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Jueves, 20 Octubre 2016 19:20

PARASCHAH WESÓT HA BRACHÁH / UND DAS IST DER SEGEN

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 54
WESÓT HA BRACHÁH
UND DAS IST DER SEGEN 

20. des siebten Monats (Tischri) des Jahres 5777
22. Oktober 2016

Torahlesung: Dwarím / Angelegenheiten / „5.Mose" 33,1-34,12
Haftaráh: Iehoschúa /„Josua“ 1,1-18

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

Copyright © 2016 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website im Internet zu besuchen: www.beitshalom.org. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschót und Bücher in spanisch, englisch und deutsch finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Parascháh ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohím geahndet.

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
„MIT STARKER HAND UND GROSSER MACHT“

Moschéh, der größte Prophet, den die Welt je gesehen hat, hatte “starke Hand und große Macht”, den Kindern/Bnéi Israel zu helfen. Es handelt sich hier selbstverständlich um die Macht/Gvuráh Elohíms, die sich sowohl in Ägypten/Mitzráim zeigte (vor der Macht des Widersachers/ha satán im Pharóh), als auch in allen Macht-Taten, die Moschéh tun musste, um das Volk auf Anordnung von ADONAI Elohím zu führen. Viele von uns suchen die Macht/Gvuráh Elohíms, verstehen aber nicht, dass wir sie nicht bekommen werden, wenn wir nicht vorher gewisse Bedingungen erfüllen. Die Macht/Gvuráh Elohíms kommt nach einem langen Prozess als Jünger/Talmíd zu Füßen des „Größten aller Rabbis/Rabbí Rabaním“ Ieschúa haMaschíach. Eine der Vorbedingungen, um diese Macht/Gvuráh zu bekommen, ist: beständiges geistliches Wachstum. Diese Art von Wachstum kommt nicht ohne kontinuierliche Revision unseres Inneren und Äußeren, d.h.: unseres Charakters und Verhaltens (Inneres) und unserer Lehre/Doktrin (Äußeres).

Nachzusinnen, sowohl über begangene Fehler wie über unsere Erfolge, ist eine Technik, die nicht nur Moschéh benutzt hat, sondern auch der ehemalige Premierminister Israels, Ariel Sharon (der viele Jahren lang im Koma lag), als er Oberbefehlshaber des Israelische Heeres war.

In seiner Biografie „Sharon, der Krieger, eine Autobiografie“ (Seiten 94-96) ist zu lesen: „Ich habe versucht, die Idee zu vermitteln, dass es immer und in allem was wir tun Lektionen gibt, die wir lernen können. Das Hauptmittel dazu ist der Bericht nach der Aktion. Nach einer Patrouille oder einem Einsatz versammelten wir die Offiziere und Soldaten, um die Operation gemeinsam durchzugehen – alle zusammen, von den Jüngsten bis zu den Erfahrensten… Jeder sprach von seinen Befehlen, wie er sie durchgeführt hatte, welche Schwierigkeiten er gehabt und welche Lösungen er gefunden hatte. Ich bestand auf die Notwendigkeit absoluter Offenheit und Ehrlichkeit. Wir haben alle unsere Schwächen und Stärken, und ich wollte sie im Detail kennen. Ich wollte jedes Element verstehen, welches das Kampf-Verhalten beeinflusst, sowohl unseres, wie das des Feindes. Ich wollte nicht nur die Wahrheit, sondern die detaillierte Wahrheit. Das bedeutet, dass sowohl ich, wie auch die anderen Befehlshaber fähig sein sollten, die Erfahrungen der Männer zu analysieren und Schlüsse daraus zu ziehen. Es war eine konstante Entwicklung von einer Operation zur nächsten. Wir studierten jeden Aspekt des Verhaltens des Einzelnen, besonders die Krisenpunkte. Welches sind die entscheidenden Momente in der Erfahrung eines Soldaten, in der Erfahrung eines Offiziers, in der Beziehung zwischen ihnen? Wie sind die Schwierigkeiten zu bewältigen, die diese Krisen bedeuten? (Das Unterstrichene ist unser, zur Betonung).

Dies ist ein Handlungsplan, den wir sofort in die Tat umsetzen können und der uns zu einer permanenten Verbesserung und zu einem beständigen Wachstum verhelfen kann. Die Idee des „beständigen Wachstums“ ist etwas, was Elohím mir vor einigen Jahren in den Geist gelegt hat, und ich habe versucht, es überall, wo ich zu Vortragsreihen eingeladen worden bin, zu lehren. Die Lehr-Vorstellung, die aus dem Christentum kommt, steht dem genau entgegen: der  Glaubens-Corpus wird auf Eis gelegt. Wir haben ihm die Bezeichnung „auf Eis gelegtes Fleisch“ gegeben. Jede christliche Gemeinderichtung hat sich eine Lehre oder Offenbarung Elohíms herausgepickt und sie „geheiligt“ und „auf Eis gelegt“ – um sie nie wieder zu verändern. Wir sollten verstehen, dass die Wahrheit Elohíms, die innere Wahrheit (über uns) sowie die äußere Wahrheit (über die Lehre) etwas lebendiges sein muss. Und alles Lebende verändert sich ständig und ist beständig am wachsen. Wenn wir (im messianischen oder messianisch renovierten Judentum) seit 3, 4 Jahren dasselbe glauben, dann ist das, was wir haben, „auf Eis gelegtes Fleisch“ und nicht lebendige Lehre. Wachsen bedeutet nicht, dass wir die ESSENZ, das „Unveränderliche“ in unserem Glauben (die äußere Wahrheit) verändern. Lassen Sie sich nicht durcheinanderbringen. Wachsen bedeutet dazutun, vervollständigen was unvollständig ist: „…Ich bin nicht gekommen die Toráh aufzulösen, sondern zu vervollständigen“, sagt in Matth.5,17 der Rabbiner Ieschúa höchstpersönlich.

Unsere innere Wahrheit dagegen sollte sich permanent verändern, da es sich um Fehler, Krankheiten, Traumatas, psychologische Probleme, usw. handelt, die wir schon viel zu lange mit uns herumschleppen, ohne etwas zu unternehmen, um sie aus unserer Persönlichkeit zu entfernen. Dies ist das Thema dieser Parascháh: die Anwendung (wenigstens im Ansatz) der wertvollen Ratschläge, die der ehemaligen Premierministers Ariel Scharon in seinem Buch gibt, und die es Israel erlaubt, den ‘palästinensischen‘ Terroristen  zuvorzukommen und sie zu zerstören BEVOR sie angreifen. Was wir dann evtl. im Fernsehen sehen, sind die unvermeidlichen „Versagen“ des Israelischen Heeres, die Fälle, die (mit der mächtigen Waffe dieser Ratschläge Scharons, die wir oben gelesen haben) NICHT rechtzeitig entdeckt wurden. Strengen wir uns also an, die internen „Terroristen“, die unsere Psyche von innen verminen, auszuschalten.

„Ich habe versucht, die Idee zu vermitteln, dass es immer und in allem was wir tun Lektionen gibt, die wir lernen können. Das Hauptmittel dazu ist der Bericht nach der Aktion (Manöverkritik).“

Das Erste, was wir tun sollten ist, ein Heft aufzuschlagen (oder eine Datei im PC einrichten), wo wir alles aufschreiben, was wir in der Woche getan haben, und was gelungen und was misslungen ist. Der Schabbát ist der ideale Tag, um dies zu tun, da wir sowieso in der Gegenwart Elohíms sein sollen und mehr freie Zeit haben als an anderen Tagen. Gute Idee, oder? Das Problem ist, dass wir viele „gute Ideen“ haben oder bekommen, die wir nie in die Tat umsetzen! Wenn Sie, lieber Leser, es für eine gute Idee halten,  TUN SIE GLEICH JETZT ETWAS, HEUTE NOCH! Wenn Sie nichts tun, wird die „gute Idee“ vergessen und zu keiner Entscheidung werden, sondern eine gute Idee sein, die Sie „zu den Akten gelegt haben“. Schaffen Sie sich ein Heft an oder richten Sie eine Datei im PC ein. Wir sollten den Bericht natürlich nach Gebet und der Bitte um die Führung des Heiligen Geistes/Rúach haQódesch ausfüllen, damit Er es ist, der unsere Veränderungen leitet und nicht unser Verstand. Hier eine Anleitung, der Sie folgen können.

Datum: ____/____/________

1. Was habe ich heute getan?

2. Was habe ich GUT gemacht?

3. Was habe ich heute SCHLECHT gemacht? Warum war es schlecht?

4. Was kann ich aus dem, was ich gut gemacht habe lernen?

5. Was kann ich aus dem, was ich schlecht gemacht habe lernen?

6. Welche Probleme oder Schwierigkeiten hatte ich?

7. Welche Lösungen fallen mir zu jedem dieser Probleme ein?

8. Welche Elemente haben mitgespielt in dem, was ich heute getan habe? (Gefühle, Gedanken, Situationen, „Unfälle“, „Zufälle“, usw.)

9. Welche Lösungen fallen mir dazu ein? (eine Schnelle Liste, in ca. 5 Minuten, das Erste, was Ihnen als Lösung dazu einfällt)

10. Welche Defekte an mir sind heute in dem, was ich getan habe, an die Oberfläche gekommen?

11. Welche Defekte anderer sind heute in dem, was ich getan habe, an die Oberfläche gekommen?

12. Welche Krisenpunkte sind heute an die Oberfläche gekommen?

13. Wie könnten diese Krisenpunkte gelöst werden?

14. Welches war der entscheidende Moment für mich heute? Warum?

15. Was sagen diese Krisen-Momente über mich? Was muss ich verändern an meinen Gefühlen, Gedanken, Willen, Persönlichkeit, Bewusstsein, Unterwusstsein? (Nehmen Sie es ins Gebet und bitten Sie den Heiligen Geist/Rúach haQódesch, dass Er Sie in diesem Sinne führt)

16. Was fehlt mir, um meinen Verpflichtungen erfolgreich (oder effizient) nachzukommen.

ALLGEMEINE SCHLUSSFOLGERUNG

17. Was habe ich über mich selbst an diesem Tag, in dieser Woche gelernt?

18. Was mache ich (im Allgemeinen) gut, was mir nicht bewusst war? (meine Stärken).  Wo kann ich das anwenden, wo ich es noch nicht tue?  

19. Was mache ich schlecht? (meine Schwächen). Wie kann ich mich verbessern?

20. Wer kann mir helfen, mich zu verbessern? Gibt es ein Buch, einen Kurs, ein Programm, das mir helfen kann, diese Probleme zu lösen? (Elohím selbst fragen, was ich beten soll).

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Julio Dam

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