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Viernes, 11 Noviembre 2016 09:04

PARASCHAH LECH LECHÁ / ZIEH HIN

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 3
LECH LECHÁ / ZIEH HIN

11. DES  ACHTEN MONATS DES JAHRES 5777
12. NOVEMBER 2016

Torahlesung: Bereschít/Am Anfang/„1.Mose” 12,1-22:24
Haftaráh:  2. Könige 4,1-37

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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BeReshít/Am Anfang/”1. Mose.” 12:1: “…Verlass deine Heimat und deine Verwandtschaft und das Haus deines Vaters und zieh hin in das Land, das Ich dir zeigen werde!”

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
AVRAHÁMS UND UNSERE 4 GLAUBENS-PROBE

Avrahám wurde mindestens 4 Glaubens-Proben von Seiten Elohíms unterworfen. Diese bestanden in Veränderung. Diese Prüfungen nehmen wir oft gar nicht wahr, da unser Lesen der Schrift meist viel zu wenig Tiefe hat, aber sie sind da. Und auch wir haben oft ähnliche Prüfungen durchzumachen. Wie bestehen wir sie? Wie Avrahám oder mit größeren Schwierigkeiten? 

DIE 1. GLAUBENS-PROBE

Die 1. Glaubens-Probe ist oben genannte. Stellen Sie sich einmal vor, Elohím käme zu Ihnen und sagte zu Ihnen: „Verlass deine Heimat und dein Zuhause und zieh in ein Land das Ich dir zeigen werden!“ unsere normale Reaktion wäre doch ein automatisches „WAS?! Wie, ich soll alles verlassen?, Elohím. Und wer wird mich versorgen? Wovon soll ich leben?” und dann würden wir anfangen zu meckern “warum tust Du mir das an?, Elohím, was hab ich Dir denn angetan?“ 

Es ist gar nicht einfach, nicht einmal für Elohím, uns aus unserem gewohnten Lebensstil, sozialen Umfeld und Familienkreis herauszuholen, um uns in eine total unbekannte Umgebung mit einem so anderen Lebensstil und Familie zu versetzen (wie es Elohím mit Avrahám tat) - in den Lebensstil und die Umgebung Elohíms. 

Veränderung ist eines der schwierigsten Dinge, gar nicht zu sprechen von oben Erwähntem oder -‘Chas ve chaliláh!‘/möge es nie zutreffen!- ein Religionswechsel. Wir mögen nicht einmal von Veränderung reden, die uns aus unserer mentalen und emotionalen Umgebung herausreißt. 

Eine so drastische Veränderung, wie jene, die Elohím von Avrahám verlangte, ist etwas, was wir uns zu tun nicht einmal vorstellen mögen. Avrahám dagegen diskutierte und protestierte nicht, er fragte nicht warum, sondern tat‘s ohne Wimperzucken. 

Elohím verlangt von uns jedoch nicht nur EINE Veränderung (für jene von uns, die wir Seinen Willen tun wollen) sondern eine permanente Veränderung, eine nach der anderen, von dem was wir glauben, was wir sind, was wir gewesen sind, was wir tun… Wenn wir früher Atheisten waren oder einer anderen Religion anhingen, bringt Er uns zum messianischen Judentum. Einmal hier sind wir aber noch nicht am Ziel –obwohl wir es im weiteren Sinne sind- sondern Er will uns weiterhin verändern –wenn wir Ihn lassen- in jedem Bereich, in jedem Themen-Punkt des messianischen Judentums. 

All dies ist für jeden schwierig, weil es den meisten von uns schwer fällt, uns zu verändern oder verändern zu lassen, egal um welche Veränderung es geht. Stellen Sie sich nur einmal vor, umzuziehen in ein anderes Land, ein anderes Haus, eine andere Familie, Umgebung, Kultur und Sprache, wie im Falle Avraháms. 

DIE 2. GLAUBENS-PROBE

Die 2. große Glaubens-Probe, die Avrahám auferlegt wurde war als Elohím ihm und seiner Frau Saráh sagte, dass sie einen Sohn bekommen würden, obwohl Saráh 90 Jahre alt war und Avrahám 100 (BeR./1.Mo.17,15-17). Meinen Sie nicht auch, dass es wahren Glaubens und wahren Vertrauens in Elohím bedarf, um zu glauben, dass eine 90-jährige Frau -die in dem Alter Ur-Urgroßmutter hätte sein können- (auf „natürliche“ Weise) schwanger werden und ein Kind bekommen könne von einem 100-jährigen Mann wie Avrahám? Doch Avrahám und Saráh glaubten und vertrauten Elohím, dass für den Schöpfer des Universums ALLES möglich ist. Und Itzcháq („er lachte“) wurde geboren. Jeder hätte „sich kaputtgelacht“ bei dieser Nachricht, meinen Sie nicht? Doch Avrahám machte sich nicht lustig und sein Vertrauen wurde bestätigt und wuchs mit der Geburt von Itzcháq. 

Es bedarf wahren Vertrauens und einer wahren persönlichen Beziehung zu Elohím, um zu wissen, dass wenn Elohím etwas sagt, dann geschiehts. Nich jeder kann solch einen „Quatsch“ wie diesen glauben (wie gewöhnliche Leute es nennen würden). Es ist Folge eines besonderen Charaktres, aber auch einer besonderen, innigen Beziehung zu Elohím, zu wissen mit Wem wir es zu tun haben und Wer es ist, der uns etwas scheinbar so Absurdes und Irreales zusagt. Für jemanden jedoch, der bereits eine Beziehung zu Elohím hat, der Ihn schon kennt und schon weiss, mit Wem er es zu tun hat, gibt es kein Unmöglich, kein Unglaublich, wie es für „Otto-Normalverbraucher“ der Fall wäre. All dies muss, wie gesagt, aus einer schon bestehenden Beziehung zu Ihm kommen, aus solch einem Kontakt mit Elohím, dass für denjenigen alles möglich ist, weil er sich bewusst ist, dass er es nicht mit einem Menschen zu tun hat, sondern mit dem Schöpfer des gesamten Universums, der mit einem Blick, ohne einen Finger zu bewegen, tun kann, was Er Saráh durch Avrahám versprochen hat. 

DIE 3. GLAUBENS-PROBE

Die 3. Glaubens-Probe, des Vertrauens Avraháms in Elohím, die härteste von allen, war jene in BeR./1.Mo.22,1-2 erwähnte, wo Elohím Avrahám sagt, er sollte seinen einzigen Sohn nehmen, den er im Alter von 100 Jahren bekommen hat, und ihn zum Moriáh bringen, um ihn dort zu opfern! Nach allem, was es ihn gekostet hat, ihn zu bekommen und aufzuziehen, soll er ihn nun töten! Stellen wir uns an seine Stelle und wir werden die Traurigkeit und Verzweiflung nachempfinden, die Avrahám überkommen haben muss, als er diesen Befehl Elohíms erhielt. Doch Avrahám hatte offensichtlich schon eine der feststen und wichtigsten Grundlagen einer Beziehung zu Elohím gelernt: dass man bei Elohím nicht diskutiert oder protestiert, man gehorcht und fertig! Und diese Regel gilt bis heute. Wer eine innige Beziehung zu Elohím haben will, muss enormen Respekt und Furcht, Ehrfurcht vor Ihm haben, und darf auf keinen Fall anfangen, mit Ihm zu diskutieren und zu protestieren - wie ein guter Soldat seinem Vorgesetzten gegenüber. Wieviel mehr sollten wir es tun, wo es um einen viel Höheren geht, um DEN Elohím über alle Gewalten. 

DIE 4. GLAUBENS-PROBE

Die 4. und letzte Glaubens-Probe von der wir heute reden werden finden wir in BeR./1.Mo.17,11. Es ist das Zeichen des Bundes/Brit zwischen Elohím und Seinem jüdischen Volk: die Beschneidung/Miláh, die mit Avrahám, dem als Gói/Heide geborenen Juden nach dem Glauben, begann. Auch dies ist ein Zeichen von Opfer und von Vertrauen in Elohím, selbst wenn nach der 3. Glaubens-Probe alles im Vergleich „leicht“ erscheint, wenigstens für Avrahám. 

Wenn wir Elohím anbeten (verehren), werden wir zu „Juden/Iehudím“. Das  hebräische Wort „Iehudí“ kommt von: „hod“=Anbetung und I (IHWH)=ADONÁI, und bedeutet: Anbeter ADONÁIs. Wenn wir Ieschúa annehmen, werden wir zu Juden nach dem Blut und/oder dem Glauben, je nach dem…, selbst wenn wir das nicht wollen oder wissen, ist es so. Avrahám war der erste Iehudí/Jude/Anbeter ADONÁIs, der beschnitten wurde. Wir benötigen die Beschneidung des Herzens, die erfolgt, indem wir Elohím-Ieschúa in uns leben haben, in unserem Herzen. Mit Ihm haben wir die perfekte Beschneidung, die einzig erforderliche. 

Diese Beziehung zu Ieschúa dürfen wir nicht „auf die leichte Schulter nehmen“. Es ist nämlich nicht leicht, Ihn im Herzen zu haben und zu erreichen, dass Er in uns lebt und durch uns handelt. Es ist eine Selbst-Ausschaltungs-Handlung. Wir lassen damit unser Leben in Seinen Händen, wir denken und tun Seinen Willen. Und das kann auf lange Sicht ganz schön schmerzhaft sein, schmerzhafter als eine physische Beschneidung, da es unser Ego ist, das leidet, und zwar kontinuierlich, weil wir es nicht zum Zuge kommen lassen, sondern bitten und darum ringen, dass Ieschúa in uns der Handelnde sei. 

So müssen wir mindestens diese 4 Glaubens-Proben durchlaufen in unserem Vertrauen in Elohím, oder weitere, die Er persönlich uns diktiert, um erstarken zu können und in Ihm lebendig zu bleiben bis unsere irdische Zeit ausläuft. 

„Chasáq we’ematz!/Sei stark und hab Mut!“ ist ein Staz, den jeder israelische Soldat wiederholen muss bevor er seinen neuen Posten als solcher antritt. Und genau dies ist’s, was Elohím an diesem Schabát zu uns spricht: „Chasáq we’ematz!/Sei stark und hab Mut!“

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Julio Dam

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