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Viernes, 30 Junio 2017 11:49

PARASCHAH CHUQÁT / SATZUNG

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 39
CHUQÁT / SATZUNG

7. des vierten Monats des Jahres 5778
1. Juli 2017

Torahlesung: Ba‘Midbar / In der Wüste / „4.Mose" 19,1-22,1
Haftaráh: Schoftim / „Richter“ 11,1-33

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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KOMMENTAR DER PARASCHÁH
ALLES, WAS WIR NICHT WISSEN VON DEM, WAS ELOHIM GESCHAFFEN HAT, WÜRDE ALLE BIBLIOTHEKEN DER WELT FÜLLEN

Wie schon in einer früheren Parascháh erwähnt, gibt es drei Kategorien von Gesetzen: Rechte/Mischpatím, die für das gute Funktionieren der Gesellschaft sorgen; Satzungen/Chuqím, die nicht rational genug sind, um gezielt strukturiert zu werden; und Gebote/Mitzwót, die nicht so offensichtlich sind wie die Rechte/Mischpatím, die aber, mit Hilfe von Studien, nach ihren Prinzipien arrangiert werden können. 

In dieser Parascháh ist die Rede von Satzungen/Chuqím wie der Satzung/Verordnung/Chóq der Roten Kuh/Paráh adumáh, der Art Gesetze, die scheinbar keine logische Erklärung haben und die man akzeptieren muss ohne Elohim vorher um Erklärungen zu bitten. Interessant und erstaunlich ist, dass, wenn wir erst einmal angefangen haben, die Verordnung anzunehmen und sie zu erfüllen beginnen, Elohim uns dann den Grund einer jeden Satzung/Chóq eine nach der anderen offenbart, und dann macht auf einmal alles Sinn. 

Das ist auch der Grund, warum wir hier sagen, dass das, was wir von all dem, was Elohim geschaffen hat, NICHT wissen, mehr Platz einnehmen würde, als alle Bibliotheken der Welt zusammen. Zuerst müssen wir deshalb die Satzungen/Chuqím erfüllen, und danach werden wir verstehen. Was verstehen wir NICHT? Die ganze Welt!

Wir verstehen weder unsere eigene Natur, noch warum wir tun was wir tun, mit uns selbst, unseren Familienangehörigen, Glaubensgeschwistern oder anderen in unserem tagtäglichen Umfeld, sei es bewusst oder unbewusst. Das Resultat dieses fehlenden Kennens unserer selbst und unseres Charakters: wir sagen und tun anderen Dinge an, die wir nicht tun oder sagen sollten. Und danach verstehen wir nicht, warum unsere Beziehungen wie aus dem Nichts zu Bruch gehen. 

Wir verstehen weder unsere Familienangehörigen noch unsere Glaubensgeschwister aus der Synagoge, noch den Rabbiner, noch die anderen Autoritäten: was sie antreibt, was sie abstößt, was sie erstarren lässt. Das Resultat: wir schaffen es auf alle Fälle nicht, unsere Kommunikation mit ihnen auf einem akzeptablem Niveau zu halten. 

Wir verstehen den Widersacher/ha‘satan nicht: wie er handelt, wie er plant, was er gegen uns tut, wie er erfährt, was wir vorhaben oder zu erreichen träumen. Das Resultat: unsere Träume stranden bevor sie wahr werden; uns überrascht alles, was der Feind/ha‘satan tut und wir bekommen in vielen Bereichen unseres Lebens den Kopf nicht vom Boden hoch. Viele kämpfen jahrelang erfolglos in einem bestimmten Bereich weil sie die geistlichen Gesetze nicht verstehen, welche die Manöver unseres geistlichen Feindes und seiner menschlichen Helfer regieren. 

Wir verstehen nicht, warum jemand schwer krank ist und am Rande des Todes steht. Wir verstehen nicht, warum ein Kind stirbt und Erwachsene um ihn herum weiter leben. Alles ist uns ein unlösbares Rätsel. Unser Verstand schafft es nicht, diese Rätsel zu entschlüsseln. 

Wir verstehen den Lauf der Geschichte nicht. Geschichte war für uns nur ein Fach in der Schule, und zwar ein ziemlich langweiliges, dem wir nicht viel abgewinnen konnten. Für andere mag es Sinn machen, aber wir sehen einfach nichts davon. Wir verstehen nicht, was es bedeutet, worauf es abzielt, noch welche Rolle wir darin spielen - wenn wir denn jemals über unsere Rolle in der Geschichte der Welt nachgedacht haben, oder warum wir gerade zu diesem Zeitpunkt geboren wurden, oder warum wir gerade an diesem Ort aufgewachsen sind. 

Wir verstehen den bedeutenden Moment der gegenwärtigen Geschichte nicht. Wir sehen einfach nichts von dem, was bald passieren wird. Und wenn es soweit ist, dass es passiert, wird es für die wenigsten unserer Leser (über die Ereignisse an sich hinaus) Sinn ergeben. Wir werden weder die Motive noch die Ursachen verstehen, die auslösen was (vielleicht schon in ein paar Wochen) in der Welt passieren wird. Obwohl wir die Nachrichten im Fernsehen wie ein offenes Buch interpretieren können sollten, ist uns alles ein Rätsel – so mysteriös wie für den, der kein messianischer Jude ist. Wir sollten voraussehen was geschehen wird, um uns darauf vorzubereiten, tun es jedoch nicht. 

Wie oben erwähnt: was wir NICHT verstehen von Elohim, würde alle Bibliotheken der ganzen Welt füllen. Und das ist schlecht, sehr schlecht. Es ist nicht der Wille Elohims, dass es so sei. Es liegt an unserem Willen. Weil wir um Erklärungen bitten, besser gesagt: weil wir Erklärungen verlangen, bevor wir die Satzungen/Chuqím erfüllen, weil wir sie nicht verstehen. Lassen Sie uns die Satzungen/Chuqím erfüllen und wir werden beginnen, alles zu verstehen. 

Die 1. Regel, um anzufangen zu verstehen ist: zu GEHORCHEN und nicht zu rebellieren wie Qórach (den wir in der letzten Parascháh in seiner Rolle des Rebellen gegen den Willen Elohims sahen). Ja, „Ordnung ist das oberste Gesetz des Himmels“, wie der englische Schriftsteller Pope richtig festgestellt hat. Unser Gehorsam ist es, der Ordnung in unser Leben bringt und es in die Himmel stellt, wo wir hingehören. ES GIBT KEINE UNGEHORSAMEN IM HIMMEL! ES GIBT KEINE REBELLEN IM HIMMEL! „Naaséh we‘nischmáh“ sagte das jüdische Volk: „Lasst uns (zuerst) tun und (dann) werden wir (die Erklärung) hören“. Bravo! Das ist Gehorsam. Das ist es wert, nachgeahmt zu werden. Elohim wird es uns schon erklären, dafür sind wir Seine Kinder! Wem Er nichts erklärt ist den Fremden. 

Die 2. Regel, alles zu verstehen ist: alles, was uns passiert, ANZUNEHMEN. Die Annahme ist die 2. Regel, die uns Erkenntnis und Weisheit/Chachmáh in allem, was uns umgibt, einbringen wird. Dies ist eines der am schwersten zu erreichenden Dinge: alles anzunehmen, besonders die Menschen und unsere Beziehungen zu ihnen. Und ganz besonders: anzunehmen, dass sie NIE sein werden, was wir uns erhofft oder gewünscht haben. Annahme ist ein Prozess, der von anhaltendem Gebet begleitet sein muss. Stellen wir uns vor, wir wären in der Zeit Ieschuas und Er würde an den Ölbaum genagelt. Wie akzeptieren wir, dass unser Maschíach nicht mehr da ist, dass Er tot ist, dass (in unseren menschlichen Augen) alles „versagt hat?“ Denn das ist es, was die Jünger/Talmidím empfunden haben müssen. 

Annahme ist ein Teil des positiven Denkens, von dem wir in vorherigen Paraschót sprachen. Wir müssen sie in unser tägliches Leben integrieren und in die Perspektive/Haschqafáh, die Elohim uns schickt, um alles zu verstehen. 

Die 3. Regel ist: EINE FREUNDSCHAFT MIT ADONAI AUFZUBAUEN indem wir Ieschua in uns haben. Zusammen mit dem Gehorsam und der Annahme wird diese Freundschaft uns dazu bringen, eine so innige Beziehung zu Ihm aufzubauen wie zu einem Freund, bis wir uns innig kennen, bis in die kleinsten Gedanken, Reaktionen, Wesensarten, Geschmack und Abneigungen, eben alles, was sich zwischen Freunden ergibt. Was wissen Sie NICHT über Ihre/n beste/n Freund/in? Äußerst wenig, oder? Genau DAS ist es, was passieren wird, wenn Sie durch das tägliche Gespräch mit ADONAI eine Freundschaft mit Ihm erzielen. Sie erzählen Ihm Ihre Probleme/Tzúres und Er sagt Ihnen, wie Sie diese lösen sollen und die Beziehung vertieft sich und wächst, bis Sie ADONAI schlussendlich KENNEN wie Ihren besten Freund. ES GIBT NICHTS BESSERES als dies in unserem geistlichen Leben. Es gibt kein höheres Ziel auf unserem Lebensweg. Das ist NICHT leicht. Der Widersacher wird alles ihm Mögliche tun, um diese Beziehung zu vereiteln, Gespräch und Wachstum zu ruinieren, damit sich diese Beziehung nur ja nicht weiterentwickelt. 

Die 4. Regel ist: UNSEREN FEINDEN ZU VERGEBEN. Leider hat das messianische Judentum (scheinbar unverdient) viele Feinde hervorgerufen, die aktiv mit dem Widersacher/ha‘satan zusammenarbeiten, obwohl sie sich für die Feinde ha‘satans halten, um gegen die Bewegung oder um die Vernichtung derselben zu beten. Die Verirrungen, die sich so bald in den messianischen Bewegungen eingestellt haben, sind das direkte Resultat dieser Gebete gegen sie. 

Ieschua hat uns jedoch eine Regel gegeben, und so auch die Torah: „Vergebt euren Feinden“. Wir sollten täglich für unsere fehlende Vergebungsbereitschaft um Vergebung bitten und gleichzeitig Elohim bitten, Vergebungsbereitschaft in unser Herz zu legen gegenüber unseren Feinden, die mächtig gegen uns (und für unsere Vernichtung) beten und fasten. Dies ist auch Teil des Prozesses der Annahme. Es ist nicht leicht, jemandem zu vergeben, der uns unmittelbar schadet. Es ist jedoch der Wille Elohims, dass wir es tun und das ist es, was wir tun sollen. Das ist eine weitere Satzung/Chóq, die rational nicht zu verstehen ist. Wenn wir das verstehen, verstehen wir, dass es wie alles, was Elohim tut, zu unserem Besten ist, nicht zum Besten unserer Feinde. Er reinigt unser Herz und macht es blitzblank und strahlend rein, wenn wir es richtig machen. Das ist nicht immer der Fall, da wir mit dem Mund um Vergebung bitten, nicht aber mit dem Herzen. Vergebung befreit uns von geistlichen Bindungen an die Person/en, die unsere Feinde sind und überlässt die Vergeltung Elohim, der besser Recht schaffen kann als wir. 

Die 5. und letzte Regel ist: um Ahavah/aufopfernde Liebe für alle uns Umgebenden zu bitten. Die uns Umgebenden sind unter anderem unsere Familienangehörigen, unsere Synagoge, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen und Menschen, die Elohim uns in den Weg gestellt hat, damit wir ihnen helfen und davon zeugen, dass Er in uns wohnt. Wie schon erwähnt ist Ahavah grundsätzlich das, was Elohim tut: geben. Er gibt Hilfe, Segen, Gebet, Befreiung, ein Wort der Ermutigung, des Gebets, einen Rat, der von Ihm kommt (nicht aus unseren eigenen beschränkten Gedanken), ein offenes Ohr für die Probleme des anderen und warum nicht, den anderen uneingeschränkt lieben. All dies ist Ahavah und all dies ist es, was Elohim von uns verlangt. 

Wie die Annahme ist Ahavah ein Prozess, der sich mit der Zeit und mit der Freundschaft mit Elohim entwickelt. Wenn wir sehen, was Er alles für uns getan hat aus uneingeschränkter Ahavah, dann beginnen wir es auch für andere zu tun. 

Möge unsere Erkenntnis in dem Maß wachsen, wie wir beginnen geistlich zu wachsen. 

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