Bienvenido al sitio de Beit Shalom - Judaísmo Mesiánico Renovado, un lugar donde encontrarás lineas guías y herramientas para el inicio y la continuación de tu crecimiento espiritual logrando una mejor comprensión de los elementos básicos del Judaísmo y muchos otros aspectos que involucra ser Mesianico Renovado.

Viernes, 14 Octubre 2016 05:36

PARASCHAH HA‘ASINU / HÖRET!

Escrito por 
Valora este artículo
(0 votos)

DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 53
HA‘ASINU / HÖRET!

13. des siebten Monats (Tischri) des Jahres 5777
15. Oktober 2016

Torahlesung: Dvarím / Angelegenheiten / „5.Mose" 32,1-52
Haftaráh: SchmúEl Bet /„2.Sam.“ 22,1-32

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

Copyright © 2016 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website im Internet zu besuchen: www.beitshalom.org. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschót und Bücher in spanisch, englisch und deutsch finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Parascháh ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohím geahndet.

Dvarím/Worte/„5.Mose" 32,1-2 „Ha’asinu/Merket auf, ihr Himmel, denn ich will reden, und du Erde, vernimm die Rede meines Mundes! Meine Lehre triefe wie Regen, mein Gleichnis/Maschál fließe wie Tau, wie Regenschauer auf die Vegetation, und wie Regentropfen auf das Grüne“

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
„HA’ASINU / (HIMMEL), MERKT AUF“

Auf den ersten Blick scheint die Rede Moschéhs etwas methaphorisch. Wer beginnt schon eine Rede indem er sich an „die Himmel und die Erde“ richtet! Es ist jedoch nichts methaphorisches an dieser Rede Moschéhs. Ganz im Gegenteil! Es ist eine geistliche Rede, an die drei von Elohím geschaffenen Universe gerichtet - das (sichtbare) physische Universum, der erste Himmel; das außerhalb unseres Planeten liegende und aus Galaxien bestehende Universum, der zweite Himmel; und das geistliche Universum, der dritte Himmel. In letzterem leben Elohím und Sein himmlisches Heer von „Engeln“/Malachím und hier befinden sich auch die Seelen der verstorbenen Erretteten. Es schließt auch den Garten/Gan Éden (das Paradies) mit ein, welches der vorübergehende Ort für die verstorbenen Erretteten bis zum letzten Gericht ist; und den Scheól für die Nicht-Erretteten. Es gibt eine indirekte Andeutung der Existenz dieser Himmel in 2.Kor.12,2: „Ich kenne einen Menschen in Maschíach, der vor vierzehn Jahren - ob im Leibe, weiß ich nicht, oder ob außerhalb des Leibes, weiß ich nicht; nur Elohím weiß es - bis in den dritten Himmel entrückt wurde“. 

Elohím hat, wie wir alle wissen, die drei Universe durch Sein Wort/Davár (das Ieschúa ist) geschaffen. Diese drei Universe sind ein Spiegelbild von Elohíms eigenen Sein, das aus drei Dimensionen besteht. Elohím hat auch den Menschen/Ben Ádam in drei Dimensionen geschaffen: Geist, Seele und Leib. Und Er schuf die Nationen mit denselben drei Dimensionen. So hat Israel, die Ehefrau Elohíms, einen Leib: das Land Israel; eine Seele: das Volk Israel; und einen Geist: die messianischen Juden des I. Jahrhunderts und die des XX. und XXI. Jahrhunderts. Selbst im rabbinischen Judentum kennt man die Existenz der „kollektiven Seele“ („Neschimót“), welche „Knésset Israel“/“Versammlung Israels“ genannt wird. Dies ist nur eine weitere Bestätigung dieser Offenbarung, die wir erhalten haben. 

Die Frage, die sich hier stellt ist: Warum richtete Moschéh dieses Gebet an die Himmel/“Schamáim“ (ein Wort, das im Original schon im Plural ist)? Weil er sich, wie schon gesagt, an die drei Himmel/Schamáim richtet. Dies ist, damit die drei Himmel/Schamáim zusammen mit den drei Erden/Artzót Zeugen seien von den drei (von fünf) Bünden, die Elohím mit Israel schloss: der erste Bund/Brít war mit dem Land/Éretz Israel, der Bund mit Abrahám; der zweite Bund/Brít war mit dem Bestandteil der Israel genannten kollektiven Frau, der Seele Israels; und der dritte Bund/Brít, der „Erneuerte Bund“ von Irmiáhu/Jeremíah 31,31-37 (NICHT der E.B./N.T.) wurde mit dem Haus Israel und dem Haus Jehudáh/Juda geschlossen und schließt sowohl die Juden nach dem Blut ein, die den Messias/Maschíach Ieschúa kennen, wie die Ex-Góim/ehemaligen Heiden, welche, wenn sie Ieschúa kennenlernen und als Messias/Maschíach annehmen, zu „Juden nach dem Glauben“ werden - wie es mindestens sechs Verse ganz klar ausdrücken, unter ihnen Phil.3,3. So werden die drei Himmel/Schamáim und die drei Erden/Artzót zu „Zeugen“ der drei Bünde, jeder von ihnen mit einer der drei Dimensionen der Israel genannten kollektiven Frau geschlossen. 

Diese drei Bünde sprechen zu uns von der Ewigkeit der Bünde: Sie wurden vor fast viertausend Jahren geschlossen und gelten immer noch, wie wir in Irmiáhu/Jer.31,36-37 lesen können: „…Wenn diese Ordnungen (Naturgesetze von Sonne, Mond, Sterne, Meere…) vergehen vor mir, spricht ADONÁI, so soll auch aufhören der Same Israels, dass er nicht mehr ein Volk vor Mir sei ewiglich. …Wenn man den Himmel oben messen kann und den Grund der Erde erforschen, so will Ich auch verwerfen den ganzen Samen Israels…“. In anderen Worten: NIE! Israel wird NIE aufhören, Sein Volk zu sein und die Bünde mit Israel werden NIE ungültig werden! 

 Diese drei Bünde sprechen zu uns von den drei Teilen des Tanách. Das Wort „Tanách“ ist ein Akrostichon der drei Teile der Heiligen Schriften: die Toráh, die Propheten/Neviím und die Schriften/Ketuvím [der hebräische Buchstabe káf (כ) wird mit Nekudáh/Punkt „k“ ausgesprochen und ohne wie „ch“ (von hoch), daher die Aussprache für Tanách]. Die Toráh (die ersten fünf Bücher des Tanách) sind Nahrung und Führung für unseren Leib/Gúf; die Neviím sind Nahrung für unseren Geist/Rúach; und die Ketuvím sind Nahrung für unsere Seele. Warum wir das behaupten? Erstens gibt es Muster im Tanách, und das Dreier-Muster ist eines davon. Es ist da wegen den drei Dimensionen Elohíms, was dazu geführt hat, dass Er uns dieses und ähnliche (in anderen Paraschót erwähnte) Muster zur Untersuchung in Seinem Tanách gegeben hat. In der Toráh befinden sich z.B. alle oder die meisten der Gebote/Mitzwót („Du sollst nicht stehlen“, „Du sollst nicht morden“, usw.). Womit wird all das getan? Letzendlich mit unserem Leib, und das Wort “tun” in der Frage sagt schon alles. Die Toráh befreit uns, aber wovon? Am Anfang befreit uns die Toráh von der Neigung zum Bösen/Iétzer ha Ráh. Und wenn die Neigung zum Bösen/Iétzer ha Ráh schon unseren Körper erobert und das Heer des Feindes/ha satán das Eroberte in Besitz genommen hat, dann befreit sie uns auch davon. Dies ist die „Freiheit in Maschíach“ von der der Erneuerte Bund (E.B./N.T.) spricht. Es bedeutet nicht, dass wir frei sind, UM zu sündigen oder UM zu tun, wozu wir Lust haben oder, UM ein Gebot, das uns nicht gefällt, nicht zu halten. Wir sind frei VON dem Bösen (dem Feind) und von der Neigung zum Bösen/Iétzer ha Ráh in unserem Leib. Dafür ist die Toráh da. 

Warum sagen wir, dass die Propheten/Neviím Nahrung für unseren Geist/Rúach sind? Weil sie jenen von uns führen, die das Geschenk/Gabe/Matanáh der Prophetie/Nevuáh haben. Und sie zeigen uns, wie die Propheten/Neviím sie damals gehandhabt haben und welche geistlichen Dinge wir von ihnen lernen können… und sogar, was uns in der Zukunft erwartet - wie das Buch der Offenbarung (in einer guten messianischen Übersetzung) uns die Zukunft voraussagt. Ein Buch wie z.B. die Psalmen/Tehilím oder die Sprüche/Mischléi/Vergleiche lehrt uns viel für unsere Seele und unseren Verstand. 

Diese drei Bünde sprechen zu uns auch vom Messias/Maschíach und Seiner Bewegung, dem Messianischen und Messianisch Renovierten Judentum (MJ + MRJ) des I. Und des XX. und XXI. Jahrhunderts, und wohin wir gelangen sollen und wo wir noch nicht sind (vergleichen wir das MRJ I mit dem MJ unserer Tage). Man sagt uns, dass Elohím schon geplant hat, Israel dahin zu pflanzen, wo es ist, damit (die Seele) die Juden sie bewohnen und dann die Juden nach dem Glauben (sein Geist), damit erstere von Ieschúa in ihnen geleitet werden. Das ist es, was unter der Herrschaft des Messias während dem Millenium (in wenigen Jahren) passieren wird. Alle drei Universe haben den drei Bünden im praktischen (gegenwärtigen) Aspekt durch die Offenbarung „messianische“ Elemente beizusteuern. Wie wird z.B. diese Herrschaft sein? Wie wird sie praktisch funktionieren? Elohím möchte uns diese Geheimnisse offenbaren, jenen, die sie wissen wollen, und das sind genau jene, die in jener Zeit herrschen werden. 

Diese drei Bünde sprechen zu uns vom schriftgemäßen Judentum und von seinen mindestens acht Werten, die in Römer 9,4 aufgezählt werden. Dies sind die Bündnisse, die Anbetung (mit jüdischer Musik), etc. Das Judentum ist das Fundament der universellen Gesetze. Es gäbe kein Grundgesetz in England, noch Verfassung in den USA, noch Menschen-Rechts-Erklärung in den Vereinten Nationen ohne die Gesetze der Toráh, selbst wenn ein Großteil der Menschheit dies absichtlich ignoriert. Das berühmte „Römische Recht“, auf das sich praktisch alle Rechtsbücher in Europa und Lateinamerika stützen, ist nicht aus den Köpfen der Römer entstanden. Diese waren brutale Soldatentruppen, der bewaffnete Arm des brutalsten und grausamsten Imperiums, das dazu noch von einem monstruösen „Gott-Menschen“ angeführt wurde. Das wahre und gut verschleierte Fundament des Römischen Rechts befindet sich in der Toráh, die zweitausend Jahre früher erlassen wurde. 

So ist Moschéhs Lied/Schír in Ha’asínu in Dvarím 32 eine Erklärung der Bedeutung, die das Jüdische Volk als Hauptdarsteller in der Geschichte hat und der Bedeutsamkeit, welche die drei Bünde im jüdischen Volk haben. Elohím hat der Menschheit das Jüdische Volk geschenkt, damit wir von ihnen lernen, was es bedeutet, Ihn als Einzigen Elohím zu haben. Die Geschichte ist also Seine Geschichte - „HIS-Story“ (vom Englisch „History“) - nicht die Geschichte dieses oder jenes Imperiums, von den 20-30 großen Zivilisationen, welche die Welt im Laufe der Jahrhunderte gesehen hat (laut dem jüdisch-nordamerikanischen Historiker Max L. Diamont. 

Mit dieser Perspektive der drei Himmel können wir nun besser verstehen, was Sünde/Chatáh bedeutet. Wir können in jedem der drei Universe sündigen: im mentalen, im physischen (der niederste der drei) oder im geistlichen. Die niederträchtigste Sünde ist die mit dem Leib begangene, da wir so auf dem niedrigsten überhaupt möglichen Niveau sündigen. Dies bedeutet, sich mit dem niedrigsten der drei Universe zufriedenzugeben und zu befriedigen. Diese Selbstbefriedigung bringt eine Bindung an diese niederen Existenz-Schichten mit sich, in einer Abwärts-Spirale, die immer weiter nach unten zieht, und schon am Boden des physischen Universums, bis zur tiefsten Tiefe der Hölle. Was zuerst nur ein Spinnennetz von Versuchung war, wird mit der Zeit und dem der-Lust-Nachgeben zu schwarzen Stahlketten von Sünde und Sucht, für die es meist keinen Ausweg mehr gibt. Der Feind/ha satán kümmert sich um Letzteres. Der erste Teil jedoch, unsere Versuchungen, unterliegen dem freien Willen, den Elohím uns gegeben hat. 

Buße (das Thema der „schrecklichen“ Tage) bedeutet: diese Befriedigung unseres Egos zu erkennen, und vor Elohím genug Scham zu empfinden, um etwas zu tun, um aufzuhören zu sündigen. 

Die andere Seite der Münze ist die Vergebung Elohíms, der unser Herz und unsere Ehrlichkeit (wenn sie da ist) sieht und uns vergibt. Wo wir schon von Vergebung sprechen: Als Moschéh versuchte, das Leben und die Errettung seines Volkes (das wegen der Sünden Israels in Gefahr war) „zu verhandeln“, legte er Elohím mehrere Argumente vor, aber nur eines war entscheidend: was man im Judentum unter „Kidúsch haSchém/Heiligung des (Heiligen) Namens Elohíms“ versteht. Es war wegen Kidúsch haSchém, dass ADONÁI bereit war, Israel zu vergeben, damit die Feinde Israels nicht sagen können, dass Israel keine Hilfe von ihrem Elohím erführ, als sie es nötig hatten. 

Beide zusammen, unsere Buße und die Vergebung Elohíms, leiten uns zur Teschuváh, zur Umkehr zu Elohím, der Eingangs-Pforte/Schaar der Aufwärtsspirale, die uns in Seine Gegenwart bringt. Von da an können wir nur emporsteigen. 

Im Messianischen Judentum haben wir dieselbe Alternative und vielleicht auch dieselbe „Medizin“ wie im Schriftgemäßen Judentum der Zeit Moschéhs: auf Kidúsch haSchém zu appellieren, um Vergebung zu erlangen für unsere vielen (obwohl noch „frischen“) Sünden. Das Kommen des Messias/Maschíach Ieschúa steht vor den Toren/Schaarím der Geschichte, aber wir sind es, die noch nicht vorbereitet sind, Seine in weiß gekleidete Braut/Kaláh zu sein. Unsere Kleidung ist noch nicht weiß. Wir haben noch „Flecken und Falten“, wie der Erneuerte Bund (N.T.) es nennt. Wie Moschéh sollten wir die Himmel/Schamáim um Hilfe anflehen, um die Farbe unserer Kleidung zu verändern von rot auf weiß, und unsere Falten „auszubügeln“ mit Seinem Heiligen Geist/Rúach haQódesch und unserem Gehorsam, dem Einzigen, was helfen wird, unsere Sünden zu plätten und die Flecken heraus zu bekommen. Möge Elohím uns dabei helfen!

Visto 424 veces

Deja un comentario

Asegúrate de llenar la información requerida marcada con (*). No está permitido el código HTML. Tu dirección de correo NO será publicada.