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Viernes, 02 Junio 2017 16:59

PARASCHAH NASSÓ / ERHEBE

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 35
NASSÓ / ERHEBE

9. Tag des dritten Monats (Siwán) des Jahres 5778
3. Juni 2017

Torahlesung: BaMidbár/In der Wüste/„4.Mose” 4,21-7,89
Haftaráh: Schoftím/Richter 13,2-25

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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KOMMENTAR DER PARASCHÁH
DIE SIEBEN REGELN FÜR EINE ERFOLGREICHE EHE

Ein Reporter fragte einmal einen berühmten Mann nach dem Erfolgsrezept seiner 50-jährigen Ehe. Die Antwort war: „Die Formel ist dieselbe, die ich auch zur Herstellung meiner Produkte benutze: sich immer dem gleichen Modell zu widmen.“  

Im messianischen Judentum ist eine Scheidung (nach dem Erneuerten Bund) sehr schwierig. Darum sollten wir besser einige einfache Regeln verstehen und praktizieren, damit unsere derzeitige oder zukünftige Ehe Erfolg hat.

1. ¿BASHÉRTE/R, ODER WÄHLEN WIR SELBST?

Da wir für messianische/messianisch renovierte Juden schreiben, ist die 1. Regel, dass eine erfolgreiche Ehe MIT und IN Elohim beginnt. ER sollte unseren Ehepartner aussuchen, nicht wir. Wie unsere Stamm-Leser schon wissen, sind wir der Überzeugung, dass Elohim alles vorherbestimmt hat. Wieviel mehr ein so heikles Thema wie unsere Ehe. Gemäß dem Willen Elohims gibt es eine/n Bascherte/r, die/der auf uns wartet (auf die Ledigen natürlich, oder die Geschiedenen). Das Gebet des Betreffenden und das Gebet der Eltern und Großeltern sollte auf die Begegnung zwischen den beiden gerichtet sein, die schon vor der Erschaffung der Erde Bascherte/r (füreinander Bestimmte) sind. 

Dies bedeutet NICHT, dass die Ehe problemlos sein wird. So etwas gibt es nicht. Wir werden jedoch zumindest die Zusage Elohims haben und die Sicherheit, dass Er unseren Ehepartner schon Billionen von Jahren vorher ausgesucht hat, was wohlweislich eine große Erleichterung ist. Wie kann ich wissen, dass mein gegenwärtiger Ehepartner mein/e Bascherte/r ist? Dafür gibt es keine festen Regeln. Es gibt jedoch Anzeichen der einen oder anderen Kategorie, die es uns zeigen können. Eines dieser Anzeichen ist eine gewisse ‘Anpassung‘, ein Ruhen des einen in der Gegenwart des anderen und einer im anderen. Dies kann jedoch auch einfach nur ein sich aneinander gewöhnt haben sein, was nicht dasselbe ist wie die Gewissheit, dass man die füreinander Bestimmte Person ist. Aber es ähnelt dem sehr. 

2. TEILEN, SICH MITTEILEN

Die 2. Regel zu einer erfolgreichen Ehe ist, einander zu verstehen/laavín. Teilen Sie ALLES mit Ihrem Ehepartner. Fehlende Kommunikation ist ein schlimmer Defekt zerrütteter Ehen. Auf der Hochzeitsreise läuft alles wie geschmiert. Aber sobald die Routine in unser Leben einkehrt, fängt scheinbar alles an zu klappern. Alles wird kompliziert und es fehlt die Zeit für die Kommunikation, das Gespräch, um sich besser kennenzulernen, um gemeinsam zu beten - die vielleicht wichtigste Aktivität aus der Sicht der Zukunft der Ehe. Ein Ehepaar, das nicht betet, hat keine gute Zukunft. Was man außerdem auch noch haben sollte, sind gemeinsame Ziele: geistliche und mentale Ziele, Hobbies und Pläne für die Zukunft (die von Elohim kommen sollten, nicht aus unserem Fleisch). 

3. KOMMUNIKATION

Der wichtigste Schritt zum gegenseitigen Verständnis ist die KOMMUNIKATION. Die Kommunikation in einer erfolgreichen Ehe ist unerlässliches, sowohl die verbale, wie die nonverbale. Man könnte fast sagen, dass die Ehe, wenn Kommunikation (besonders verbale) und FREUNDSCHAFT vorhanden ist, überleben wird. Wenn es in der Ehe jedoch keine Kommunikation gibt, wird die Ehe nicht lange überleben. Um gute Ehepartner werden zu können, muss man gute Freunde werden. Freundschaft gründet sich auf gemeinsame Interessen, Verständnis und Toleranz. Dies sollte zu einer guten Kommunikation führen - gegründet auf diese Punkte, besonders den ersten: die gemeinsamen Interessen. Man könnte die ‘Formel‘ folgendermaßen schreiben: ‘gemeinsame Interessen‘ = Gespräche = Freundschaft = Liebe = Ahaváh-Liebe (aufopfernde, geistliche Liebe Elohims). 

4. WIEVIEL MAN TUN KANN MIT DEM, WAS MAN HAT

Im November 1994 gab der jüdische Violinist Itzchák Perlman ein Konzert im Lincoln-Center in New York. Gleich am Anfang des Konzerts riss eine der 4 Saiten seiner Violine mit einem lauten Knall. Alle erwarteten, dass das Konzert vertagt werde oder dass er zumindest die beschädigte Violine gegen eine andere austauschen würde. Aber Perlman spielte unverwand auf den 3 Saiten weiter, was er vorher auf den 4 Saiten gespielt hatte. Als das Konzert, eines seiner besten Vorstellungen,  zuende war, stand darum das gesamte Publikum auf, um ihm endlos zu applaudieren. Als er gefragt wurde, wie er unter so schlechten Voraussetzungen spielen konnte, sagte er: „Wisst ihr, manchmal ist die Aufgabe des Künstlers: herauszufinden, wieviel Musik man mit dem machen kann, was einem noch bleibt.“ 

Dies ist nicht nur für Itzchák Perlman von Nutzen, sondern auch für die Ehepartner in einer Ehe, die vielleicht nicht so gut läuft (wie die Violine von Perlman). Wie viel HARMONISCHE Musik bekommen Sie aus Ihrer Ehe heraus, mit nur 3 statt 4 Saiten? Vielleicht mehr, als Sie denken. 

Die menschliche Ehe ist ein Gleichnis/Maschal der Ehe ADONAIs mit Israel und der zukünftigen Ehe des Rebbe Ieschúa mit Seiner Braut, den messianischen Juden (nach dem Blut und/oder dem Glauben) in aller Welt. Diese Regel sollten wir auch auf unsere Beziehung zu Elohim anwenden – die einer Braut – was wir kollektiv gesehen sind – mit Ieschúa. Wir spielen höchstwahrscheinlich nicht mit den 4 Saiten, aber manchmal bekommen auch wir sehr schöne Akkorde zustande. Sinnen wir doch einmal darüber nach, wie diese schönen Akkorde zustande kommen, damit wir sie wiederholen und öfter spielen und von ihnen lernen können. 

Es ist auch sinnvoll, die Saite zu untersuchen, die uns an unserer Violine fehlt. Warum ist sie gerissen? Wie spielen wir weiter? Was fehlt uns? Womit ersetzen wir sie? Mit starkem Willen? Mit verdoppelter Anstrengung? (Wie Perman es tat). So sollten wir in unserer Ehe handeln. 

5. VERTRAUEN

Eines der Elemente, die unsere Ehe standfester macht, ist gegenseitiges Vertrauen. Machen wir uns jedoch nicht selbst etwas vor: Es kann kein Vertrauen geben, wo kein GEIST DER FURCHT VOR ADONAI/Rúach Ir‘át ADONAI (Jes.11,2) ist. Wir alle sind Fleisch und Blut/Basár we‘Dam, aber manche sind mehr Fleisch als Blut, und das Vertrauen schwindet. Das einzige Gegenmittel ist der Geist der Furcht vor ADONAI, um den man bitten muss, um ihn zu bekommen. Dies bringt uns in die richtige Position und gibt uns die richtige Vorstellung von uns selbst, damit unser Ehepartner sich keine Sorgen zu machen braucht, weil beide wissen, dass Elohim uns regiert und bewacht. Wir müssen lernen, unserem Ehepartner gegenüber ehrlich zu sein (falls wir es noch nicht sind), damit er/sie es uns gegenüber auch sein kann. 

6. AHAVÁH-LIEBE

Das Wort ‘Liebe’ hat so viel an Substanz, an Wert und Inhalt verloren, wie die Währungen vieler lateinamerikanischer Länder. Mancher sagt „ich liebe dich“, wenn er eigentlich etwas ganz anderes meint. Das Wort ‘Liebe‘ hat inzwischen eine so weitgefächerte Bedeutung, dass es letzendlich bedeutungslos ist. Was wir tun sollten, BESONDERS im Rahmen der Ehe, ist: Elohim um Ahaváh-Liebe bitten und von Ihm annehmen. Ahaváh könnte übersetzt werden als: ‘geistliche, aufopfernde Liebe, die von Elohim kommt‘. Diese Ahaváh-Liebe ist die in 1. Korinther 13 vom Rabbiner Schául (Paulus) beschriebene Liebe. Sie bedeutet grundsätzlich einfach: geben und geben und geben und nichts dafür zurück zu erwarten. Denn das, was wir geben, kommt nicht von uns selbst, sondern von Elohim. Elohim ist derjenige, der GIBT. 

Ahaváh schließt auch vergeben, tolerieren und annehmen mit ein, selbst das Unverzeihliche, das Untolerierbare und das Unannehmbare - wegen Ieschúa und in Seinem Namen. Un zwar nicht nur heute, sondern jeden Tag.

7. DIE SPLITTER ENTFERNEN

Die Ehe zwischen zwei vormals absolut unbekannten Menschen ist nicht leicht. Es gibt Splitter, die entfernt werden müssen, die stören und pieksen und die manchmal ertragen werden müssen, zum Wohl der Ehe. Es gibt Splitter fehlenden Respekts oder fehlender Vision der Autorität des Ehemanns über die Ehefrau, finanzielle Splitter, Splitter der Kleinfamilie, Charaktersplitter (die am meisten wehtun), religiöse Splitter (wenn die Ehepartner unterschiedlichen Religionen angehören), Splitter über die Kindererziehung, sexuelle Splitter, Splitter über die Rolle jedes einzelnen in der Ehe und, in den meisten Ehen, Generations-Splitter (z.B.: Fluch und andere geistliche Probleme, die von den meisten Lesern einfach ignoriert werden).  

Diese 7 Richtlinien werden funktionieren, wenn Sie und Ihr Ehepartner Elohim im Gebet einzeln um sie bitten, und wenn Sie beide Ihren Willen daransetzen, sie umzusetzen.

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Julio Dam

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