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Viernes, 19 Mayo 2017 22:50

PARASCHAH BE‘HAR – BE‘CHUQOTÁI / AUF DEM BERG (SINAI) - IN MEINEN SATZUNGEN

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 32-33
BE‘HAR – BE‘CHUQOTÁI
AUF DEM BERG (SINAI) - IN MEINEN SATZUNGEN

24. des zweiten Monats (Iár) des Jahres 5778
20. Mai 2017

Torahlesung: Wa’iqrá/Und rief/„3.Mose” 25,1-27,34
Haftaráh: Jirmijahu /„Jeremiah“ 16,19-17,14 + 32,6-27

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

Copyright © 2017 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website im Internet zu besuchen: www.beitshalom.org. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschót und Bücher in spanisch, englisch und deutsch finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Parascháh ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohím geahndet.

Wa’iqrá/Und rief/‘3.Mose‘ 25,20: „Und wenn sie fragen würden: Was sollen wir im siebten Jahre essen, wenn wir unsere Produkte nicht säen und ernten dürfen?“

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
WIE WIR FLUCH/KLALÓT IN UNSEREM LEBEN VERMEIDEN KÖNNEN

Diese Parascháh handelt von einem Thema, das uns allen „bekannt“ ist, wenn auch nur oberflächlich. Wir wissen, dass es Segen/Bracháh und Fluch/Klaláh gibt, aber viel mehr wissen wir über dieses Thema oft nicht. Das kann ein großer Nachteil für unser Leben sein, besonders, wenn wir unwissentlich unter einem oder mehreren Flüchen/Klalót leiden. Es mag unter unseren Lesern messianische Juden geben, die sogar daran zweifeln, dass es so etwas überhaupt gibt. Vielleicht halten sie es für ein Hirngespinnst unwissender Menschen. Wie wir sehen werden, sind jedoch sowohl Segen/Bracháh als auch Fluch/Klaláh sehr real. Sie haben ihre Auswirkung im Leben der Gläubigen und der Ungläubigen gleichermaßen, letztere merken es nur nicht. 

GIBT ES IM UNIVERSUM EIN DESIGN?

Gibt es ein von Elohím entworfenes Universum oder ist alles nur „Zufall“? Wir messianischen Juden wissen, dass alles von Elohím entworfen worden ist. Wir verstehen also, dass ALLES von Elohím zu Seiner Ehre/Kavód entworfen wurde. 

Wir, die wir geistlich gesprochen zum Siegen bestimmt sind, befinden uns innerhalb dieses Designs. Elohím kennt jeden von uns ganz genau und hat für jeden eine genaue Bestimmung vorgezeichnet. Wir haben jedoch erst noch einige Hindernisse zu bewältigen, besonders im Bereich unseres Charakters, Charaktereigenschaften/Midót, die es zu verändern gilt, die unser Wachstum behindern, und vielleicht von unseren Vorfahren (welche Elohím nicht gekannt haben) geerbt sind. Elohím legt sie uns in den Weg, damit wir sie bewältigen und vorangehen, auf unser Ziel, unsere Endbestimmung zu - das Höchste, was wir laut der Heiligen Schrift erreichen können und/oder sollen. Und das ist viel, viel mehr, als wir derzeitig haben oder sind. Wir können das Design des Universums (aus unserer Perspektive aus gesehen) besser wahrnehmen, wenn wir das Leben als einen Hindernislauf betrachten, bei dem wir von Elohím, unserem Trainer/Coach aller Trainer trainiert werden.

DIE ABSICHT DER GEBOTE/MITZWÓT

Die Gebote sind keine Laune eines Elohíms „mit Brille“, der uns das Leben schwermachen will, indem Er uns Dinge auferlegt, die unmöglich zu erfüllen sind. 

Die Absicht der Gebote/Mitzwót ist, in uns die uns noch fehlenden Charaktereigenschaften/Midót zu bilden, damit wir werden, was wir zu werden bestimmt sind - im höchstmöglichen Grade unseres geistlichen Aufstieges. Alle Gebote/Mitzwót zusammen bilden eine Grenze um uns - wie eine Reihe Schilder, auf denen steht: „Geh hier nicht weiter!“ „Geh da entlang!“ – um zu verhindern, dass wir sündigen und in Form von Fluch/Klaláh bestraft werden; und damit sowohl wir, wie auch unsere Kinder und Nachkommen reichen Segen/Bracháh empfangen. Segen und Fluch/Brachót ve‘Klalót sind einfacher zu verstehen, wenn wir sie uns als automatische Folge (Belohnung oder Strafe) vorstellen - wie die physischen Gesetze des Universums. 

Wenn Sie vom 2. oder 3. Stocks eines Hauses springen, ist wohl das Mindeste, was Ihnen passiert, eine Menge Knochenbrüche. Das ist keine Strafe Elohíms, sondern physisches Gesetz - von Ihm geschaffen, damit das von Ihm erschaffene Universum funktioniert. So, wie wir die physischen Gesetze beachten und nicht übergehen, weil wir wissen, dass sie automatisch funktionieren, so sollten wir auch die geistlichen Gesetze von Segen und Fluch/Brachót ve‘Klalót beachten, weil sie genauso automatisch funktionieren und unweigerlich ihre Auswirkungen auf uns und unsere Nachkommenschaft haben, sowohl zum Guten, wie zum Schlechten. 

In 5. Mose/Dvarím 28 haben Sie eine Liste von Beidem. Lesen Sie sie und versuchen Sie zu identifizieren, welche in Ihrem Leben, bisher unbemerkt, ihre Auswirkungen haben. Deshalb sagten wir am Anfang dieser Parascháh, dass wir alle von der Existenz von Segen und Fluch/Brachót ve‘Klalót wissen, aber nicht viel mehr als das. 

WIE SIE WISSEN KÖNNEN, OB SIE UNTER EINEM FLUCH/KLALÁH STEHEN

Man könnte sagen, dass viele von uns sich unter einem (unsichtbaren) Fluch/Klaláh befinden, den wir nicht wahrnehmen, der jedoch in unserem Leben am wirken ist. Wir sollten die Anzeichen identifizieren und den jeweiligen Fluch brechen. Es ist vital, dass wir diese geistliche Übung regelmäßig vornehmen, weil ein Fluch/Klaláh unser oder unserer Nachkommen zukünftiges Handeln beeinträchtigen kann, und ihre Auswirkungen sehr schädlich für unser Leben sind. 

Mit einem Fluch auf dem Buckel zu leben ist wie mit Ketten zu laufen. Man kann es auch mit finsteren Wolken vergleichen, die ständig dahin ziehen, wohin wir reisen und uns „verfolgen“, ihren „sauren Regen“ auf alles herabschütten, was wir tun oder anpacken. Fluch bringt auf uns „seltsame Phasen“ von mentaler oder physischer Krankheit, gehäufte Unfälle, Pechsträhnen, Scheidungen, Ehelosigkeit in der Familie, Unfruchtbarkeit, Armut, wiederholtes Versagen, Geschäfte, die nie etwas werden, zwischenmenschliche Beziehungen, die immer schlecht enden, Zusammenbruch der Familie, usw. „Zufall“? So etwas gibt es im Reich Elohíms nicht. Es gibt nur Segen und Fluch/Brachót ve‘Klalót. 

Unter dem Schatten des Segens Elohíms zu leben ist dagegen vergleichbar damit, auf einer 16-spurigen Autobahn, mit Vollgas und ohne Hindernisse, rasch unserem Ziel entgegen zu fahren. Was ziehen Sie vor? Die Autobahn oder die Ketten? 

Außer dem Nichtbefolgen der Gebote/Mitzwót Elohíms gibt es noch einige andere Ursachen für Fluch/Klaláh in unserem Leben. Dies kann sein: Erbe der Vorfahren; geistliche Ursachen wie z.B. sich ohne die AUSDRÜCKLICHE Erlaubnis Elohíms einzumischen in geistliche Dinge, die uns nichts angehen; sich befassen mit geistlich unreinen Dingen oder Gegenständen (z.B.: Hexerei-Gegenstände); Ikonen berühren; Geschichte von Suiziden oder „seltsamen“ Unfällen in der Familie; wenn jemand im Haus/in der Familie Heavy-Metal-Musik hört; nicht rechtzeitig den Zehnten geben (selbst wenn man zu keiner messianischen Synagoge gehört); anti-jüdische Einstellung; ausgesprochener Fluch in einem bestimmten Bereich (wo Sie „seltsame“ Schwierigkeiten bemerken); und ca. 70 weitere Ursachen für im TANACH erwähnte Flüche/Klalót, die wir hier unerwähnt lassen, weil es zu lang würde und ein Buch füllen würde. 

Was Sie tun können und nützlich wäre für Ihr geistliches Leben ist: die Richtschnur festzulegen, um Fluch/Klaláh zu brechen, der in Ihrem Leben oder in der Familie am Wirken sein mag. Hier einige genauere Anweisungen:  

  1. Erkennen, dass (aus einem der hier oder anderer in der Bibel erwähnten Gründe) Fluch in Ihrem Leben am Wirken sein könnte und Buße tun über Ihre Sünde und/oder die Ihrer Vorfahren. Bitten, dass Elohím durch Seine Macht jeden Fluch/Klaláh in Ihrem Leben und dem Ihrer Familie im Namen Ieschúas, des Messias/be‘Schem Ieschúa ha‘Maschiach bricht. Für immer aufhören, diese bekannte/n Sünde/n zu tun, sei es direkt oder indirekt.
  2. Elohím im Namen Ieschúas, des Messias/be‘Schem Ieschúa ha‘Maschiach bitten, dass Er Sie auf ewig befreit von diesem Fluch. Und nicht wieder in diesem Sinne sündigen, wodurch dieselbe Art von Fluch wieder auf Sie käme.
  3. Im Namen Ieschúas, des Messias/be‘Schem Ieschúa ha‘Maschiach befehlen, dass jeglicher unreine Geist, der mit diesem Fluch zusammenhängt, verschwindet aus Ihrem Körper, ihren Sinnen und ihrem Haus (oder Arbeitsplatz), im Namen Ieschúas, des Messias/be‘Schem Ieschúa ha‘Maschiach. (Diesen letzten Teil mindestens drei Mal wiederholen).

VERSTEHEN, WAS UNS PASSIERT

Abgesehen von Flüchen gibt es aber auch (oft gar nicht angenehme) Ereignisse in unserem Leben, die Elohím schafft, um unsere Charaktereigenschaften/Midót (von denen wir anfangs schon sprachen) zu korrigieren. Zum Beispiel könnte es sein, dass wir die Angewohnheit haben, (für unseren Körperbau) zu viel zu essen. Elohím korrigiert dies dann vielleicht durch ein Magenproblem oder dergleichen, was uns zwingt, zum Arzt zu gehen, der uns dann informiert, dass wir beginnen müssen, „weniger und mäßiger zu essen“. Und genau das war ja der Grund für Elohíms Erziehungsmaßnahme. Wir brauchen nur etwas Phantasie, um festzustellen, dass Elohím mit ALLEM was uns passiert, eine Absicht hat, selbst mit einem Glas, das uns herunterfällt. Er will unsere Aufmerksamkeit auf etwas lenken, was wir an unserem Charakter verändern sollen. Beachten wir Ihn! Wer will schon, dass die Dinge schlimmer werden, bevor er darauf achtet, was Elohím will, dass er verändern soll?

Stellen Sie eine Liste auf von den Dingen, die in der vergangenen Woche schiefgelaufen sind (ideal hierzu ist der Schabát). Bitten Sie Elohím, dass Er Ihnen zeigt, warum es schief gelaufen oder misslungen ist, und was Er Ihnen zu diesem Punkt beibringen will. 

Jede Begebenheit in unserem, Leben, besonders die unangenehmen, beinhalten eine versteckte Lektion Elohíms. Wir müssen uns nur angewöhnen, uns zu durchleuchten und Elohím im Gebet nach dem Warum und/oder dem Wozu zu fragen. So werden wir ein immer reicheres Leben haben, immer mehr ein Leben, wie Elohím will, dass wir leben: zu Seiner Ehre/Kavód und damit andere Elohím in uns sehen.

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