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Martes, 12 Julio 2016 20:04

PARASCHAH CHUKAT / SATZUNG

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHAH 39
CHUKAT / SATZUNG

10. des vierten Monats des Jahres 5777
16. Juli 2016

Torahlesung: BaMidbár/In der Wüste/„4.Mose” 19,1-22,1
Haftaráh: Schoftím/Richter 11,1-33

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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KOMMENTAR DER PARASCHÁH
„DER WERT DER EINSTELLUNG“

In BaMidbar/‘4.Mose‘ 21,5 heißt es: „Und das Volk redete gegen Elohím und gegen Moshéh: Warum hast du uns aus Ägypten/Mitzráim geführt, dass wir in dieser Wüste sterben? Denn hier ist weder Brot noch Wasser, und unsre Seele hat einen Ekel an dieser mageren Speise (dem „Man hú“)./

וידבר העם באלהים ובמשׁה למה העליתנו ממצרים למות במדבר כי אין לחם ואין מים ונפשׁנו קצה בלחם הקלקל׃

Das Thema unserer dieswöchigen Parascháh ist die Haltung der Kinder/Bnéi Israel. Die Haltungen der Kinder/Bnéi Israel und unsere sollten uns kümmern, denn sie bestimmen in nicht geringem Maß unser vergangenes, gegenwärtiges und zukünftiges Leben.

Was heißt Haltung? Haltung ist die Einstellung, die Position, die wir gegenüber einer Situation oder Person einnehmen. Wo kommt unsere Haltung her? Jeder hat seinen Ausgangspunkt (bewusst oder unbewusst) in seinem sogenannten Vorstellungs-Gebilde. Dies umschließt nicht nur die religiösen Glaubens-überzeugungen, sondern alle Arten von Überzeugungen. Man mag seine Überzeugungen von anderen übernommen oder zuhause erlernt haben, oder sie mögen aus der Kultur des Landes oder den persönlichen Erfahrungen entsprungen sein. Einige von uns halten sich beispielsweise für unnütz, während andere überzeugt davon sind, dass sie alles, was sie sich vornehmen, schaffen können. Dies sind oft nicht erwiesene sondern als Kind erlernte und ‘eingekapselte‘ Überzeugungen, die (recht oder schlecht) unseren Wandel bestimmen.

In Bezug auf diesen Wandel: die Einstellungen folgen einem Prozess, der wie folgt abläuft: (1) Vorstellungs-Gebilde führen zu (2) Haltungen, welche (3) ein bestimmtes Verhalten hervorrufen, das wiederum (4) Gemütszustände hervorruft, welche andere zu (5) Reaktionen bewegen, die uns (wenn sie negativ ausfallen) (6) dazu bringen, unser Verhalten zu korrigieren, oder (wenn sie positiv ausfallen) (7) so zu bleiben wie wir sind oder, wenn wir es wollen, uns zu verändern.

In obigem Vers schuf das Vorstellungs-Gebilde der Kinder/Bnéi Israel über die ‘Unfähigkeit‘ Moschéhs eine Serie von negativen Haltungen, die in Qórach (von dem in der letzten Parascháh die Rede war) zum Ausdruck kamen. Dies rief bei den Kindern/Bnéi Israel ein ähnliches Benehmen hervor wie das von Qórach und seinem Gefolge, welche rebellische Gemütszustände gegen die Moschéh übertragene Autorität hervorriefen. Dies brachte Elohím wiederum dazu, zu reagieren und die Erde verschlang Qórach und seine Gruppe, was zu einer Korrektur im Volk/Am Israel führte, aus Angst, dasselbe Schicksal zu erleiden.

Im 1. Petrusbrief 5,5-11 heißt es: „Desgleichen, ihr Jüngeren, ordnet euch euren Ältesten (der messianischen Synagoge) unter. Ja, seid allesamt einander untertan und haltet fest an der Demut. Denn Elohím widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt Er Gnade. So demütiget euch nun unter die gewaltige Hand Elohíms, damit Er euch erhöhe zu Seiner Zeit. Alle Sorge werfet auf Ihn; denn Er sorgt für euch. Seid nüchtern und wachet; denn euer Feind/ha satán, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Dem widerstehet, fest im Glauben, und wisset, dass eure Brüder in der Welt dieselben Leiden erleiden. Der Elohím aber der Gnade, der uns berufen hat zu Seiner ewigen Herrlichkeit in Ieschúa haMaschíach, Er wird euch, nachdem ihr ein wenig gelitten habt, vervollständigen, gründen, stärken und gebe euch ein starkes Fundament. Ihm sei die Ehre und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen!

Der bekannten Spruch „wie der Mensch denkt, so ist er“ untermauert genau dies: alle unsere Überzeugungen, Vorstellungen, Verhalten, Gemütszustände und die Reaktionen anderer darauf. Denn alles, was wir in unserem Leben mit Elohím und im täglichen Leben tun, ist Produkt unseres Denkens. Selbst wenn Ieschúa in unserem Geist Position bezogen hat, bewegen wir uns weiterhin in der mentalen Welt, in der Ideosphäre.

UNTERORDNUNG

Die erste Haltung, die Pétros erwähnt ist die Unterordnung. „Ihr Jüngeren, ordnet euch euren Ältesten (der messianischen Synagoge) unter.“ Die Ältesten sind nicht die Alten, sondern jede, die Elohím als Autorität eingesetzt hat, selbst wenn sie jung sind. Sie bekommen von Elohím Autorität übertragen und deshalb sollen die „Jungen“, sei es nach dem Alter oder im Glauben (da sie Ieschúa als Messias und Elohím angenommen haben), sich ihnen unterortnen, denn Elohím arbeitet in Séder/Ordnung. Und die oberste Art von Ordnung ist die Autorität, die delegierte, übertragene Autorität. Auch wenn unsere Autoritäten scheinbar oder nachweislich falsch liegen, ist es unsere Pflicht, SOLANGE WIR IN DIESER GEMEINDE SIND, Folge zu leisten. Der Moment wird kommen – wenn ein Fehler oder Sünde bei den Leitern ist – dass Elohím uns in eine andere Gemeinde führt oder dahin, eine eigene aufzumachen – aber nicht aus eigenem Impuls, in Rebellion zur von Elohím delegierten Autorität, die Er eingesetzt hat, denn das kommt sehr, sehr teuer.

Dieses Konzept der übertragenen Autorität und der Unterordnung, die wir ihr schulden, ist unter den Gläubigen wenig bekannt. Die normale Haltung ist, dass wir unseren eigenen Willen tun: wenn uns der Leiter gefällt, super, und wenn nicht, dann kritisieren wir ihn und fahren damit fort, bis wir rausgeschmissen werden oder von uns selber aus gehen und unsere eigene Gemeinde aufmachen. SEHR SCHLIMM! Dies ist Rebellion! Und Rebellion ist die Handlungsweise des Feindes/ha satáns. Und wie ha satán enden wird, das wissen wir ja! Wollen wir das etwa für uns?

DEMUT

Die zweite Haltung, die Elohím uns durch Pétros rät, uns anzueignen, ist Demut. Wie wir schon in der vorherigen Parascháh über Moschéh erwähnt haben, ist Demut das herausragende Merkmal desjenigen, der von Elohím abhängig ist. Wozu auftrumpfen,, wenn es Elohím ist, der alles in der Welt ordnet? Ja, wir sollen unseren Teil tun!  Es geht nicht darum, uns auf die faule Haut zu legen, weil Elohím ja „sowieso alles tun wird“. Andererseits geht es aber auch nicht darum, andere anzuschieben, um bemerkt zu werden, noch sich schreiend einen Weg zu bahnen, weil wir keinen haben, der uns verteidigt. Demut ist also die angemessene Haltung eines messianischen Juden, der darauf vertraut, dass Elohím auf sein Leben Acht hat.

ALLE SORGEN LOSLASSEN

Das Dritte, was Pétros uns rät ist: aufzuhören, uns Sorgen zu machen. Leichter gesagt und gelehrt, als getan! Die Ursache liegt in unserem Charakter, der in dem Prozess steckt, von dem wir oben sprachen. Wenn unser Vorstellungsgebilde die Überzeugung beinhaltet, dass wir nicht aufhören dürfen, uns Sorgen zu machen, weil es uns „aus den Händen gleitet“, dann werden wir ständig besorgt sein. Andererseits haben Sorgen oft unbewusste Ursachen, die mit dem speziefischen Thema, das uns Sorgen bereitet, gar nichts zu tun haben. Und so ist das Problem bereits größer geworden als ein einfaches „Elohím übergeben“ desselben. In dem Fall müssen wir in unserem Unterbewusstsein herumstochern und Elohím im Gebet darum bitten, uns zu zeigen, welches genau die Wurzel des Problems unserer ständigen Sorgen ist.

NÜCHTERN SEIN

Bei „nüchtern sein“ geht es natürlich nicht um die Abstinenz von Alkohol, sondern um das emotionale Gleichgewicht, nicht die Extreme: weder Euphorie noch Sorgen und Depression, sondern eine ausgeglichene Haltung, in dem Bewusstsein, dass Elohím alles im Griff hat, und dass wir Ihm jeden Tag im Gebet alles überlassen können. Es ist oft nicht einfach, die Ruhe und das Gleichgewicht zu bewahren. Manchmal sammeln sich die Dinge in unserer Psyche an. und wenn „das Glas dann überläuft“, passiert dasselbe mit unserem Temperament und wir verlieren die Ruhe. Es ist kein Fehler, in solchen Fällen einmal die Ruhe zu verlieren, denn dies ist ein psychischer Überdruck in unseren psychischen Behältern. Und es ist von Vorteil, wenn er ab und zu ausgelehrt wird… solange diese Wut und dieses Rauslassen nicht zu einer dauerhaften Haltung wird.

SEID WACHSAM

Elohím warnt uns, geistlich gesehen ständig auf der Hut zu sein, denn „euer Feind/ha satán, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.“ Leider werden in Bezug auf den Fein/ha satán die beiden Extreme vertreten: entweder man schiebt ihm alle Schuld in die Schuhe, selbst für das Selbstverschuldete, oder man übergeht ihn ganz. Beide Extreme sind falsch, denn die Realität bei uns messianischen/messianisch renovierten Juden ist, dass wir selbst die meisten unserer Probleme verursachen, nicht unser Ehepartner, noch unsere Glaubensgeschwister. Aber der Feind/ha satán und sein Heer (sowohl das geistliche, wie das menschliche) benutzen diese, um uns anzugreifen und unser Leben durcheinander zu bringen. Wir sollten dieses Problem also an zwei Fronten gleichzeitig angehen: den Feind/ha satán nicht für alles verantwortlich machen, sondern zuerst überprüfen, was wir selbst falsch machen, ohne jedoch aufzuhören, permanent geistlichen Krieg gegen ihn zu führen (besonders von der defensiven Art), um uns vor seinen ständigen Angriffen zu schützen, wegen den offenen mentalen und geistlichen Türen, die wir ihm durch unsere Verfehlungen und Sünden öffnen. Aus der Sicht des messianisch renovierten Judentums sehen wir mit eigenen Augen, wie ganze messianische Synagogen zugrunde gehen weil sie keine Ahnung von geistlicher Kriegführung haben, weshalb der Fein/ha satán und sein (menschliches und geistliches) Heer sie mit dem kleinsten Problem „fertig machen“.

WIDERSTEHT IHM

Elohím drängt uns, dem Feind/ha satán zu widerstehen. Es nicht zu tun vergrößert nur unsere Probleme - Wie wir jedoch schon gesagt haben: ohne unseren Teil der Schuld und wie wir ihm Zugang in unser Leben gegeben haben aus den Augen zu verlieren.

FEST IM GLAUBEN

Unser Glaube/Emunáh kann und wird zeitweise schwanken, wenn uns etwas unangenehmes oder unerwartetes passieren. Dann kommen uns Gedanken wie: „Existiert Elohím überhaupt“ , „Ob es wirklich wahr ist, dass Er mich sieht und mir hilft, wie ich glaube?“, „Und wenn das so ist, warum passiert mir dies alles dann?“ Dies ist genau dasselbe Gedankenschema, das der Feind/ha satán, als Schlange verkleidet, an Chaváh/Eva herantrug: „Ob es wirklich wahr ist, dass …?“ Diesen Gedanken sollten wir nicht nachgeben, sondern sie mit aller Kraft unserer Sinne und unseres Willens zurückweisen. Dazu können wir jene Verse wiederholen, die unser Vertrauen in Seine Gegenwart stärken, z.B.: „Ich werde bei euch sein bis ans Ende der Tage“ (Mat.28:20). Außerdem ist eine Glaubenskrise auch nur das: eine vorübergehende Krise, ein mentaler und geistlicher Sturm, der dann (wie jedes Gewitter) dem guten Wetter Raum gibt.

EUCH VERVOLLSTÄNDIGEN

Es liegt noch ein langer Weg vor uns, um das Ziel Elohíms in unserem Leben zu erreichen. Dieses Ziel ist vor allem: die Heiligkeit/Qeduscháh von Geist, Seele und Leib. Wir sollten Seinem Handeln an und in uns keine Grenzen setzen, selbst wenn uns Seine Methoden oft nicht gefallen. Er benutzt z.B. Probleme aller Art, weil wir nur auf Negatives reagieren und uns verändern, und das ist schließlich das Ziel Elohíms, unsere Veränderung .

Ihm sei die Ehre und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen!

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