Bienvenido al sitio de Beit Shalom - Judaísmo Mesiánico Renovado, un lugar donde encontrarás lineas guías y herramientas para el inicio y la continuación de tu crecimiento espiritual logrando una mejor comprensión de los elementos básicos del Judaísmo y muchos otros aspectos que involucra ser Mesianico Renovado.

Viernes, 07 Abril 2017 11:07

PARASCHAH WA’IQRÁ/UND ER RIEF

Escrito por 
Valora este artículo
(0 votos)

DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 24
WA’IQRÁ/UND ER RIEF

12. DES ERSTEN MONATS (NISSÁN) DES JAHRES 5778
8. APRIL 2017

Torahlesung: Wa’iqrá/Und er rief/„3.Mose” 1,1-5,26
Haftaráh: Ieschaiahu/Jesaja 43,21-44,23

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

Copyright © 2017 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website im Internet zu besuchen: www.beitshalom.org. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschót und Bücher in spanisch, englisch und deutsch finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Parascháh ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohím geahndet.

Wa‘iqrá/ויקרא/Und er rief/‘3.Mose‘ 1,1-2: „Und ADONAI rief Moschéh, und sprach zu ihm vom Zelt der Versammlung aus und sagte: Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: ‘Wenn jemand von euch ADONAI ein Opfer bringen will, so soll das Opfer, das er darbringet vom Vieh, von Rindern oder Schafen genommen sein‘”./Wa‘iqráh el Moschéh wa‘iedabér ADONÁI elaió me‘óhel moéd le‘omér: “Dabér el bnéi Israel we‘amárta aléihem: “Adám ki iaqrív mikém qorbán le ADONÁI min ha‘behemáh, min ha‘bakár u‘min ha‘tzón taqrívu et qarbanhém“

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
„EFFIZIENT BETEN“

Das dritte Buch der Toráh, Wa’iqrá/ויקרא/Und er rief/‘3.Mose‘ ist ein Buch, das fast ausschließlich von Mitzwót/Geboten handelt. Sein Hauptziel ist, die Opfer zu regulieren, welche die Kohaním/Priester im Mischkán/Stiftshütte (und später im Tempel/Miqdásch) opferten. Das entsprechende Gegenstück der Opfer ist das Gebet. So lesen wir in Hoschíah/Hosea 14,3 in der hebräischen Version: „… und nimm als (wären es) Farren die Dankopfer unserer Lippen.“ 

Beten ist unserer Meinung nach das ‘A und O‘ der Nevuáh/Prophetie. In der Nevuáh/Prophetie hört der Naví/Prophet die Stimme Elohims. Im Gebet ist es genau umgekehrt: Elohim hört auf unsere Stimme. Wir sollten uns jedoch auch bemühen, Seine Stimme zu hören. Anders ausgedrückt: das effiziente Gebet ist jenes, das zu einem Dialog (einer beidseitigen Unterhaltung) geworden ist: wir zu Elohim und Elohim zu uns (durch Ieschúa in uns). Dies ist die normale Definition von Dialog.

EFFIZIENTER BETEN

Wir sollten alles in unserer Macht Stehende tun, damit unser tägliches Gebet effizienter wird. Um das zu erreichen, gibt es einige Faktoren, die wir beachten und umsetzen sollten. 

1. Wir sollten uns JEDEN TAG Zeit nehmen und zurückziehen, um in der Gegenwart Elohíms zu sein. „Ich würde gerne“ beten reicht nicht. Wir müssen in unseren täglichen Aktivitäten einen Raum dafür schaffen und die Gewohnheit, die dahin führt, dass diese Leere JEDEN TAG gefüllt wird - nicht ab und zu und wenn wir Lust darauf haben. Ohne diesen festen Entschluss hat der Feind genug Mittel und Waffen, um uns zu besiegen: Eile, Pflichten, alltägliche Probleme, jegliche Art von Angriffe, Ablenkungen, schlechte Laune, Streit oder Reibereien in der Familie, und etliches mehr. All dies – selbst wenn wir es nicht als solches identifizieren – sind Waffen des Feindes/ha‘satán, die er einsetzt, um uns von Elohím zu entfernen und uns davon abzuhalten, jeden Tag in der Gegenwart Elohíms zu sein. 

Die effizienteste Stunde zum Beten ist am frühen Morgen, bevor wir zur Arbeit los müssen oder damit anfangen. Das können wir auch an Ieschúa beobachten, in Mar.1,35: „Und am Morgen, als es noch sehr dunkel war, stand er (Ieschúa) auf, ging hinaus an einen einsamen Ort und betete daselbst.“ Eine andere Möglichkeit ist nachts, doch ist dies eher ein Betrug des Feindes als eine wirkliche Option, weil wir da müde, abgeschafft, nervös und ohne psychische Kraft zum Beten sind, und nur ‘so tun als ob‘. Im Grunde genommen ist es daher eher eine Zeitverschwendung. 

2. Es gibt etliche Faktoren zur Effizienz in dieser Gewohnheit, die man beachten sollte. Einer ist, sich von TV, PC und Handy zu entfernen (äußerst moderne Angewohnheiten, die uns sehr viel Zeit rauben können, Zeit, die unserem Beten abhanden kommt, wenn sie unser Gebet nicht vollständig zusammenbrechen lassen). 

Ein weiterer Faktor, den wir in den messianischen Synagogen beobachtet haben, zu denen wir eingeladen worden sind (unsere Gratis-Seminare zu halten), ist das völlige Fehlen von regelmäßiger Befreiung und/oder Heilung der Seele. Wir müssen rein sein, sowohl in der Seele, als auch im Geist. Und nur diese beiden Methoden bringen die Lösung.

  3. Eine gute Angewohnheit ist, beim Beten seine Bibel, ein Heft und einen Stift zur Hand zu haben. Sei es, dass Elohím jeden Tag zu Ihnen spricht oder nur manchmal, oder dass Er Ihnen sagt was Sie lesen sollen (wenn Sie Ihn im Gebet darum bitten), sind dies zwei der effizientesten Wege, Seinen Willen zu erfahren und zu versuchen, ihn zu tun. Selbst wenn Sie Ihn normalerweise nicht hören, hilft Ihnen das Heft, um zu lernen und zusammenzufassen, was Elohím Ihnen in jedem studierten Abschnitt offenbart hat - besonders am Schabát, wenn wir alle Zeit der Welt - für Ihn - haben. 

4. Wir sollten damit beginnen, Elohím zu loben, vielleicht mit einem hebräischen Lied, das wir aus unserer messianischen Synagoge oder anderswoher kennen. Elohím liebt es, dass wir für Ihn singen, und besonders, dass wir für Ihn tanzen. Man bracht keinen Tanzkurs zu machen, um dies tun zu können. Man muss nur seine Gedanken bei Elohím haben und Ihm das Lied (oder die Musik) weihen, das man tanzt. Dabei sollten wir uns nicht vom Feind mit fremden Gedanken von unserem Tun ablenken lassen. 

5. Wir sollten für jene Menschen (jemand aus unserer Familie, Autoritäten oder Geschwister unserer messianischen Synagoge) Fürbitte tun, die eine Veränderung, Heilung oder Besserung benötigen, sei es gesundheitlich oder im Zwischenmenschlichen oder in einer bestimmten Situation, die sie gerade durchmachen. 

6. Wir sollten für jene Dinge und Menschen beten, für die zu beten Elohím uns ans Herz gelegt hat und für Menschen und Dinge, die wir brauchen. Elohím wird uns geben, was Er uns geben will. Dafür sollen wir danken – sowohl für das, was Er uns gegeben hat, wie für das, was Er uns vorenthalten hat. 

7. Wir sollten Elohím darum bitten, dass es der Heilige Geist/Rúach ha‘Qódesch ist, der für uns betet und nicht unser Ego - das nicht weiß, was wir beten sollen, sondern nur weiß, was es WILL!, (und zwar für gestern!). Der Geist Elohíms sollte unser ständiger Begleiter sein, nicht nur im Gebet, sondern besonders auch in dem, was wir denken, was wir reden und was wir tun. 

Das Gebet/Tefiláh ist ein ‘Liebe Teilen‘ unter Liebenden, wie Schir ha‘Schirím/das beste aller Lieder/‘Hohelied‘ es ausdrückt: ADONAI ist mit jedem von uns, indem der Eine das Herz des Anderen berührt. Die beste Art von Ehe ist jene, in der eine gute, fließende Kommunikation vorhanden ist. 

Wie können wir jedoch wissen, wann wir das Herz ADONAIs berühren? Wenn wir beginnen, ohne ersichtlichen Grund Óscher/Freude und Schalóm/Frieden im Herzen zu haben. 

Es gibt eine weitere Auffassung von Gebet/Tefiláh, die ihren Ausgangspunkt darin hat, dass das Gebet/Tefiláh (durch die Schöpfermacht Elohims) eine Schöpfung ist. Es ist eine Schöpfungs-Transaktion, in der wir um eine Schöpfung Elohims bitten und Er uns diese als Antwort auf unser Gebet gewährt. 

Diese Auffassung hat ihren Ursprung darin, dass Elohim das Universum durch Sein gesprochenes Wort/Davár geschaffen hat und dass Ieschúa ADONAIs zu Fleisch und Blut/Basár we‘Dám gewordenes Wort/Davár ist. - Mit anderen Worten: das Wort/Davár als göttliche Schöpfung. - Hiernach ist das Gebet/Tefiláh eine Bitte von uns an Elohim um Überweisung von Schöpfungs- und Veränderungs-Macht, damit Elohim, (der Elohim, der durch Sein Wort/Davár schafft), für uns etwas schafft durch unserer Wort/Davár der Bitte um Hilfe. 

Damit unser Gebet/Tefiláh jedoch solche Höhen erreicht, müssen wir erst den Garten/Gan unseres Herzens pflegen. Unser Herz ist ein Garten/Gan der entweder aus ungepflegtem, zertrampeltem, verkrautetem Gras und dreckiger festgetrampelter Erde besteht oder voller duftender Blumen und begossener, bepflanzter, gepflegter Erde. Dieses begossene Herz pflegt man durch beständige Umkehr/Teschuváh zu ADONAI (von Schúv = Umkehr). 

Die Umkehr/Teschuváh sollte ein regelmäßiger Bestandteil in unserem täglichen Gebet/Tefiláh sein, ist es aber meistens nicht. Manche wissen nicht einmal, wovon wir hier reden, und zwar nicht weil sie nicht wollen, sondern aus fehlender Unterweisung. 

Außerhalb der Welt des Gesprochenen gibt es ein Universum des nicht Ausgedrückten, des nicht Ausgesprochenen, das sehr viele Worte, Begriffe und Vorstellungen umfasst, die wir aus verschiedenen Gründen nie jemandem gegenüber ausgesprochen haben, nicht einmal jemandem aus unserer Familie gegenüber. Freud nannte dies das ‘Unterbewusste‘, (nicht zu verwechseln mit dem ‘Unbewussten‘). Dieses unausgesprochene Universum ist viel größer als alles Ausgesprochene und ist auch Teil unserer Psyche, unserers ‘Ichs‘. 

Elohim ist (in Seinem Wunsch, unser Freund zu sein) mehr als bereit, uns zu offenbaren, was sich in unserem ‘unausgesprochenen Universum‘, in unserem ‘Unterbewusstsein‘ befindet. Vieles, wenn nicht alles davon, ist krank. Mit der Hilfe Elohims sollten wir uns davon befreien. Ich vermute, dass unser ‘Unterbewusstsein‘ viel voluminöser ist, als unser ausgesprochenes Ich (was andere von uns wissen). Und darin liegt die Gefahr. Wir sind ein ‘Ich‘, das eine riesige Tüte Müll mit sich herumschleppt, von der es nicht einmal weiss, was drinnen ist.  

Ohne Elohim ist es unmöglich zu wissen, was wir in unserem ‘Unterbewusstsein‘ mit uns herumschleppen, das wir herauslassen sollten. Diese Art von Offenbarung würde auch unsere Beziehung zu Elohim verbessern. Und zwar deshalb, weil wir uns als viel gesündere Menschen mit Elohim unterhalten würden, anstelle unseres kranken Ichs, das so ein großes ‘nicht ausgesprochenes‘ Universum mit sich herumschleppt. Ein praktischer Vorschlag: Legen Sie sich ein Heft und einen Kulli zurecht, um jederzeit die Offenbarungen und Träume, die Sie haben, aufzuschreiben und fragen Sie Elohim dann nach deren Bedeutung, und was daran Verwerfliches auszuräumen ist, um die Psyche zu heilen. 

Tägliches Vergeben ist wie täglich saubermachen. Welche Hausfrau putzt nicht regelmäßig ihre Wohnung (oder lässt sie putzen)? Müll und Staub sammeln sich schnell an und die Wohnung gleicht bald mehr einer Müllhalde als einer gemütlichen Wohnung. Genauso ist es mit unserem Herzen. Wir sollten jeden Tag, (und sei es auch nur für ein paar Minuten), sowohl psychisch, als auch geistlich sauber machen, um zu wissen, welcher Müll sich in unserer Psyche und/oder unserem Geist angesammelt hat. Denn fast jeden Tag sammelt sich Müll an: Menschen, die uns beleidigen, verfolgen, schlecht über uns reden, verfluchen, gegen uns beten, oder auch nur unbeabsichtigt verletzen. All dies verunreinigt unsere emotionale und geistliche Wohnung und wir müssen sie reinigen. Ein bei uns häufig zu hörender Ausspruch ist: „Ich gehe mal eben jenes Zimmer reinigen.“ Damit sage ich zu meiner Frau nicht, dass ich mit einem Besen zuwerke gehen werde, denn das ist nicht mein Ding. Ich sage ihr damit, dass ich es geistlich von den zig Dingen ‘reinigen‘ will, die ha‘satán/der Widersacher - in dem Versuch, uns zu schaden - geschafft hat, uns in den Weg zu schmeißen. 

Das beste Reinigungsmittel ist regelmäßiges Vergeben. Und dies ist eine Gewohnheit, nicht etwas, was einmal im Leben gemacht wird und dann nie wieder. Es sollte so alltäglich sein wie — die Wohnung zu putzen. 

Außerdem sollten wir uns vor ADONAI - dem König über alle Könige und Herrn über alle Herren - demütigen wie ein Untertan vor seinem König. Mit dem Kopf auf dem Boden zu beten ist die bestmögliche Position, weil es offenbart, wer vor Wem mit welcher Herzenseinstellung und Körperhaltung kniet. Wir haben Menschen erlebt, die UNTER KEINEN UMSTÄNDEN niederzuknien bereit waren, was ein klares äußeres Anzeichen davon ist, was im Innern vorgeht. 

Ein weiterer Schritt in unserem Gebet ist: ‘unseren Wandel zu überprüfen‘. Welche Art geistliches und emotionales Leben leben wir? Beten wir jeden Tag? Ist unser Herz rein? 

DIE BESTE ART ZU BETEN IST, DAS ZU BETEN, WAS ELOHIM SELBST UNS ZU BETEN GIBT, nicht das von uns Erdachte. Dies ist das effiziente Gebet! Das Gebet, das Elohim selbst uns zu sprechen in den Mund legt. Wenn Er uns sagt, um was wir bitten sollen, dann weil Er dies beantworten wird. Dies ist das bestmögliche Gebet! Dies ist natürlich nur für den möglich, der die Stimme Elohims hört. 

Damit unser Gebet beantwortet wird, was ja die Absicht jedes Beters ist, müssen wir zuerst unser Herz reinigen von aller Unversöhnlichkeit, allem Groll, allem Hass, aller Eifersucht und von jedem negativen Gedanken. Wenn auch nur etwas hiervon in uns steckt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass unser Gebet nicht beantwortet wird. Und dann klagen wir: ‘Elohim hört mich nicht‘! Reinigen Sie Ihr Herz und Sie werden erhört. 

Soweit wie möglich zu vermeiden, wissentlich zu sündigen, ist eine weitere Art, dass unser Gebet erhört wird. Viele von uns haben sich so sehr an eine bestimmte Sünde gewöhnt, dass diese schon ihren Charakter verfärbt hat. Und wir meinen deshalb, dass Elohim sich auch daran gewöhnen wird. Buße sollten wir tun und diese Sünde Ihm übergeben, und unser Herz wird leuchten. 

Es gibt Gebete, die nicht erhört werden (obwohl alle Gebete gehört werden), weil wir, bewusst  oder unbewusst, unsere Pflicht nicht erfüllen. Spenden/Milde Gaben zu geben/Tzedaqáh ist z.B. eine wichtige Pflicht. Es muss nicht unbedingt Geld sein. Es können Lebensmittel sein oder kleine Mengen vorbereitetes Essen für Bedürftige. Dies bringt Segen in unser Heim. Im Judentum ist dies eine Gewohnheit. 

Die Gesamtheit dieser Methoden sorgt für ein Gebet, das auf lange Sicht effizient ist.

Visto 215 veces Modificado por última vez en Viernes, 07 Abril 2017 13:16

Deja un comentario

Asegúrate de llenar la información requerida marcada con (*). No está permitido el código HTML. Tu dirección de correo NO será publicada.