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Miércoles, 13 Septiembre 2017 12:29

PARASCHAH NITZAVÍM - VAIELÉJ / IHR STEHT - UND ER GING

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 51-52
NITZAVÍM - VAIELÉJ
IHR STEHT - UND ER GING

25. des sechsten Monats (Elul) des Jahres 5778
16. September 2017

Torahlesung: Dvarím / Angelegenheiten / „5.Mose" 31,1-30
Haftaráh: Ieshaiáhu /„Jes.“ 55,6-56,8

Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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Dvarím/Worte/„5.Mose" 30,1-2: “Wenn nun über dich kommt dies alles, es sei der Segen oder der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, dann wirst du sie in deinem Herzen haben in allen Ländern, wohin dich ADONÁI, dein Elohím zerstreut, und wirst zu ADONÁI, deinem Elohím zurückkehren, und Seiner Stimme gehorchen mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele, in allem, was Ich dir heute gebiete, dir und deinen Kindern.“ (Unterstrichen von uns).

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
KI BÁ MOÉD / ES NÄHERN SICH DIE FESTE

Wir befinden uns in einer ganz besonderen Zeit, die im Judentum bekannt ist als “Iamím ha‘Qétz“ (Dan.12), die Tage des Endes. Und in dieser Zeit selbst befinden wir uns in den besonderen Tagen der sogenannten „Iamím ha‘Noraím“/schrecklichen Tage“ dieser sich nähernden Feste. Es gibt ein inspiriertes Lied, das vom chassidischen Rabbiner Shlómoh Carlebach gesungen wird, in dem es heißt: „Ki bá Moéd/Denn es nähern sich die Feste“ (des Monats Tischri). Elohím hat ein absolut geordnetes Universum geschaffen mit einem gewissen Maß an Chaos, das erst vor ein paar Jahrzehnten entdeckt worden ist. Dies ist die neueste Wissenschaft, neuer noch als die der Biogenetik und der Fraktale (1975).

Dass es bisher nur so wenig erforscht worden ist zeigt, dass das Chaos eine „geordnete Unordnung“ ist – was absolut logisch ist, da es von Elohím selbst geschaffen und geordnet ist. Genau so erlangt in den HolyWood-Filmen am Ende alles wieder seine Ordnung: der Junge und das Mädchen finden zueinander, der Böse und seine Spießgesellen sterben in einer Explosion, und Polizei und Krankenwagen, die nicht erschienen sind, als man sie brauchte, kommen jetzt und sammeln die Reste auf. Zusammenfassend, das Chaos wird am Ende zu einem „geordneten Chaos“ – in diesem Fall natürlich nicht von Elohím, sondern von den Drehbuchschreibern des Films. Ein Happy End befriedigt uns, weil wir ein inneres Bedürfnis danach haben, dass alles nach ein und halb Stunden Chaos und Aktion wieder seine Ordnung findet. Wir haben Spaß gehabt, aber etwas in uns sehnt sich danach, dass alles seinen geordneten Platz findet, und HolyWood tut uns den Gefallen, weil das ihre Absicht ist: uns zu unterhalten! Würden die Dinge am Ende schlecht ausgehen, oder der Böse überleben, oder das Hauptdarstellerpaar nicht zueinander finden, wären wir enttäuscht. Das wäre als hätten wir einen schlechten Film gesehen, oder einen, bei dem am Ende die Ansage erscheint: „Fortsetzung folgt“. Wir wollen keine Fortsetzung, wir wollen Ordnung, wie es sich gehört.

Dieses Gefühl ist offensichtlich von Elohím selbst in unsere Psyche und unsere Sinne gelegt worden: der Wunsch nach Ordnung nach all dem geordneten Chaos. Und genau das ist es, was Elohím Moschéh voraussagt: „Du wirst zu ADONAÍ, deinem Elohím zurückkehren“. Und genau das ist es, was sich vor unseren Augen erfüllt. Dieses „Zurückkehren“ ist nicht einfach nur ein Umkehren mit unseren Füßen. Es ist ein Umkehren mit unseren geistlichen und mentalen und zuletzt unseren physischen Füßen.

Diese Zeit im Jahr ist von Elohím ganz besonders dafür geschaffen, zu Ihm zurückzukehren, Teschuváh zu machen (Teschuváh kommt von schúv und bedeutet Umkehr, Zurückkehren). Die Feste, in deren Zeit wir uns befinden und die nun anstehen: Ióm Teruáh (Tag des langgezogenen Schofar-Tons), Ióm ha‘Kipurím (Tag der Sühn-Opfer – an unserer Stelle) und Sukót (Hütten, woher der deutsche Ausdruck für dieses Fest stammt: das „Laubhüttenfest“) sind das langgezogene Ende der drei großen Jahresfeste, die zu ein und demselben Ziel führen: in die heilige Gegenwart ADONÁIs, unseres Elohím.

Nach diesen Festen und nachdem wir getan haben, was Elohím von uns fordert, können wir nun wirklich die Frucht dieses Gehorsams erwarten. Welches ist diese Frucht? Es hat mit den verschiedenen Bereichen unseres Lebens zu tun: unsere Beziehung zu Elohím, unser Herz, unser Handeln, unsere Gefühle und Gedanken, unser Verhalten gegenüber unserer Familie, unsere Arbeit, unsere Beziehung zu anderen, zu Glaubensgeschwistern, usw.

UNSERE PERSÖNLICHE BEZIEHUNG ZU ELOHÍM

Elohím weist uns an, in diesen „Iamím ha‘Noraím/schrecklichen Tagen“ um Vergebung zu bitten und Buße zu tun wegen der Armseligkeit unserer Beziehung zu Ihm. Wir sollen darüber nachsinnen, wie unsere PERSÖNLICHE Beziehung zu Ihm gewesen ist und wo wir in diesem Bereich gefehlt haben. Wir mögen uns vorgenommen haben, diese Beziehung zu verbessern, die Zeit aber ohne sichtbare Frucht verbummelt haben. Wir sollten nicht aus den Augen verlieren, was die Haupt-Absicht unseres Lebens ist, nämlich: Ihn zu verstehen und zu erkennen/iadáat Otí (Jer. 9,24). In gewisser Hinsicht sind wir wie eine Raumfahrtsrakete aus Fleisch mit einer internen geistlichen Kapsel, die ins All gesandt wird, um einen gewissen Planeten zu erreichen, der Lichtjahre entfernt liegt. Schon nur dadurch, dass die Rakete ankommt, ist ihre Mission erfüllt und sie kann am Boden des Planeten ruhen, weil die Mission absolut erfolgreich war. So ist es auch mit uns. Elohím hat uns mit einer Mission auf diese Erde gesandt: Durch die Schiksalswendungen, die Aufs und Abs unseres ereignisreichen, kurzen Lebens, durch Mitmenschen und Tragödien, Jenen kennenzulernen, der uns auf diesen Planeten geschickt hat. Wenn wir das tun, sind wir absolut erfolgreich. Wenn nicht, dann ist alles, was wir bisher getan und erreicht haben nur „Hével“. - Eine bessere Übersetzung von Hével ist: „der von einem vergammelnden Kadaver aufsteigende Gestank“. So hat es der König Schlomóh/„Salomo“ in seinem berühmten Buch „das Hohelied/Schir ha‘Schirím/Lied der Lieder“ übersetzt.

UNSER HERZ

Ein weiterer Bereich unseres Lebens ist unser Herz. Wie sieht es mit unserem Herzen aus, in unserer Beziehung zu Elohím, zu uns selbst, zu unseren Familienangehörigen (Eltern, Geschwister, Kinder, nahe Verwandte), zu den Glaubensgeschwistern unserer messianischen Synagoge, zum Land in dem wir leben, zur Außenwelt? Dies ist eine Zeit der Umkehr/Teschuváh, auch in Bezug zu einem geheilten Herzen - Heilung von aller Ablehnung, allem Hass, allem Nicht-vergeben-wollen/können, Verhärtung, Gleichgültigkeit gegenüber den oben Genannten und jenen, die Elohím uns über den Weg schickt, seien es Bettler oder Mitmenschen, die Elohím kennenlernen sollen. Der eine oder andere von uns hat dieses oder jenes der genannten Probleme des psychischen Herzens und ist hier oder da noch nicht geheilt.

Dies ist die Zeit, um zu heilen. Wie es eine Zeit zum Pflanzen oder Säen im Jahr gibt, so gibt es auch eine Zeit, um (psychisches) „Unkraut“ auszurupfen aus der Erde unserer Seele, Unkraut, das den Platz positiver Gefühle einnimmt, die vom Geist/Rúach und vom im Geist leben kommen. Dies sind die in Gal.5,22-23 erwähnten Gefühle: „Die Frucht aber des Geistes/Rúach ist: Ahaváh/aufopfernde Liebe, Óscher/Freude, Schalóm/Friede (nach gewonnenem Krieg), geduldige Ausdauer, Freundlichkeit, Gütigkeit, Emunáh/Glaube (an die Wahrheit Elohíms), Sanftmut und Selbstbeherrschung. Dagegen hat die Toráh nichts einzuwenden.” Dies beweist auch, dass es Toráh gibt gegen alles in Gal.5,19-21 genannte! Unser Herz ist ein Garten, in dem, wie in jedem Garten, entweder Unkraut oder sorgsam gepflanzte und gepflegte Blumen wachsen können. Die neun oben genannten Früchte des Geistes/Rúach sind diese delikaten Blumen.

UNSERE GEDANKEN, GEFÜHLE UND HALTUNGEN

Das erste, was wir bewachen sollten, sind unsere Gedanken, denn in den Gedanken werden die schwersten Sünden erdacht, die dann mit den Händen (was wir tun) oder mit den Füßen (wohin wir gehen) ausgeführt werden. Unser Kopf ist auch ein Garten, wo wir Unkraut wachsen lassen oder gute Früchte pflanzen und züchten können - schöne und geistliche Gedanken, die uns Elohím und unseren Mitmenschen näher bringen. Aus diesen Gedanken kommen unser Verhalten und unsere Gefühle (die in gewisser Weise von den Gedanken kontrolliert und geleitet werden) gegenüber Elohím und den Mitmenschen.

Jeder von uns hat gewisse „Einstellungen, Konfigurationen“, eine gewisse Ansammlung von Gedanken, Gefühlen und Haltungen. Manche dieser Einstellungen sind fast ganz gesund – wie in dem Fall, wenn kein negativer Charakterzug zu erkennen ist (was praktisch nie vorkommt). Andere haben eine Mischung von positiven und negativen Charakterzügen, die goldene Mitte, das Normale. Die zehn Tage zwischen Ióm Teruáh und Ióm ha‘Kipurím sind ideal dafür, mit Hilfe des Heiligen Geistes/Rúach ha‘Qódesch eine detaillierte innere Bestandsaufnahme unserer persönlichen Einstellung zu machen, um das zu entfernen, was Elohím stört an unserem Verhalten und unserer Einstellung, und anzufangen jene Früchte zu pflanzen, die wir bereit sind, zu pflanzen – sei es ein klitzekleiner Same Ahaváh-Liebe oder wenigstens Freundlichkeit. Freundlichkeit ist eine Haltung von Bereitschaft, Annahme und Vergeben der negativen Charaktereigenschaften derer, die uns umgeben und die uns normalerweise ‘auf die Palme bringen‘ und die wir wahrhaftig nicht tolerieren an anderen - mit uns selbst sind wir toleranter.

DAS ZUDECKEN VON SÜNDE/KAPARÁH UND DIE REINIGUNG/TAHARÁH

Abgesehen vom schon erwähnten Grundbegriff, Teschuváh, gibt es in diesen schrecklichen Tagen zwei weitere, die im schon erwähnten inbegriffen sind. Der erste davon ist: die „Kaparáh“. Die Kaparáh ist das Tier, das vom Hohen Priester/Kóhen ha‘Gadól im Tempel in Iruschaláim geopfert wurde, und das FÜR und ANSTELLE VON uns (dem Volk Israel) starb. Nach dem ersten Kommen Ieschúas ist Ieschúa der Kóhen ha‘Gadól (wie es in Ivriím/Hebräer 9,25-28 heißt), und Er ist auch die an Péssach/Passah geopferte Kaparáh, deren Blut uns von Sünde befreit an diesem von Elohím bestimmten Fest/Moéd. Alle messianischen Juden, die wir versuchen, die Feste/Moadím zu halten, „versuchen“ es nur, oft ohne viel Erfolg. Diese Sünden, die Feste/Moadím NICHT angemessen zu halten, müssen vom Blut Ieschúas (der unsere Kaparáh ist) zugedeckt werden. Dank diesem Zudecken erhalten wir Vergebung von Sünden. Wir sind dadurch jedoch nicht davon „befreit“, die Toráh halten zu müssen, noch werden wir „vom Gesetz befreit“, wie das Christentum und viele messianische Synagogen lehren. In 1.Joh.3,4 haben wir eine ganz klare Definition von Sünde: “… Sünde ist: das Nicht-Einhalten der Toráh (in Griechisch: anomían).“ Dies ist die Absicht von Ióm ha‘Kipurím (für die Juden nach dem Glauben, die messianischen Juden): uns mit dem Blut Ieschúas zuzudecken.

Aber was passiert, wenn wir wieder und wieder sündigen, einfach, weil wir es nicht lassen können (wie bei einer Sucht), oder weil wir es ein oder zweimal nicht vermeiden können, oder weil unsere mentale oder emotionale Einstellung uns treibt, es wieder zu tun? Dafür gibt es im Judentum den zweiten Grundbegriff: die Taharáh, die Reinigung. Während die Kaparáh von Elohím kommt, von außerhalb unseres Seins, kommt die Taharáh/Reinigung von innen. Sie kommt daher, dass wir die Einstellung unserer Psyche, unserer Seele und unserer Gedanken verändern, dass wir den Garten unserer Seele vom Unkraut befreien, das uns zur Sünde und zum Irrtum verleitet.

Teschuváh schließt eine permanente und regelmäßige (mindestens wöchentliche) Reinigung/Taharáh mit ein. Vielen fällt es nicht schwer, sich im Gym ein paar Muskeln anzutrainieren. Aber wie selten schwitzen wir unsere Sünden und Gedanken und sündigen Neigungen aus, um die Taharáh/Reinigung zu erreichen! Wir sollten einen Rekord aufstellen und unsere Seele durchleuchten, d.h., Cheschbón ha‘Néfesch machen an unseren Gedanken, Haltungen, negativen Einstellungen und Neigungen, und sie jeden Schabbát (dem idealen Tag für so eine Art von Examen) überprüfen. Schreiben wir doch einmal auf, warum und wann diese oder jene Neigung zum Bösen in unserem Leben aufgetaucht ist, und was wir beten und bitten oder tun könnten, um zu vermeiden, das nächste Mal wieder über dasselbe zu stolpern.

 

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