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Viernes, 16 Septiembre 2016 00:02

PARASCHAH KI TETZÉH / WENN DU ZIEHST

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 49
KI TETZÉH / WENN DU ZIEHST

14. Tag des Monats (Elúl) des Jahres 5777
17. September 2016

Torahlesung: Dvarím/Angelegenheiten/„5.Mose” 21,10-25,19
Haftaráh: Ieshaíahu/„Jes.” 54,1-10

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

Copyright © 2016 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website im Internet zu besuchen: www.beitshalom.org. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschót und Bücher in spanisch, englisch und deutsch finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Parascháh ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohím geahndet.

Dvarím/Worte „5.Mose“ „Wenn du gegen deine Feinde in den Krieg ziehst, und ADONÁI, dein Elohím/Elohéicha, sie in deine Hand gibt, dass du unter ihnen Gefangene machst…“

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
„DER KRIEG GEGEN DIE FEINDE IN UNSEREM INNERN“

Die Toráh hat mehrere Schichten des Verstehens, die wir im Akrostichon „PaRDeS“ („Garten“) finden. Diese Schichten sind: „Paschút“/„wörtlich, simpel“; „Rémetz“/„Anspielung, Andeutung“; „Drásch“/„Erklärung, Auslegung“; und „Sod“/„Geheimnis“. Eine dieser Schichten ist jene, die Elohím benutzt, um uns durch die menschlichen Geschehnisse in der Geschichte des jüdischen Volkes Neues zu lehren, wie z.B. die Kriege gegen die äußeren Feinde, welche ein Vergleich/Gleichnis/Maschál des Krieges sind, den wir gegen die Feinde in unserem Innern zu kämpfen haben. Durch die Maschál/Gleichnis/Vergleich projiziert Elohím eine Geschichte (die Israels gegen seine Feinde) auf ein Konzept (Begriff), das Er uns vermitteln möchte, wodurch das Konzept an Reichweite gewinnt. Der US-amerikanische Neurowissenschaftler Gerald Edelmann nennt dies „überlagerte Räume“. Edelmann behauptet, dass unsere Gedanken nicht etwas in unserem Hirn festes sind, sondern mentale Karten, deren Konfiguration kontinuierlich losschnellen und sich verändern.

Die Parascháh dieser Woche kann somit mindestens in diesen beiden Schichten gelesen werden: als historisches Ereignis, d.h. als wahre Geschichte des jüdischen Volkes; aber auch als Maschál/Gleichnis/Vergleich zum Krieg, den wir gegen die Feinde in unserem Innern kämpfen müssen (denn um unsere äußeren Feinde (die Menschen) kümmert sich Elohím – das steht fest!). Wie kann die Mehrheit der Gläubigen in aller Welt behaupten, wir müssten die Toráh nicht halten? Sie haben die im Christentum verbreitete Irrlehre des Antinomianismus (gegen die Toráh Elohíms) - eine Verwandte der „Sola Fides“ Martin Luthers (die dasselbe beinhaltet) - noch nicht hinter sich gelassen. Ein Teil dieses Krieges gegen die Feinde in unserem Innern gewinnt man gerade durch das Halten der Toráh Elohíms.

DAS ÄUSSERST WERTVOLLE ERBE ALS FOLGE DES HALTENS DER TORÁH ELOHÍMS

Elohím hat uns eine ganze Reihe von Regeln des Typs „Tu dies!“ und „Lass jenes!“ gegeben, um genau zu sein: 613 Gebote/Mitzwót. Wozu hat Er das getan? Wozu hat Elohím uns all diese Regeln gegeben? Damit wir auf einem geraden Weg wandeln und uns innerhalb eines von Elohím annehmbaren Verhaltens-Rahmen bewegen.

Sobald wir diesen geraden Weg/Tzedaqáh verlassen, befinden wir uns in Sünde/Chatáh/ חטאה, und somit auf Feindesgebiet. Und der wartet schon mit seinem Heer von gefallenen Engeln darauf, um sich um all jene zu „kümmern“, die nicht in der Toráh wandeln. – Diese Regel gilt für die gesamte Menschheit, nicht nur für Juden! Wer die Toráh nicht hält, weil man ihn gelehrt hat, dass das „gesetzlich“ sei und er „nicht mehr unter dem Gesetz ist“, und dass dies „unter dem Fluch des Gesetzes sein“ bedeute, der wird zugrunde gehen, denn „…Welche ohne Gesetz (Gr.: anomos) gesündigt haben, die werden auch ohne Gesetz zugrunde gehen…“ (Römer 2,12).  

In dieser Parascháh, in den Kapiteln 21 bis 25, zeigt Elohím all jene Feinde auf, die Seine jüdischen Kinder bedrohen: (Dv.21,12) Lüsternheit; (Dv.21,15-19) Probleme in der Ehe; (Dv.21,22-23) juristische Probleme der jüdischen Kollektivität; (Dv.22,1-4) zwischenmenschliche Probleme; etc.

Dieser annehmbare Verhaltens-Rahmen, von dem im vorigen Abschnitt die Rede war, FORMT den moralischen Aspekt der Persönlichkeit. Dies ist der moralische Persönlichkeits-Typ, den Elohím an Seinen jüdischen Kindern (nach Blut und/oder Glauben) sehen möchte. Mit anderen Worten, wenn wir uns an die Gebote/Mitzwót halten und beispielsweise ein Jude eine Góie gegehrt (Dv.21,12), dann wird diese dadurch, dass ihr (unter anderem) die Haare abgeschert und die Nägel geschnitten werden, weniger „sexy“. Dies wiederum schafft Zeit, damit der Sexualtrieb vermindert wird und das Kind Elohíms Zeit hat, mit kaltem Kopf zu entscheiden, was er mit der Góie tun wird. So ist jedes Gebot/Mitzwáh wie ein sehr straff gezogener Zaun (wie die Errettung im Erneuerten Bund). Stellen Sie sich einen schmalen Pfad von ca. 5 cm vor mit Pergamenten als „Wänden“ an den Seiten. Wir müssen sehr genau aufpassen, um nicht vom äußerst schmalen Pfad abzukommen.

Wenn wir das tun, machen wir das Pergament kaputt. Dieses Pergament stellt die Toráh dar – d.h., wir übertreten ein Gebot/Mitzwáh. Mir der Zeit gewöhnt jeder sich an das Wandeln auf diesem schmalen Pfad und zerstört das Pergament nicht mehr so arg und oft. Genau dies passiert im Fall der praktizierenden Juden und der messianischen Juden, welche die Toráh halten. Die ganze Anstrengung hat unerwartete Folgen für alle, nicht nur für uns (die erste Generation, welche versucht, sie zu halten), sondern auch besonders für unsere Kinder und Enkel, welche dieses Erbe schon mitbringen, den wahren Elohím zu haben und Seinen in Mitzwót ausgedrückten Willen, der den Verstand und das Verhalten formt auf unerwartete Art.

Als Beispiel von Gedankengängen die automatisch mit der Toráh kommen, haben wir die Wissenschaften. Nur jemand, der an EINEN Elohím glaubt udn nicht an 3, noch an einen falschen, kann zu dem Schluss kommen, dass das Universum Gesetze haben muss, wie jene, die Elohím uns in der Toráh gegeben hat. So mussten die Wissenschaftler in den letzten Jahrzehnten, sehr zu ihrem Bedauern, Theorien über die Entstehung des Universums skizzieren, die sich dem in BeReschít (1.Mose) Geschriebenen sehr nähern: dass das Universum durch einen Schöpfer gemacht worden ist und sich nicht gemacht hat, und dass dieses Universum ein Bündel von Gesetzenhat, die auf ein einziges Gesetz zusammengefasst werden kann, das in Physik jetzt „die Theorie von Allem (TOE, Theory Of Everything), eine Formel“, eine Erklärung der Entstehung des Universums, welche alle alle physischen Gesetze in einer zusammenfassen. Es gibt schon Denker, welche eine Idee aus dem 18. Jahrhundert wiederbeleben: die „Consilience/Übereinstimmung“, welche besagt, dass alle Wissenschaften zusammengefasst werden können sollten in einer einzigen. Es ist kein Zufall, dass von all dem ernsthaft gesprochen wird, denn wir befinden uns in den letzten Zeiten, und Elohím will alles klären bevor „der Film endet“ - der wie ein Film von Holy Wood („heiliges Holz“) enden wird: mit einer großen Explosion des Tankerwagens.

Im Kontrast dazu schreibt die chinesische Zivilisation (die wesentlich älter ist als das Judentum) alle Phänomene seinen Dämonen zu, und hat bis jetzt noch nicht an die Existenz allgemeiner Gesetze in einem Universum gedacht, das durch EIN System von Naturgesetzen regiert wird, die sich mit dem System moralischer Gesetze entsprechen. Mit anderen Worten, in der Nähe des wahren Elohím und Seiner Toráh zu sein bringt enorme Vorteile was unsere mentalen Muster angeht, selbst wenn wir es nicht sehen, weil niemand uns darauf hingewiesen hat. Daher der riesige Wert den es hat, uns daran zu machen, so gut wir vermögen die Toráh zu halten und nach ihr zu leben. Ein guter Beginn sind die Zehn Gebote/Asaráh Mitzwót und der Schabbát. Den Rest kann man nach und nach versuchen zu halten.

WER SIND DIESE INTERNEN FEINDE?

Weiter oben sprachen wir von den Feinden in unserem Innern. Wer sind diese internen Feinde? Wir sollten ein wenig regelmäßige Introspektion halten.

Der erste Feind sind wir selbst. Wir sind „Bnéi Adám“, Söhne Adáms, gefallene Wesen, die auf dem Rückweg nach Hause sind, aber noch nicht zuhause angekommen sind. Im Gegenteil, wir haben noch viel Weg vor uns, viel zu lernen von Elohím und viel zu gehorchen. Eine der Schlüssellektionen, die Elohím uns lehren will ist Gehorsam durch das Halten der Toráh. Es ist nicht leicht, aufzuhören, zu stehlen, zu morden, zu betrügen, zu hassen, abzulehnen, zu faulenzen. Dies ist unsere gefallene Natur. All dies NICHT zu tun ist gerade was schwer fällt.

Unser eigener Wille ist einer der größten internen Feinde von denen wir sprachen. Warum? Weil dieser tun will was WIR wollen, nicht was Elohím will, dass wir tun. Wenn wir diese Schlacht gewinnen, sind alle anderen schlachten Kinderspiel im Vergleich. Schauen Sie sich die Liste der moralischen und ethischen Probleme weiter oben an und sagen Sie zu sich selbst: „ich werden NICHT meinen Willen tun in jedem dieser dinge, sondern den willen Elohíms“ Wenn sie sich wirklich daran halten, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen! Dass so wenige es konsistent geschafft haben, zeigt, dass dies einer der größten zu besiegenden internen Feinde ist.

Einer der wichtigsten Schritte, um den Willen Elohíms und nicht unseren eigenen zu tun ist: unser Ego/Ich an den Nagel zu hängen, unsere eigenen Wünsche an den Baum von Römer 11:17 zu nageln, an dem der Rebbe Ieschúa gehangen hat. Die Selbst-Annullierung unseres Willens ist einer der Schlüsselschritte, um es zu schaffen. - Selbst-Annullierung bedeutet nicht, dumm zu sein, noch nicht zu denken, noch nicht die Toráh zu diskutieren, um sie besser zu verstehen. Selbst-Annullierung bedeutet: NICHT mit Elohím zu diskutieren über was Er befiehlt und unseren Willen nicht über Seinen zu stellen.

Unser Ego ist einer unsrer größten Feinde sobald wir mit Elohím sind, weil sein Durst nach Selbstbefriedigung und danach, „groß“ und „wichtig“ zu sein  unersättlich ist. Fast alles was wir tun, hat seinen Ursprung in unserem Ego, nicht in unserem Geist/Rúach, der von Ieschúa geleitet sein sollte, indem Er darin wohnt und uns in allem was wir tun führt. Dazu ist Ieschúa gekommen: um in unserem Geist zu wohnen und unser Leben, unsere Gefühle, Gedanken, Konzepte, Werte und Ambitionen zu führen nach den Maßstäben der Toráh (nicht nach unserem Willen, welcher dem eines Despoten vom Typ des römischen Kaisers Nero ähnelt, der – nur aus Eitelkeit –  einen Palast bauen ließ von der Größe des Palastes von Versailles). Wenn unser Geist nicht die Führung hat, dann sind wir nur als gute Menschen verkleidete Neros. Deshalb musste Ieschúa sterben, um uns mehr und mehr Ihm ähnlich zu machen.

Um dies in die Tat umzusetzen: stellen Sie eine Liste der Dinge her, die Elohím möchte, dass SIE (nicht alle Menschen allgemein) tun sollen und sehen Sie, in welchem dieser Dinge Sie NICHT Seinen sondern ihren eigenen Willen tun. Dazu müssen Sie erst einmal herausfinden, was Elohím möchte dass Sie tun, nicht Ihr Nachbar oder sonstwer. Streichen Sie dann nach und nach von der Liste so wie Sie in den resistentesten Bereichen siegen. Ich muss Sie allerdings warnen, dass dies Jahre dauern wird. Aber es lohnt sich.

Nach dieser Selbst-Annullierung untersuchen Sie in welchen Bereichen Sie NICHT annehmen was Elohím Ihnen schickt. ALLES was uns geschieht kommt von Elohím, das Gute, das Böse und das Normale, mit diversen Absichten. Man muss nur herausfinden wofür. Sobald wir herausgefunden haben wofür (durch das Geschenkt/Matanáh der Prophetie von 1.Ko.12,8 und 14,1; oder indem wir mit der Heiligen Schrift fragen (was nicht Wahrsagerei ist, wie manche behaupten), schreiben Sie eine andere Liste der Dinge, die Sie NICHT ANNEHMEN KÖNNEN von dem, was passiert oder die Mitmenschen, die Sie nicht annehmen können, aus diesem oder jenem Grund, und daneben schreiben Sie, warum Sie meinen, dass Sie die speziefische Tatsache oder den speziefischen Mitmenschen nicht annehmen können. Diese Seelenanalyse/Cheschbón ha Néfesch wird eine große Hilfe sein in der Konfigurierung eines neuen Ichs in Ihrer Persönlichkeit, ein Ich das gehorsam und demütig ist, nicht von sich selbst eingenommen, ein Ich das den Willen des Vaters, nicht seinen eigenen tut.

Wenn Sie es schaffen, diese beiden internen Feinde zu beseitigen, haben Sie 99% des geistlichen Kampfes gewonnen.

Möchten Sie Offenbarung von Elohím erhalten im Sod-/Geheim-Niveau. Beginnen Sie den Prozess der Selbst-Annullierung und bleiben Sie dran!

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Julio Dam

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