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Viernes, 01 Septiembre 2017 11:41

PARASCHAH KI TETZÉ / WENN DU ZIEHST

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 49
KI TETZÉ / WENN DU ZIEHST

11. des sechsten Monats (Elul) des Jahres 5778
2. September 2017

Torahlesung: Dvarím / Angelegenheiten / „5.Mose" 21:10-25,19
Haftaráh: Ieshaiáhu /„Jes.“ 54,1-10

Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

Copyright © 2017 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website im Internet zu besuchen: www.beitshalom.org. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschót und Bücher in spanisch, englisch und deutsch finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Parascháh ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohím geahndet.

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
UNSER LEBEN NACH DER TORÁH ORDENEN

Elohím hat für jede Angelegenheit und für jede Aktivität unseres Lebens eine Norm (wie wir in dieser Parascháh sehen werden, in der es um diverse Themen aus der Toráh geht), angefangen bei Untreue, Ehebruch usw., bis zu Grundstücksgrenzen, Kriegführung, verlorene Objekte und sanitäre Regeln.

Diese Normen sind Teil der ganz eigenen Ordnung/Séder Elohíms, mit der Er das Universum und jeden Teil darin geschaffen hat, bis zum kleinsten Gluon (das kleinste Teilchen des Universums, noch viel kleiner als ein Atom).

Diese Ordnung/Séder ist es, die wir erlernen und in unserem Leben anwenden sollten, statt der Ordnung und den Regeln unserer Umwelt die Elohím nicht kennt und/oder nicht beachtet. Die Relgeln und die Ordnung unserer Umwelt führen nämlich ins Chaos und aus dem Reich raus, in dem Elohím das Sagen hat.

 

 

Wenn wir innerhalb der uns von Elohím gegebenen 613 Gebote leben oder zu leben versuchen (die positiven tun und die negativen vermeiden), bewegen wir uns in der Ordnung/Séder, die Elohím in der Welt der Menschen und im Universum mit Seinen Gesetzen implantieren will.

Diese Gebote Elohíms sollten wir erlernen und in unser Leben integrieren. Dies ist eine Aufgabe, die unser ganzes Leben auf dieser Erde andauert.

Die Toráh ist eine Lebens-Struktur, und wir sollten unser Leben von ihr strukturieren lassen: unsere Gedanken, Gefühle, Worte und Tun, denn hier geht es um einen Lebensstil, der uns an der Hand Elohíms führt (und nicht an der Hand eines Menschen), zum Segen, den Er für uns bereit hält.

Ein menschlicher  Lebensstil führt uns dagegen zu den Flüchen Elohíms, von denen es eine ganze Menge gibt (wie wir in einer vorherigen Parascháh schon gesehen haben) und die wir ab Dvarím/„5.Mose“ 28,15 aufgezählt finden.

Die Toráh reicht über jeden menschlichen („humanistischen“) Gedanken und jede menschliche Logik hinaus. Es gibt Satzungen/Chuqót, deren Logik wir nicht erfassen können, wie die der Roten Kuh/Adumáh Paráh beispielsweise. Doch, trotzdem sie uns (aus menschlicher Sicht) unlogisch erscheinen, sind sie aus Elohíms Perspektive, die viel weitreichender ist, absolut logisch.

DIE TORÁH ALS MAKRO-STRUKTUR

Wir sollten die Toráh wie eine moralische Makro-Struktur sehen, um unser Leben danach auszurichten. Dieser Makro-Struktur müssen wir erlauben, unserem Geist, unserer Seele und unserem Leib, unseren tagtäglichen Gedanken, Gefühlen und Tun Form zu geben. Die Toráh ist eine Lebensversicherung, durch die Elohím uns (die wir uns an Seine Gebote halten) an der Hand nimmt und zu Seinen Segnungen führt. Ieschúa selbst hat in Matth.7,12 gesagt: „Darum, alles was ihr wollt, dass man euch tue, das tut ihr anderen. Denn dies ist die Toráh und die Propheten.“ Der berühmte Rabbiner Hillel hat etwas sehr Ähnliches gesagt in seiner Abhandlung von Pirkei Avót in der Mischnáh: „Was euch unangenehm ist, das tut nicht anderen an.“ Daher das Sprichwort: „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu!“

Indem wir regelmäßig die Toráh studieren, strukturieren wir ein Lebensmodell, das die allumfassende Weisheit Elohíms beweist, die alle Faktoren mit einschließt die man sich nur denken kann, damit unser Leben gesegnet sei.

Konzepte, die einzigartig sind, wie der Schabbát, die „milde Gabe“/Tzedaqáh, die Gerechtigkeit für alle, die Strafe für die Sünder und der Segen für die Gerechten/Tzadiqím (welche die Toráh befolgen), waren und sind universelle Modelle, auch Jahrhunderte später noch.

PRAKTISCHE ANWENDUNG

Die Toráh verändert uns. Menschliche Neigungen werden verwandelt und durch das Studium der Toráh und die praktische Anwendung derselben kontrolliert, besonders durch letzteres. Denn was wir nur lesen und nicht in die Tat umsetzen, verändert nicht. In dem Fall bleibt die Toráh nur neben uns liegen, ohne ein Teil von uns, von unserem Sein, zu werden („toter Buchstabe“). Wenn wir sie jedoch umsetzen, Gebot für Gebot, Chuqáh/Satzung für Chuqáh, Rat für Rat, dann werden wir eine große Veränderung wahrnehmen, während wir dabei sind, den Geist der Furcht vor Elohím/Rúach Irát ADONÁI in uns aufzunehmen und zu einem Teil von uns zu machen.

Wenn wir diesen Geist/Rúach erst einmal in uns aufgenommen haben, und zu einem Teil unseres Lebens gemacht haben, dann wird ein Großteil der Sünden (wenn nicht alle) verschwinden, aus Furcht vor Elohím und dem innigen Wunsch in uns, Ihm, dem Einzigen existierenden Elohím, zu gefallen.

Das heißt noch lange nicht, dass wir, nur weil wir die Toráh lesen oder in die Tat umzusetzen versuchen, schon nicht mehr sündigen werden. Es wird immer wieder Rückfälle und Stolpern geben. Dafür sind Ióm Teruáh (der Tag des anhaltenden Shofarblasens), Ióm ha‘Kipurím („der Tag der Sühnopfer“) und Sukót (das Laubhüttenfest), die Feste, die uns erlauben, in der Heiligen Gegenwart  des Elohíms Israels zu sein, und dass Er uns unsere Sünden des ganzen Jahres vergibt, durch das Kostbare Blut, das von Ieschúa ha‘Maschíach am Baumstamm vergossen worden ist.

Was mit den Toráh-Tafeln geschah, als Elohím selbst sie herstellte und Moschéh gab, ist ein historisches Beispiel. Sie waren perfekt, denn sie waren mit den Worten Elohims gemacht. Doch sie wurden zerbrochen als Moschéh sah, wie das Volk den goldenen Götzen anbetete.

Also kam Moschéh ein zweites Mal mit einem zweiten Paar steinernen Tafeln den Berg herunter. Dieses Mal geschrieben mit dem Bewusstsein um die menschlichen Schwächen und dem Vertrauen in die Barmherzigkeit und Vergebung Elohíms. Die ersten Tafeln waren perfekt. Diese zweiten spiegelten die Realität der menschlichen Ungenauigkeit und Schwächen wider, die Enttäuschung gebrochener Versprechen und geplatzter Hoffnungen.

Wir tragen immer noch beide Tafel-Paare im Leben mit uns. Die Hoffnung auf Perfektion und die Realität der Unvollkommenheit existieren nebeneinander in jedem von uns. Niemand ist perfekt, außer Ieschúa ha‘Maschíach, Elohím „in Fleisch und Blut“ unter uns (Joh.1:14, ImanuEl). Jeder von uns kämpft mit seinen Begrenzungen und Schwächen. Jeder von uns hat Versprechen gebrochen und andere hintergangen, und vielleicht sogar Spaß daran gehabt. Aber trotz all dem ist Vergebung und Barmherzigkeit tief in die Makro-Struktur des Universums geschrieben. Die Essenz Elohíms offenbart sich, Seine Barmherzigkeit und Sein Erbarmen und Seine Vergebung für uns alle.

VERANTWORTUNG

Wir müssen lernen, für alles, was Elohím uns im Leben in den Weg stellt, Verantwortung zu übernehmen, denn wir sind dafür verantwortlich, ob wir es wollen oder nicht, und ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Elohím gibt uns Aufgaben mit Verantwortung, mit Verpflichtungen für unser eigenes Leben, und für das unserer Familienangehörigen, Mitmenschen und Glaubensgeschwister. Dieser Verantwortungen können wir nicht einfach aus dem Weg gehen, es sei denn, wir sind bereit, den Preis dafür zu zahlen.

Wofür bin ich verantwortlich?, mögen Sie, lieber Leser, sich fragen. Sie sind verantwortlich für alles, was den lieben langen Tag lang passiert, denn es passiert nur, weil Elohím es will und aus einem bestimmten Grund. Diesen Grund müssen wir herauszufinden suchen, und Verantwortung übernehmen für das, was wir denken, sagen oder tun oder unterlassen zu denken, sagen oder tun.

TREUE

Außerdem schulden wir Elohím Treue in allem was Er von uns verlangt oder uns zu tun aufträgt. Wir sollten bewusst einen Treue-Vertrag mit Elohím abschließen über alles, was Er uns zu tun aufträgt, uns sagt oder wissen lässt. Nichts passiert in unserem täglichen Leben, das keine Verpflichtung ist oder nicht von Ihm kommt. Wir schulden Ihm die Treue, freudig, bereitwillig und ohne aufzumucken.

ABLEHNUNG ANNEHMEN

Ein Leben nach den Geboten Elohíms zu leben ruft viel Ablehnung hervor, von den Mitmenschen um uns, die nicht übereinstimmen mit Elohím oder mit uns, oder mit dem, was wir denken, tun oder sagen. Höchstwahrscheinlich wird man uns aus diesem Grunde „fanatisch“ nennen, weil wir tagtäglich versuchen, zu halten, was Elohím will, oder wegen dem, was wir sagen oder tun. Wir wollen uns aber nicht besiegen lassen durch die Hindernisse, die der Feind uns in den Weg wirft, und ein leichtes und bequemes Leben anstreben, denn oft ist das nicht die Bestimmung, die Elohím für Seine Kinder hat. Wir sollen die Ablehnung nicht suchen, sie nicht herausfordern, aber auch nicht vor ihr fliehen. Wir sollten sie annehmen als Tatsache unserer Beziehung zu Elohím und Seiner Welt von Seiten einer nicht-gläubigen Umwelt.

IN SCHALOM WANDELN

Außerdem sollen wir lernen, in Frieden/Schalóm zu wandeln, denn Elohím ist Schalóm. Unser Leben (selbst als messianische Juden) ist für Seinen Geschmack und für unsere Gesundheit zu unruhig. Uns fehlt Sein Friede/Schalóm und Seine Ruhe/Schelváh, die nur aus dem Vertrauen auf Elohím kommt und daraus, alles in Seiner Hand zu lassen, selbst das, was wir meinen, selbst erledigen zu müssen. Und besonders das! In Frieden/Schalóm zu wandeln ist die Folge des Entschlusses, Ihm die Dinge zu überlassen, weil Er alles weiss und alles kann, statt wie früher (bevor wir Ihn kannten) auf eigenen Faust zu handeln, voller Sorgen und innerer Kämpfe.

Warum sagen wir „wandeln“ und nicht „denken“? Weil „denken“ allein nicht dasselbe ist wie „werden“. „Denken“ verwandelt nicht unser dreiteiliges Sein in jemanden, der sich die meiste Zeit seines Lebens Tag für Tag in tiefem Frieden/Schalóm bewegt.

ELOHÍM DANKEN

Ein vorletzter Faktor ist: immer, jeden Tag, Elohím zu danken für all die Millionen Dinge, die Er für uns tut, ohne dass wir uns dessen überhaupt bewusst werden, und ohne dass wir innewerden, dass all das von Ihm kommt. Ist Ihnen heute etwas gelungen? Elohím war mit Ihnen! Hat etwas Frucht gebracht nach langer Zeit? Elohím war mit Ihnen! Die Dinge passieren nicht ohne Grund, noch durch unsere Anstrengung, sondern durch Seine Barmherzigkeit und Sein Erbarmen mit uns.

FRUCHT BRINGEN

Ein letzter Faktor ist: Frucht zu tragen für Ihn. Wenn wir damit angefangen haben, alles für Ihn zu tun, werden wir viel Frucht bringen, denn meist tun wir alles nur aus eigener Kraft und für uns selbst. Jene von uns jedoch, die geistlich gesehen anspruchsvoll sind, lernen es, die Dinge für Elohím (und nicht für sich selbst) zu tun, selbst die alltäglichen Dinge. Die Frucht muss jedoch für Elohím sein, zu Seiner Freude und für Seine Gemeinschaft mit uns.

Dies ist die wahre Frucht des Haltens der Toráh: es DURCH und FÜR IHN zu tun.

 

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