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Viernes, 09 Diciembre 2016 10:27

PARASCHAH WA‘IETZÉ/UND ZOG AUS

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 7
WA‘IETZÉ/UND ZOG AUS

10. DES NEUNTEN MONATS (KISLEV) DES JAHRES 5777
10. DICIEMBRE 2016

Torahlesung: BeReschít/Am Anfang/„1. Mose” 28,10-32,3
Haftaráh: Hoschíah/Hosea 12,13-14,10

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

Copyright © 2016 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website im Internet zu besuchen: www.beitshalom.org. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschót und Bücher in spanisch, englisch und deutsch finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Parascháh ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohím geahndet.

BeReschít/Am Anfang/„1.Mose” 28,10: „Und Jaaqóv zog aus/wa‘ietzé von Beer Shéba („sieben Brunnen“) und wanderte gen Charán. Und fand einen Ort, und übernachtete da; denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm von den Steinen jenes Ortes und machte sich ein Kopflager und legte sich an dem Ort nieder. Und er träumte; und siehe, eine Rampe/Sulám war auf die Erde gestellt, die rührte mit der Spitze bis an die Himmel. Und siehe, die Engel/Malachím Elohíms stiegen darauf auf und nieder. Und so stand ADONÁI bei ihm….“

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
"GEISTLICH AUFSTEIGEN"

In dieser Parascháh sehen wir einen Traum Jaaqóvs, in dem dieser eine Rampe/Sulám (in Form einer großen Wendeltreppe) sieht, auf der Engel/Malachím Elohíms hoch und runtersteigen. Eine Rampe besteht aus Ebenen, die geistliche und mentale Ebenen repräsentieren, die wir Tag für Tag und Jahr um Jahr zu erreichen anstreben sollen. Abgesehen davon, dass Engel/Malachím (einzahl: Málach) reale geistliche Wesen sind, repräsentieren sie die geistliche Hilfe, die Elohím Seinen Kindern gibt, damit sie die Rampe/Sulám hochsteigen und jene Höhen erreichen, zu der Elohím sie bestimmt hat. Außerdem beweisen sie uns, dass wir nicht allein sind, dass Elohím da ist, an unserer Seite, dass Er uns die Hand reicht, selbst wenn wir weder Ihn noch die Engel/Malachím sehen. Unser Leben mit Elohím ist jenes Emporsteigen auf der Rampe/Sulám. Ob wenig oder viel, das hängt von uns und von unseren geistlichen Ambitionen ab – was oben erwähnter geistlichen Bestimmung nicht widerspricht. 

Bei diesem geistlichen Emporsteigen gibt es zwei Hauptbereiche: das „Wie“ wir hochsteigen und „die Bereiche“, die wir täglich zu bewältigen haben. Beginnen wir mit dem wie, um dann einige der Bereiche zu beschreiben, die Verbesserung unsererseits benötigen.

VERTIKAL, NICHT HORIZONTAL

Man kann versuchen, die Rampe/Sulám waagerecht, horizontal emporzusteigen - das heißt, indem man sich auf menschliche Lehren stützt (was andere uns beibringen). Dies birgt jedoch die Gefahr in sich, zur Religion zu werden, und zwar zu einer „menschlichen Religion“, nicht einer geistlichen. Wir sollten dies als das sehen, was es ist: eine Falle, damit wir uns mit etwas viel Geringerem begnügen, als Elohím für uns hat und will. Unser Aufstieg sollte dagegen immer vertikal sein, mit Elohím als unseren Führer durch Ieschúa, unseren ewigen Hohen Priester/Kóhen haGadól, der in uns lebt durch den Heiligen Geist/Rúach haQódesch (Hebr.3,1). Wer Ieschúa nicht als Teil (Dimension) Elohíms akzeptiert, kann Ihn nicht als Hohen Priester/Kóhen haGadól haben, noch den Heiligen Geist/Rúach haQódesch und Seine „Gaben“/Geschenke/Matanót, egal ob er sie zu haben meint. In Hebräer 4 warnt Elohím davor, dass nicht alle, die Seine Stimme hören, Ihm folgen und in Seinen Schabát gelangen werden, weil viele Seiner Stimme und Seiner Offenbarung nicht gehorchen und so dem Irrtum verfallen. Zuerst sprach Elohím zu uns durch die Propheten, welche die Einzigen waren, die den Geist/Rúach hatten. Seit Dieser jedoch vor rund 2000 Jahren gekommen ist, müssen wir auf einem anderen Sektor der Rampe/Sulám emporsteigen: auf der geistlichen statt der fleischlichen und mentalen Leiter. Dies ist was wir mit „vertikal“ und „horizontal“ meinen. 

Die absolute Wahrheit Elohíms kommt (wie wir auch in unseren Büchern darlegen) durch Offenbarung/Hitgalút, nicht durch Menschenlehre. So sagt es uns „Paulus“/Rav Schául in Gal.1,12: „Denn ich habe es nicht von Menschen empfangen noch gelernt, sondern durch Offenbarung von Ieschúa haMaschíach/dem Messias.“ DIES ist die richtige Methode, die Wahrheit Elohíms zu lernen. Wer die Wahrheit Elohíms durch Offenbarung erhält, verirrt sich NICHT, egal wer oder was man ihn falsch lehrt. Wir sollten jede Lehre, die uns vorgelegt wird oder auf die wir stoßen, mit dem Geist/Rúach untersuchen, nicht nur mit dem Verstand. Unsere ständige Frage sollte sein: „Was hat der Heilige Geist/Rúach haQódesch mir über diese Lehre zu sagen?“ und dann sollten wir GUT HINHÖREN und GENAU DARAUF ACHTEN, was ER uns zu sagen hat. Der Erneuerte Bund („N.T.“) sagt nicht umsonst: „Er wird euch in alle Wahrheit leiten“. Alle Irrlehren und Irrlehrer würden sehr schnell vom Bildschirm verschwinden, wenn wir alle uns nach dem richten würden was der Erneuerte Bund („N.T.“)  uns aufträgt. 

GLAUBE / EMUNÁH

Dieses Wachsen und die Rampe/Sulám emporzusteigen muss mit andauerndem, beständigen Wachsen unseres Glaubens/Emunáh einher gehen. Sonst bleiben wir in Zweifeln und Ängsten stecken, ob das, was wir bekommen von Elohím kommt oder nicht. Solche Zweifel deuten darauf hin, dass wir Opfer fehlenden Glaubens/Emunáh geworden sind. Der Glaube/Emunáh muss in dem Maße gepflegt werden, wie Wunder und übernatürlichen Dinge in unserem Leben geschehen. Wir müssen erkennen, dass Elohím sie uns schickt, gerade damit wir wachsen. Und wir sollten mit unserem HERZEN begreifen, nicht nur mit dem Verstand, dass Er uns zur Seite steht und uns hilft. 

DIALEKTISCHE ERFOLGE

Alles Wachsen, aller Aufstieg die geistliche Rampe/Sulám hinauf, hat Höhen und Tiefen. Unser Leben besteht nicht nur aus Höhenflügen, sondern aus Höhen und Tiefen. Wir sollten beidem zuvorkommen. Dies ist Teil jedes wahren Wachsens. Es gibt kein kontinuierliches Wachsen nach oben ohne Täler. Genauso wenig gibt es Abfahrten ohne Ende. Beides kommt zusammen, eine Kombination von beidem, und das nennen wir „dialektische Erfolge“. Das Leben des Menschen besteht nicht nur aus Erfolgen, noch nur aus Versagen, sondern aus einer permanenten Mischung vom Einen und Anderen. 

GEBROCHENSEIN

Für jene wahrhaft Ehrgeizigen unter uns gibt es nur eine Methode, die geistliche Rampe/Sulám hinaufzusteigen, und zwar, indem wir von Elohím zerbrochen werden und lernen, was Er uns durch dieses Zerbrochensein beibringen will, statt uns zu beklagen oder gegen Ihn zu kämpfen. Wer geistliche Höhen erklimmen will, muss sich dahingeben, um in seinem fleischlichen Menschen zerbrochen zu werden, damit der geistliche Mensch, der in ihm steckt, an die Oberfläche kommen kann. Im Erneuerten Bund („N.T.“) heißt es: „…wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und nicht stirbt, dann bringt es keine Frucht…“ (Joh.12,24). Die Schale des Samens (unser Ich, unser Ego) muss sterben, damit Frucht entstehen kann. Diese Schale ist unser fleischlicher Mensch: unsere Wünsche, unsere fleischlichen Ambitionen, unsere menschliche Sicht der Dinge. Wir sollten unser Ich sterben lassen damit unser Geist/Rúach ewig lebt.  „Wer seine Seele am Leben erhalten will, der verliert sie. Wer jedoch seine Seele sterben lässt, der rettet sie.“ Diese „Seele“ ist unser „Fleisch“, das voll ist mit Dingen, die sich gegen Elohím erheben. Deshalb kann Er diesen Teil von uns nicht gebrauchen. 

Viele von uns haben große Tugenden, wie etwa Ausdauer, angenehme Umgangsformen, Mitgefühl, Liebe, usw. Keine dieser Tugenden kann Elohím jedoch gebrauchen. Wie ist das möglich? Weil sie aus dem Fleisch entspringen und sich gegen Elohím stellen, selbst worin sie mit dem übereinstimmem, was Elohím scheinbar von uns erwartet. Nur Zerbrochen-werden kann uns verändern und uns zu brauchbarem Material in den Händen Elohíms machen. Alles, was aus unserem fleischlichen Menschen kommt, wird Er abtun und unseren geistlichen Menschen gebrauchen.  

Andere (die meisten) von uns werden bereits in dem einen oder anderen Bereich zerbrochen, sind sich dessen jedoch nicht bewusst. Oder aber sie wissen nicht, wie sie darauf reagieren sollen, oder wie sie Nutzen daraus ziehen können - d.h.: den inneren Menschen heraus zu lassen und den geistlichen Menschen IN und FÜR uns, ANSTELLE VON uns wirken zu lassen. 

DIE RICHTIGE UND BILDENDE LEHRE ERHALTEN

Der nächste Schritt ist das „Wie“. „Wie“ steige ich die Rampe/Sulám hoch? Durch kontinuierliche Lehre (sei es, dass wir sie durch die geistliche Autorität bekommen oder durch persönliches Studium), die durch den Geist der Offenbarung/Rúach Hitgalút (Ef.1,17) zu uns kommt und von unserem zerbrochenen Geist empfangen wird. Wir brauchen das Zerbrochensein, damit wir die Offenbarung „im Geist/Rúach und in der Wahrheit“ empfangen, statt mit einem stolzen Herzen, das voll ist mit „Menschengeboten“. Die selben Worte im TANÁCH („Bibel“) bedeuten, wenn wir unzerbrochen sind, etwas ganz anderes, als wenn wir durch den Heiligen Geist/Rúach haQódesch vorher zerbrochen worden sind, damit es unser demütiger Geist ist, der sie empfängt und versteht. Deshalb ist es so wichtig, zerbrochen zu werden. 

Das verkehrte „Wie“ andererseits ist, den TANÁCH mit unserem eigenen Verstand zu studieren und zu empfangen. Das Resultat und der Sinn werden GANZ anders ausfallen als im vorherigen Fall. Unser Verstand kann die geistlichen Dinge nicht wirklich erfassen, wie wir in 1.Kor./Korintíim Álef 1,18-19 und 2,6-7 lesen können. Aus diesem falschen „Wie“ entstehen alle Lehrfehler und Irrlehren unter denen wir in den letzten 2000 Jahren gelitten haben und auch heute noch leiden. Wir haben diese Lektionen nicht gelernt, die wir hier erwähnen, noch die Lektion des Zerbrochenseins, noch die Lektion, nur durch den Geist der Offenbarung/Rúach Hitgalút zu lernen. 

Als Letztes, diese Lehre soll uns nicht nur „informieren“, sondern auch und besonders „bilden und formen“. Elohím hat den Tanách nicht geschrieben, um uns zu informieren, sondern um uns zu formen, um uns Verhaltensregeln und moralische Regeln zu geben, die wir befolgen sollen. Wir sollen also (abgesehen davon, dass wir die richtige Information bekommen) diese Information umsetzen, um auch die richtige Form anzunehmen. 

JÜDISCHES SELBSTVERSTÄNDNIS (IDENTITÄT)

Jetzt, wo wir schon ein Wenig über das „Wie“ gesprochen haben, möchte ich etwas über das „Wo“ sagen. Wir haben gesehen, „wie“ zu tun ist, was getan werden muss. Sehen wir uns nun an, „wo“ wir dies anwenden sollen. 

Vor allem darin, uns die richtige Identität für uns selbst zuzulegen, nämlich die jüdische. Wir folgen einem jüdischen Rabiner, das heißt, der geistlichen Autorität einer ganz bestimten Religion: der jüdischen. Es ist aber nicht die gewöhnliche jüdische, sondern die jüdisch messianische - die Ieschúa und keinen anderen als Messias/Maschíach („Retter“, „Befreier“) und Dimension Elohíms (nach Joh.1,14 Sein Leib) anerkennt. Dies ist der Ausgangspunkt des „Wo“: Zu verstehen, dass wir der geistliche Leib Ieschúas sind (wie uns Epheser 2 detailliert erklärt). Außerdem sind wir Seine Verlobte/Kaláh und nicht die Ehefrau ADONÁIs (wie es die Juden nach dem Blut laut „Jer.“/Irmiáhu 3,14 sind). 

AN DER SEELE HEIL WERDEN

Der nächste grundlegende Punkt ist, heil zu werden von allen (von der Empfängnis an) erlittenen Wunden: Ablehnung, Missbrauch, und vieles mehr, was Studienthemen der Psychologie und Psychiatrie sind. Unsere Seele ist verletzt worden, hat Traumatas, Missbrauch, Beleidigungen, usw erlitten, die offene und eiternde Wunden hinterlassen haben, die nicht aufhören zu bluten und eitern, selbst wenn sie für das menschliche Auge oft nicht sichtbar sind. Elohím sieht sie jedoch und unser Unterbewusstsein, unsere Psyche nimmt sie wahr, denn sie ist es, die blutet. Eine der Aufgaben, um die wir, und unsere geistlichen Autoritäten, uns kümmern sollten ist, uns zu helfen, alle und jede dieser Wunden und Traumatas zu heilen, die uns verfolgen und verhindern, dass wir ein normales, glückliches Leben führen.  (Hiervon haben wir schon in früheren Paraschót gesprochen, weshalb wir es hier jetzt nicht wiederholen).  

GEISTLICHE BEFREIUNG

Der Feind nutzt diese Wunden aus, um uns geistlich anzugreifen und diese Wunden wo er kann zu verschlimmern. Unsere Aufgabe und die unserer geistlichen Autoritäten ist, einen Gegenangriff gegen diese geistlichen Attacken zu starten (wir sprechen nicht von psychischen, seelischen Angriffen). Wir müssen mit geistlichen Waffen, die Elohím uns gibt, kämpfen, um uns zu wehren. Diese sind für jede messianische Synagoge unentbehrlich. Im messianisch-renovierten Judentum gehören sowohl die Heilung der Seele, wie Befreiung und geistliche Kriegsführung zum täglichen Leben und zu unserer Lehre und Praxis vor und/oder nach jeder Versammlung in der Synagoge. Sonst kämen wir nicht ans Ziel, was ja gerade die Absicht des Widersachers ist. 

All dies gehört zum Emporsteigen auf der Rampe/Wendeltreppe/Sulám, zum geistlich Wachsen. Es ist kein leichter Weg, und das hat Elohím auch nie versprochen. Im Erneuerten Bund („N.T.“) lesen wir ganz im Gegenteil von einem „extrem schmalen Pfad“ (richtig übersetzt), wo gerade einmal einer gehen kann, im Gegensatz zum breiten Weg der Welt. 

Genau wie Jaaqóv sollten wir die Zeit nutzen, in der die Rampe/Sulám in unserer Sicht- und Reichweite ist, und mit der Hilfe unserer geistlichen Autoritäten und unserer Glaubensgeschwister so weit wir können auf ihr emporsteigen, um die Höhen zu erklimmen, die Elohím uns bestimmt hat zu erreichen.

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