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Viernes, 05 Agosto 2016 05:53

PARASCHAH MATTOT / STÄMME

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 42-43
MATTOT / STÄMME

2. des füften Monats des Jahres 5777
6. August 2016

Torahlesung: BaMidbár/In der Wüste/„4.Mose” 30,2-32,42
Haftaráh: Irmijahu/Richter 1,1-2,3

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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BaMidbar/In der Wüste/„4.Mose" 31,21: Und Eliasár, der Priester/Kóhen, sprach zu den Soldaten, die in den Kampf gezogen waren: Dies ist die Vorschrift der Toráh, welche IHWH dem Moshéh geboten hat: Gold, Silber, Erz, Eisen, Zinn und Blei und alles, was auf dem Feuer benutzt wird, sollt ihr durchs Feuer gehen lassen (um es von jeglichem unreinen/lo kaschér Rest von Nahrung zu reinigen) und so wird es rein; es muss aber in einer Miqwéh/Reinigungsbad untergetaucht werden…

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
"DIE NOTWENDIGKEIT, UNS VON DER WELT FERN ZU HALTEN"

In dieser Parascháh eröffnet sich uns ein scheinbar belangloses Thema: der (jüdische) Priester/Kóhen Eliasár gibt den Soldaten Anweisungen, wie mit dem während dem Militäteinsatz gegen Midian benutzten Essensgerätschaften zu verfahren ist. Was soll damit gemacht werden? Mit Feuer soll es gereinigt werden und danach soll es durch eine Miqwéh, das heißt, durch ein rituelles Reinigungsbad gehen. Übertreibt es Eliasár nicht ein wenig? Wenn er aber nicht übertreibt, was können wir dann für uns heute (die wir NICHT in den Krieg ziehen, weder gegen Midian noch sonst jemanden) für eine Lehre daraus ziehen?

Die Lehre handelt von Reinheit: uns ‘heilig‘/fern halten. Das Wort ‘heilig‘ ist so falsch verwendet worden, dass wir die ursprüngliche, jüdische Absicht des Begriffes aus den Augen verloren haben - zu unserem eigenen Nachteil! Es war nicht das erste Mal, dass Israel gegen andere Völker in Knáan in den Krieg zog. Sie hatten schon gegen Feinde gekämpft, die sie vernichten wollten. Aber Moáv/Moab war kein solches Volk. Wie wir in „Pinchás“ gesehen haben, wollte Moáv sich Israel anschließen, indem sie ihre Frauen schickten, mit den jüdischen Männer zu schlafen. Und so iniziierten sie eine fleischliche, mentale und geistliche Verunreinigung, die bis heute angedauerte hätte. Doch Elohím, der die „Erziehung“ Seiner Ehefrau (Israel) überwachte, ließ das nicht zu. Dies war nämlich eine Falle des Feindes/ha satáns, um das moralische und geistliche DNA Israels von Anfang an zu verderben. Darum die Anweisung, die Gerätschaften in eine Miqwéh, ein rituelles Reinigungsbad zu tauchen.

Im Laufe der Geschichte der Westlichen Welt hat man uns Juden von allem, was man sich vorstellen kann, beschuldigt. Angefangen mit „Satansdiener“ zu sein, über „das Blut christlicher Kinder zur Péssachfeier trinken“, bis hin dazu, Hexerei zu betreiben und im Mittelalter die Ursache der Schwarzen Pest zu sein, die (wie wir heute wissen) von einer Sorte von Rattenflöhen übertragen wird. Abgesehen von den geistlichen Ursachen (da der Feind/ha satán Elohím nicht angreifen kann, greift er Dessen Kinder, die Juden, an), gibt es Gründe, die dazu beitragen, diese Angriffe zu rechtfertigen, z.B. die Tendenz der Juden, sich von ihren heidnischen/götzendienerischen/góim Nachbarn fern zu halten. In dieser Parascháh haben wir nun vielleicht zum ersten Mal einen der Gründe, warum das jüdische Volk sich immer von anderen Völkern entfernt hat: WEIL ELOHÍM ES SO ANGEORDNET HAT! Warum? Um sie fern zu halten von der fleischlichen, geistlichen und mentalen Verunreinigung, welche die Góim/Heiden mit sich tragen.

 

 

[Wenn wir von „Góim“ sprechen, meinen wir damit mehr als eine bestimmte Rassen, genau wie wenn wir „Juden“ sagen. „Jude“ zu sein ist im Grunde genommen eine Religionszugehörigkeit, das heißt: eine religiöse und geistliche Wahl. Jeder kann ein „Jude durch den Glauben“ (wie wir es nennen) sein wollen und werden, genauso wie jeder (selbst jemand, der als Jude geboren ist) durch eigene Entscheidung zu einem Heiden/Götzenanbeter/Gói werden kann. Dies sollten wir beim Lesen unserer Paraschót nicht vergessen, da dieses Verständnis unverändert bleibt, weil es ist die einzig richtige Ansicht ist].

Die Kulturen, sowohl die jüdische, wie die nicht jüdischen/góim, sind ein Konglomerat von vielen verschiedenen Elementen: Sprache, Ansichten, Werte, Handlungsweisen, Gewohnheiten, Religion, usw., die sich im Laufe einer bestimmten Zivilisation halten. Der jüdisch-nordamerikanische Historiker Max Diamant (Author des besten Buches über die Geschicht des jüdischen Volkes) berechnet die Dauer einer Zivilisation zwischen 500 und 1000 Jahren, und dass es in der gesamten Menschheitsgeschichte 20-30 Zivilisationen gegeben hat. In unseren Tagen erleben wir den Anfang des Endes der Westlichen Zivilisation, während wir Lateinamerikaner in einer Lateinamerikanischen Zivilisation leben, die schon genau die Jahre hat, die Diamant vorausagt, dass sie endet: 500 Jahre. Die ateinamerikanische Zivilisation wurde, wie wir wissen, mit der Entdeckung Amerikas im Jahre 1492 geboren. Dieses Datum stimmt überein mit der Vertreibung der Juden aus Spanien, das sich bis heute nicht von diesem geistlichen Fluch (BeReschít/‘1.Mose‘ 12,3) erholt hat.

Die meisten unserer Leser sind Teil dieser beiden Kulturen: der lateinamerikanischen und der westlichen (der wir durch die Medien, besonders TV und Kino, ausgesetzt sind).  Beide heidnischen/gói Kulturen beinhalten Faktoren, die bewusst oder unbewusst Teil unseres Charakters sind. Aber zu diesen beiden Kulturen gleichzeitig zu gehören hat auch seinen Preis. Und dieser Preis kann in den Augen Elohíms nur mit einer Miqwéh, einem rituellen Reinigungsbad bezahlt werden.

Nehmen wir doch einmal einen Faktor der Zivilisation: die Werte. Vergleichen wir einmal die Werte der lateinamerikanischen und der westlichen Zivilisation mit den Werten der jüdischen Kultur. Der herausragende Wert der modernen westlichen Zivilisation ist: Genuss und Befriedigung für unser Ich, uns wichtig und bedeutend vorzukommen durch Reichtum und Macht. (Der Newyorker Wolkenkratzer war das höchste Symbol  hierfür). Die höchsten Werte unserer lateinamerikanischen Zivilisation degegen sind Essen und Trinken, Vergnügungen und wahlloser, poligamischer Sex. Trotz aller gegensätzlichen Meinungen (selbst von vielen messianischen und messianisch renovierten Juden durch den Glauben) ist der höchste Wert im (religiösen) Judentum mitnichten das Geld, sondern die Toráh und die Kenntnis und praktische Anwendung derselben. –Geld ist nur ein armseliger Ersatz der Toráh bei Juden, die nicht religiös, atheistisch oder traditionell, und nur dem Namen nach Juden sind. Es sind gerade jene Juden, die sich von der Toráh entfernt haben, die den selben obersten Werten der westlichen Zivilisation folgen - gerade aus den Gründen, die wir in dieser Parascháh beschrieben haben: sie haben sich anstecken lassen von den westlichen Werten, statt sich von ihnen fern zu halten. Gerade dies war der Grund für die Anweisung des Priesters/Kóhen Eliasár, alles in einer Miqwéh, einem rituellen Reinigungsbad unterzutauchen! Es gibt sogar Juden, die so ‘latinisiert‘ sind, dass ihre höchsten Werte dieselben sind wie die ihrer lateinamerikanischen Nachbarn: Essen, Trinken und Sex, das heißt, die niedrigsten fleischlichen Vergnügungen. [Auf diese Klassifizierung gegründet haben wir die Länder in drei Arten eingeteilt: die Fleischlichen, Nachkommen von Chám/heiss - Afrika und Asien; die Mentalen, Nachkommen von Iafé/gutaussehend - die westlichen Länder, besonders Europa und die USA; und die Geistlichen, Nachkommen von Schém/Name - der religiöse Teil Israels und anderer Länder, deren nationale Ziele fast ausschließlich religiös sind, wenn bei letzteren auch natürlich mit der falschen Religion und den verkehrten „Göttern“].

Elohím will nicht, dass wir uns anstecken lassen, weder mit den höchsten Werten der westlichen Kultur (das Rennen nach Macht und Geld), noch mit den höchsten Werten der lateinamerikanischen Kultur (die fleischlichen Vergnügungen). Und dies sind gerade einmal zwei Zivilisationen, welche in unsere Welt eindringen! Stellen Sie sich doch nur einmal all die Werte, Gewohnheiten, Ansichten usw. vor, die Elohím NICHT will, dass wir nachahmen! Ein Wert, den ich bei uns lateinamerikanischen messianischen Juden sich einnisten gesehen habe, und der aus der lateinamerikanischen Kultur kommt), ist in Hinsicht auf die Pünktlichkeit und das Wort-halten.

Je nach Land bedeutet „wir treffen uns um 7“ in manchen lateinamerikanischen Ländern „7:30 Uhr“, in anderen „nach 9 Uhr“. Wenn Sie dagegen in einer genauen Kultur wie der nordamerikanischen oder deutschen zu einem Geschäftstreffen, das auf 7 Uhr festgelegt ist, um 7:10 Uhr erscheinen, dann HABEN SIE KEIN TREFFEN MEHR! Derjenige, den Sie treffen wollten, hat Ihnen das Treffen schon gestrichen. In den Augen Elohíms, DER ÜBERMÄSSIG PÜNKTLICH IST, ist jede Sekunde wichtig. Wenn Sie Elohím oder einem messianischen Juden (nach Blut und/oder Glauben) sagen, dass Sie um 7 da sein werden, dann bedeutet das in den Augen Elohíms: um 7:00:00 Uhr! Keine Sekunde später! Dies ist nur EINER von Hunderten von Werten und Ansichten, um aufzuzeigen, dass wir ANGESTECKT sind mit den uns umgebenden Kulturen, statt uns „anzustecken“ mit der einzigen Kultur (Qol/Stimme der Toráh= Kultura), die in den Augen Elohíms Wert hat, die vor Ihm zählt, der jüdischen!

Nehmen wir einen in der lateinamerikanischen Kultur gewöhnlichen Wert: die Lüge. „Ist Heini da?“ fragt jemand am Telefon. „Nein, der ist weg“, (obwohl er da ist, nur dass er demjenigen, der ans Telefon gegangen ist, Zeichen gemacht hat, damit dieser sagt, er sei nicht da). Die Lüge ist ein in dieser Kultur sehrt geläufiger Anti-Wert. Elohím geht aber nicht darüber hinweg.

Lüge geht einher mit Unehrlichkeit, einem weiteren lateinamerikanischen “Anti-Wert“, vor dem wir flüchten sollten. In der jüdischen Kultur sind Wahrheit und Ehrlichkeit feste Werte. Der einzige Ort hierzulande, an dem ich mich nicht darum kümmere, das Wechselgeld und die Quittung zu überprüfen, ist in einem jüdischen Geschäft (z.B. in der jüdischen Bücherei, in der ich Stammkunde bin). Es ist nicht nötig. Da wird man uns NICHT zu wenig Wechselgeld herausgeben, da können wir unbesorgt sein. Weil es eine Bücherei in Lateinamerika ist? NEIN!, weil es eine religiöse jüdische Bücherei ist. Die Angestellten sind Juden, die zwar scheinbar in einer lateinamerikanischen Kultur erzogen wurden, aber nur scheinbar. Ihre Werte, wie hundertprozentige Ehrlichkeit sind jüdisch und dies sind Werte, die Elohím will, dass wir in den Geist/Rúach Seiner Ehefrau Israel (zu der wir laut Hes.37-38 gehören) aufnehmen.

Welche anderen Werte bringt uns das Judentum der Schrift, die wir in unsere Persönlichkeit aufnehmen können und sollen?

„ Und nun, Israel, was fordert ADONÁI, euer Elohím, von euch, als dass ihr ADONÁI, euren Elohím, fürchtet, dass ihr in allen Seinen Wegen wandelt und Ihn liebet … mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Kraft“ (Dvarím/‘5.Mose‘ 10,12).

Was heißt das? Wie macht man das? Wie wir immer sagen: beginnen wir doch bei den Zehn Geboten/Worten/Asaráh Maamarót aus Schemót/‘2.Mose‘ 20,2-17. Haben Sie als einzigen Elohím den König Israels? Oder erkennen Sie einen anderen Gott und eine andere Religion an? Haben Sie in Ihrem Haus irgend etwas (auch von Familienangehörigen), das irgendeine Gottheit darstellt (Kärtchen, Foto, Medallion, Statue, usw)? Achten Sie darauf, ca. eine halbe Stunde vor Beginn des Schabbáts zu arbeiten aufzuhören, um vor Sonnenuntergang zu Hause zu sein, oder ist Ihnen die Uhrzeit egal, weil ‘diese Woche so viel zu tun war‘? Reden Sie jeden Tag wenigstens ein paar Minuten mit Elohím, um Ihn jede Woche ein wenig besser ‘kennen und verstehen zu lernen‘, um zu wissen, welche Art von Elohím wir haben und wie Sein Charakter ist, Seine Wünsche für Sie? Ehren Sie Ihren Vater und Ihre Mutter ‘damit es Ihnen gut geht‘, oder schreien Sie sie an und respektieren sie nicht, weil ‘die es einfach nicht blicken‘? Sind Sie Ihrem Ehepartner treu oder phantasieren Sie mit jemandem, oder sind gar direkt untreu und begehen Ehebruch? Behalten Sie etwas ein, das Ihnen nicht gehört, und sei es etwas Unbedeutendes? (Das nennt sich stehlen und bricht was in Vers 15 steht). Reden Sie schlecht über jemanden, besonders wenn es nicht stimmt oder auch wenn ich ‘nur ein wenig übertreibe‘? Neiden Sie jemandem, was er hat: sein Haus, seinen Ehepartner, sein Auto, seinen Lebensstil, seine Ferien? (10. Gebot).

Wenn Sie wenigstens einige dieser Gebote halten und die anderen zu halten versuchen, dann befinden Sie sich in der Position, „herausgerufen/heilig/kadósch für Elohím“ zu werden, wie Elohím Heilig/Kadósch ist. Dies bringt auch Seine Segnungen und Seinen Schutz in Reichweite, die sich bald in Ihrem Leben und dem Ihrer Familie bemerkbar machen werden. Sollten Sie durch äußere Umstände zeitweilig einige dieser Zehn Gebote NICHT halten können, dann bitten Sie Elohím um Vergebung dafür und versuchen Sie, aus der Situation herauszukommen, um in die Position zu gelangen, Elohím angenehm sein zu können und Seinen Segen zu erhalten.

Wir sollten diese “Gerätschaften” aus Gold, Silber, Erz, Eisen, Zinn und Blei nehmen, und sie in die Miqwéh (das rituelle Reinigungsbad) Elohíms tauchen, um sie zu reinigen und ohne Ansteckungsrisiko benutzen zu können.

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