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Viernes, 13 Mayo 2016 16:30

PARASCHÁH KEDOSCHÍM / HEILIGE

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHÁH Nr. 30
KEDOSCHÍM / HEILIGE

6. Tag des zweiten Monats (Iár) des Jahres 5776
14. April 2016

Torahlesung: Wa’iqrá/Und rief/„3.Mose” 19,1-20,27
Haftaráh: Amos 9,7-15

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

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Wa’iqrá/Und rief/’3.Mose’ 19,18: „…Du sollst deinen (nach dem Blut oder Glauben jüdischen) Freund lieben wie dich selbst. Ich (bin) ADONÁI./Ve ahávta et reacháh kamóchah—Aní ADONÁI“

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
„DU SOLLST DEINEN (JÜDISCHEN) FREUND LIEBEN WIE DICH SELBST“

Diese Parascháh spricht verschiedenes an. Aber eines dieser Dinge ist ganz besonders wichtig, wir schaffen es nur nicht, es in seinem vollen Ausmaß zu verstehen. Und dies bringt uns, weil es uns sündig macht, in eine schlechte Position vor unserem Elohím. Dieses so wichtige Thema ist die aufopfernde Ahaváh-Liebe Elohíms. Es geht hier aber nicht um die Ahaváh-Liebe zu unserem Ehepartner oder unseren Kindern oder Enkeln, sondern für unseren Freund, sei er Jude nach dem Blut oder dem Glauben. Es geht hier um unseren Freund in der messianischen Synagoge, zu der wir uns halten, oder der Arbeitskollege, der gleichzeitig unser jüdischer oder messianisch jüdischer Freund, ist - nicht irgendein Jude, der in derselben Stadt wie wir wohnt, sondern ganz speziefisch: unser Freund.

 

 

Warum behaupten wir, dass wir es nicht schaffen, „es in seinem vollen Ausmaß zu verstehen“? Ahaváh ist nicht irgendeine fleischliche (oder emotionale) Liebe für unseren Ehepartner oder einen Familienangehörigen, sondern eine übernatürliche Liebe, die daraus entsteht, dass wir vorher gelernt haben, Ahaváh für ADONÁI zu haben. Wer kein vom Heiligen Geist/Rúach haQódesh erweichtes Herz hat und keine Ahaváh-Liebe für Elohím empfindet, wird für seinen jüdischen Freund erst recht keine Ahaváh-Liebe haben. Erklärung: Ahaváh-Liebe ist nicht an Bedingungen gebunden. Es ist eine Liebe wie die einer Mutter. Wie eine Mutter ihrem geliebten Kindlein alles vergibt, so ist die vergebende Ahaváh-Liebe Elohíms für Seine Kindlein (Sie und ich). Diese Liebe entspringt unserem Willen. Ihr Freund verdient es nicht, dass Sie ihn mit der Ahaváh-Liebe Elohíms lieben? Wahrscheinlich nicht. Elohím liebt ihn jedoch, weil er Sein Kind ist und Ihm zu folgen und die Gebote/Mitzwót der Toráh zu halten versucht. Das macht ihn in den Augen Elohíms zu jemand Besonderem und sollte es auch in Ihren Augen sein. Ihr jüdischer Freund verdient es nicht, dass Sie ihn behandeln wie Sie sich selbst behandeln? Das stimmt wahrscheinlich auch. Sie wissen das sicher besser als ich. Elohím möchte jedoch, dass Sie ihn TROTZDEM lieben, und zwar nicht mit selbstbezogener Liebe, die davon abhängt, was er Ihnen Gutes oder Böses angetan hat, sondern mit der bedingungslosen Ahaváh-Liebe Elohíms.  Überlassen Sie Elohím das Gericht – zu Ihrem eigenen Vorteil. Richten Sie Ihren Reáh/jüdischen Freund nicht. Er hat Sie beleidigt?, Sie bestohlen?, Schlecht über Sie geredet, obwohl Sie ihm doch in der Vergangenheit geholfen haben? Lassen Sie es in den Händen Elohíms, aber hören Sie nicht auf, ihn mit übernatürlicher Ahaváh-Liebe zu lieben. Deshalb steht im Erneuerten Bund in Korintíim Álef/1. Kor. 13,4-10:

„Die (übernatürliche) Ahaváh-Liebe (Elohíms) ist langmütig und freundlich, sie ist nicht eifersüchtig, sie prahlt nicht, sie blähet sich nicht auf, SIE IST NICHT TAKTLOS, sie suchet nicht das ihre, sie läßt sich nicht verbittern, sie trägt das Böse nicht nach, sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie erduldet alles. Die Ahaváh-Liebe hört niemals auf. Wo aber Nevuáh/Weissagungen ist, die wird aufhören, und die (Gabe/Geschenk/Matanáh der) Sprachen wird aufhören, und die Erkenntnis wird aufhören, denn jetzt erkennen wir einen Teil (dessen, was auftaucht) und wir weissagen einen Teil (von dem, was auftaucht). Wenn aber das Ziel (der Maschíach ben David) kommt, so wird das Stückwerk aufhören.“

Warum wir darauf bestehen, dass die Ahaváh-Liebe „übernatürlich“ ist? Weil sie nur durch den Heiligen Geist/Rúach haQódesh kommt wenn wir Ieschúa als Messias/Maschíach und leiblichen Körper Elohíms annehmen. Jene, die den Geist/Rúach und Ieschúa nicht empfangen, haben keine Möglichkeit, diese Ahaváh zu haben. Sie mögen sehr gutherzig sein und ein mit menschlicher Liebe brennendes Herz für andere haben, aber sobald etwas passiert, verflüchtigt sich diese Liebe.

Was ist nun aber diese Ahaváh-Liebe? Wie in den oben zitierten Versen in Korintíim Álef/1.Korinther steht, schließt sie die gesamte geistliche Frucht/Prí von Galater 5,22-23 mit ein: „Ahaváh-Liebe, Simcháh/Freude, Schalóm/Friede…“ Wie wir alle wissen, bekommt man dies nicht automatisch. Wir müssen uns Ieschúa haMaschíach/dem Messias in uns UNTERORDNEN, uns durch den Geist/Rúach Seinem Willem UNTERORDNEN, damit unser Charakter verändert wird. Das geschieht durch das tägliche Gebet und dadurch, dass wir uns vom den Heiligen Geist/Rúach haQódesh und Ieschúa in uns dirigieren lassen, damit Er es sei, der auf die Beleidigungen oder Angriffe anderer (besonders unserer Familienangehörigen und jüdischen Reahím/Freunde) reagiert; und damit wir nicht fleischlich reagieren, wie unsere Umwelt (auch Gläubige), sondern im Geist/Rúach, wie wahre messianische Juden, die im Rúach leben (Römer 8,1) und nicht im Fleisch.

Dies erreicht man nicht von heute auf morgen, wie viele von uns schon festgestellt haben. Wir dürfen aber auch nicht erwarten, dass es automatisch passiert, denn das wird es NICHT. Wir müssen mit dem Heiligen Geist/Rúach haQódesh kooperieren! Wir sollten darum beten, die Frucht/Prí des Geistes/Rúach in unserem Herzen zu empfangen und darum, Ahaváh-Liebe für unseren Reáh/Freund zu bekommen.

Wer ADONÁI erfreuen will, muss hart daran arbeiten, sein steinernes Herz zu erweichen. Ahaváh bedeutet (abgesehen vom schon Erwähnten): Barmherzigkeit für die Armen. Wenn ein Bettler an Ihrem Tor oder Ihrer Tür klingelt oder klopft, schicken Sie ihn NIE ohne etwas (Kekse, eine Frucht, etwas zu trinken, einige Münzen…) davon. ES IST IESCHÚA, DER AN DER TÜR IHRES HERZENS KLINGELT/KLOPFT! IST JEMAND ZUHAUSE? Dies ist Tzedaqáh/milde Gabe und etwas, was wir unbedingt vom rabbinischen Judentum lernen sollten (ohne in ihm das zu suchen, was nicht von Elohím kommt: Traditionen, die NICHT in der Toráh oder sogar dagegen stehen). Tzedaqáh-geben ist jedoch von Elohím, und deshalb sollten wir es uns zur Gewohnheit machen. Möchten Sie Erfolg haben? Möchten Sie, dass Elohím Sie finanziell segnet? Dazu gibt es ein paar Geheimtipps. Einer dieser Tipps ist die Tzedaqáh/milde Gabe für Arme; ein weiterer ist, unbedingt und ohne Aufschub in Ihrer Synagoge Ihrem Rabbiner den Zehnten zu geben.

Ahaváh-Liebe ist viel mehr praktisch und gar nicht so „geistlich“ wie wir oft meinen. Ihren kranken Reáh/Freund zu besuchen oder wenigstens einmal am Tag anzurufen, um zu hören, wie es ihm geht, ist Ahaváh. Ihm etwas zu kaufen, das er benötigt, aber vielleicht nicht bezahlen kann, ist Ahaváh.

Etwas für ihn zu tun, wenn Sie wissen, dass er das braucht ist große Ahaváh – abgesehen davon, dass es ein Gebot/Mitzwáh ist, das Sie erfüllen. Wenn Ihr Reáh/Freund etwas ungern tut, könnten Sie es für ihn tun. Wenn Ihr Freund beispielsweise ungern plant, könnten Sie für ihn planen und es ihm vorschlagen. Helfen Sie ihm wie und sooft Sie können.

Mit Ihm zu leiden ist Ahaváh. Ihm zuzuhören, wenn er keinen hat, der ihm zuhört, ist Ahaváh. Ihm zu Essen zu geben wenn er krank ist und keinen hat, der ihm etwas kocht, ist Ahaváh. Trösten ist Ahaváh. Für ihn zu beten ist Ahaváh - egal, ob er sich dessen bewusst ist oder nicht – Elohím weiss es.

Außerdem ist Ahaváh ansteckend. Ihre Kinder werden beginnen, zu verstehen und zu sehen was Sie tun und Sie nachahmen – zu ihrem eigenen und Ihrem Segen. Und Ihre jüdischen Freunde/Reahím werden danach trachten, dasselbe mit IHREN eigenen Freunden zu tun. So wird die Segenskette immer länger, und Elohím erhält die Ehre/Kavód, die Ihm gebührt!

Warum wir darauf bestehen,“jüdischer Freund“ und nicht einfach „Freund“ zu sagen? Weil ein Gói/Götzenanbeter in den Augen Elohíms nicht Ihr Freund sein kann. Wir sind Seine Familie und in Seiner Familie/Mischpacháh gibt es keine Góim (so steht es in 1.Kor.12,2 und 1.Tes.1,9).

Beginnen Sie, jede Gelegenheit zu genießen, Ahaváh-Liebe für Ihre jüdischen Freunde zu empfinden und zu PRAKTIZIEREN!

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Julio Dam

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