, verschieden im Charakter, in den Ambitionen und in den Wünschen. Der Schlüssel ist hier die Vervollständigung: Menschen, die sich voneinander unterscheiden, vervollständigen sich gegenseitig. Was der Eine nicht kann oder nicht gern tut, tut der Andere und umgekehrt. Deshalb hat Elohim „kenégedló/gegensätzlich“ gesagt. Und so ist es in der alltäglichen Realität.

Wenn der Bund mit Elohim eine gute Grundlage hat, ist die Ehe erfolgreich, unabhängig von den Umständen. Eine gute Grundlage heiβt: Gehorsam, Respekt und Furcht gegenüber Elohim. Wer Elohim fürchtet, wird die Beziehung in der Ehe ganz anders leben als einer, der Elohim nicht hat, oder einer, der Ihn hat aber nicht fürchtet. Letztere setzen immer und in allem ihren eigenen Willen durch, und da wir nur „Fleisch und Blut/Basár we‘Dam” sind (wie in Hebräisch geschrieben steht), gerät die Ehe früher oder später in eine Krise. Und ohne Elohim, der uns hält und tröstet, zerfällt alles mehr und mehr, bis auf ein Niveau, auf dem nichts mehr zu retten ist.

DIE FREUNDSCHAFT ZWISCHEN DEN EHEPARTNERN

Ein weiterer wichtiger Punkt einer erfolgreichen Ehe ist, dass die Ehepartner sich nicht nur gut vertragen, sondern auβerdem auch Freunde sind – in einer wahren Freundschaft, die über die eheliche Beziehung an sich hinausgeht. Es besteht ein groβer Unterschied zwischen „verheiratet sein“ und „Freunde sein“. Man kann verheiratet aber verfeindet sein oder sich gegenseitig nicht verstehen. Oder man kann verheiratet sein und diese Einheit mit wahrer, ehrlicher und offener Freundschaft vervollständigen, mit gegenseitiger Hilfe, gegenseitigem Wohltun, und im Versuch, dem „Freund“ und Ehepartner zu helfen in dem, was er/sie braucht, wie es ein guter Freund täte. Ein weiterer Faktor dieser Freundschaft in der Ehe ist, dem Ehepartner, der weiter hinten steht, voranzuhelfen, in welchem Bereich auch immer. Wer etwas besser kann, hilft dem, der dies nicht so gut kann, darin sein Niveau zu steigern. Und der Ehepartner ist dafür dankbar, sei es, dass er es anerkennt oder nicht, sei er sich dessen bewusst oder nicht. Und die Freundschaft festigt sich.

DER WUNSCH, ZU SIEGEN

Ein dritter Faktor in dieser freundschaftlichen Ehe ist der entschiedene Wunsch, zu siegen. Dieser Siegeswunsch besteht darin, eine erfolgreiche Ehe zu haben und sich nicht von den Angriffen des Feindes, von den Launen und von Feinden, die uns entzweit sehen wollen, besiegen zu lassen, sondern erfolgreich zu sein. Die Ehe wird so mit unserer aktiven Hilfe zu einer physischen oder verbalen Ringkampfrunde nach der anderen.

Der Ehemann ist das Haupt des Hauses – oder sollte es nach 1.Kor.11,3 jedenfalls sein: „Der Ehemann ist das Haupt der Ehefrau“. In einem Haushalt, in dem der Ehemann praktisch abwesend ist, laufen die Dinge in der einen oder anderen Weise nicht gut, selbst wenn man es vielleicht nicht sofort merkt. Die Ehefrau ist der Hals des ehelichen Körpers und dem Kopf am nächsten. Die Ehefrau sollte ihrem Ehemann helfen und ihn unterstützen. Der Ehemann sollte seine Ehefrau bestätigen und sie loben in allem, was sie tut, besonders in dem, was sie sehr gut macht. Wenn man so handelt, handelt man mit dem Wunsch, zu siegen. Und Elohim wird uns helfen, den Sieg zu erlangen, denn Er hat diese Ehe begonnen... wenn Er es denn war.

Eine der wichtigsten Pflichten des Ehemanns ist, seiner Ehefrau emotionale, geistliche, soziale und finanzielle Sicherheit zu geben. Der Ehemann ist verantwortlich, seine Familie (mit den gegenwärtigen und den zukünftigen Kindern) zu versorgen. Die emotionale, geistliche, soziale und finanzielle Sicherheit der Ehefrau ist das Zeichen dafür, dass ihr Ehemann seiner Pflicht in der Ehe zur Genüge nachkommt und dass alles so läuft, wie es sollte. Wenn einer dieser Faktoren fehlt, läuft die Ehe Gefahr, abzurutschen und man muss sich bemühen, auszubessern und zu verstärken, was zu schwach ist oder fehlt, bevor es zu spät ist.

„ERKANNTE” VERSUS „BESCHLIEF”

In Be‘Reschít/Am Anfang/„1.Mose“ 4,1 steht: “Und Adám erkannte seine Ehefrau Chaváh/Eva … und sie gebar den Qaín“. „Erkennen“ ist in Hebräisch umfangreicher als in jeder anderen Sprache. Wenn jemand im TANACH („A.T.“) eine Frau nicht liebte, noch mit ihr verheiratet war, jedoch Geschlechtsverkehr mit ihr hatte, dann steht da im Hebräischen „(er) beschlief (sie)“. Es besteht ein groβer Unterschied zwischen „beschlafen“ und „erkennen“ in der von Elohim bestätigten und von Ihm geleiteten Ehe.

Deshalb laufen die Beziehungen besser, wesentlich besser, wenn alles im legalen Rahmen der Ehe verläuft, und zwar in der von Elohim geschlossenen Ehe. Den „Baschérter“ oder die „Baschérte“ (den von Elohim für uns bestimmten Ehepartner) zu heiraten ist selbst heute noch, in unserem „modernen“ Zeitalter, das Ideal für jede Ehe. Die Ketubáh/Heiratsurkunde, die den Bund/Brít zwischen dem Bräutigam und der Braut besiegelt, ist eine Segensgarantie Elohims. Der Wille Elohims ist, dass wir heiraten und nicht einfach nur ohne zu heiraten Geschlechtsverkehr haben. Ersteres ist heilig und gesegnet. Zweiteres ist „Ehebruch“ und/oder „Prostitution“ und bringt den Fluch Elohims mit sich.

„Sich gegenseitig zu erkennen“ ist nicht nur eine physische Beziehung, sondern ein aneinander haften und schlieβt alle Bereiche unseres Lebens ein: das emotionale, das soziale (wie andere uns sehen), das physische, das intelektuelle, und besonders das geistliche Leben (wie Elohim uns sieht). Es ist ein gegenseitiges „sich einander Öffnen“.

Sich gegenseitig zu erkennen schlieβt auch mit ein, sich selbst zu kennen. Wir müssen verstehen, wer wir selbst sind, welches unsere von Elohim vorgezeichnete Bestimmung ist, und wohin wir uns nach dem Willen Elohims wenden sollen. Wenn wir das wissen, wissen wir auch, was uns fehlt, was wir brauchen, wo wir das bekommen und bei wem. Die Ehe ist dazu geschaffen, das zu vervollständigen, was einem fehlt, um ein Ganzes zu sein.

DIE EINSTELLUNG: GEBEN ODER EMPFANGEN

Als letztes: Ein weiterer wichtiger Faktoren in der Ehe ist, sich zu entscheiden, zu geben statt zu empfangen. Elohim ist reine Güte. Um diese Güte auszudrücken, schuf Er das Universum, um diese Güte des Gebens zu zeigen und auszuüben. Elohim benötigt nichts und von niemandem. Er wollte nur jemanden haben, dem Er Seine Güte geben konnte.

In der Ehe ist dies ein weiterer Schlüssel: Wir sollten unsere Konzentration darauf richten, unserem Ehepartner zu geben, und nicht nur erwarten, zu empfangen. Je mehr wir von unserem Ehepartner empfangen, desto mehr sollten wir uns dazu verpflichten (vor uns selbst und vor Elohim), unserem Ehepartner zu geben, um unsere Ehe auf immer höhere Ebenen zu erheben. Wir sollten Elohim folgen, und Ihm jedes Mal, jeden Monat, jedes Jahr mehr zu ähneln suchen. Jedes Mal, wenn wir geben, ahmen wir Elohim nach. Wir sollten lernen, im Geben einen Selbstzweck zu entdecken, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Im Geben ahmen wir Elohim nach und dies wird die Freude und das Glück in unserer Ehe vermehren.

Liebe ist die Folge von Geben. Je mehr man mit Geben beschäftigt ist, desto mehr wird man fähig, zu lieben. Man fühlt es. Man braucht es nicht extra zu untersuchen. Es macht sich bemerkbar sobald es praktisch umgesetzt wird.

ymbol unserer Ehe mit Elohim machen, studieren und analysieren, um jedes Jahr mehr und mehr unserem mit Elohim gemachten Ehemodell ähneln zu können.Und zum Abschluss: Wir sollten diese Faktoren, die aus der Ehe ein S

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Julio Dam

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