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Jueves, 07 Abril 2016 08:52

PARASCHÁH Nr. 27 TASRÍA/(SIE) EMPFÄNGT

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

PARASCHÁH Nr. 27
TASRÍA/(SIE) EMPFÄNGT

1. Tag des ersten Monats (Nissán/Avív) des Jahres 5777
9. April 2016

Torahlesung: Wa’iqrá/Und rief/„3.Mose” 12:1-13:59
Haftaráh: 2. Könige 4:42-5:19

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

Copyright © 2016 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website im Internet zu besuchen: www.beitshalom.org. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschót und Bücher in spanisch, englisch und deutsch finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Parascháh ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohím geahndet.

Wa’iqrá/Und rief/’3.Mose’ 12,1-2: „Und ADONÁI redete zu Mose und sprach: ‘Sage zu den Kindern Israel und sprich: Wenn ein Weib empfängt /tasría und einen Knaben gebiert, so soll sie sieben Tage lang rituell unrein sein, ebenso lange wie bei ihrer Menstruationsperiode soll sie rituell unrein sein.“

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
„DIE ESSENZ DES SCHABAT“

Péssach liegt vor uns (am Abend des 22. April ist „Érev Péssach“, der Séderabend) und in diesen Tagen vorher ist es Brauch, dass die Kinder den Auftrag bekommen, das Haus zu durchsuchen und es von Sauerteig/Chámetz zu reinigen, damit das Haus für das Fest rein ist. Sauerteig/Chámetz ist Symbol des rituell Unreinen, wie die Tage nach einer Geburt oder die Menstruationsperiode. In unser aller Leben ist es wichtig, uns auf Péssach vorzubereiten indem wir unser mentales Haus reinigen. Dieses mentale Haus ist es, wo die meisten unserer Feinde wohnen: dunkle und zerstörerische, negative Gedanken (NG) über uns selbst oder über andere, über Situationen oder Probleme die wir durchmachen. 
In Ieschaiáhu/Jes.26,3 hießt es: „Du erhältst in vollkommenem Frieden (Schalóm Schalóm) jenen, dessen Sinn in Dir ruht.“ 

Damit „unser Sinn in Ihm ruht“, müssen wir zuerst verstehen, dass es negative Denkweisen gibt, die uns verfolgen und Teil unseres Lebens sind. Diese gilt es zu erkennen und zu zerstören. Wir wollen hier mindestens 10 von ihnen erwähnen. 

 

 

1.    Extremistisches Denken. Bei dieser Denkweise machen wir entweder alles richtig oder alles falsch. Jedes klitzekleines Problem ist gleich eine totale Niederlage für unsere negative Auffassung und wir verlieren den Blick dafür, dass wir vielleicht in einigen Bereichen Erfolg haben, selbst wenn wir in EINEM noch keinen haben. Unsere Negativität konzentriert sich einzig auf den EINEN Bereich, in dem wir noch nicht siegen.  

2.    Defekte am Haus finden. Ein Haus besteht aus vielen Bereichen oder Teilen und einer dieser vielen Bereiche oder Teile ist vielleicht ungestrichen oder in schlechtem Zustand. Negative Menschen konzentrieren sich jedoch nur auf den einen und einzigen Bereich am Haus, der nicht hundertprozentig in Ordnung ist. Hierum kreisen alle ihre Gedanken, ohne den ganzen anderen Bereichen überhaupt Beachtung zu schenken, die NICHT kaputt oder in schlechtem Zustand sind. Konzentrieren wir uns doch lieber mehr auf das, was in Ordnung ist. 

3.    In jeder Situation das Schlimmste sehen. Statt etwas Gutes als solches zu erkennen, kreisen unsere Gedanken darum, was noch besser hätte sein können. Wenn wir beispielsweise in einem guten Restaurant gegessen haben, kreisen unsere Gedanken vielleicht darum, dass der Wein nicht so gut war, vergessen aber wie hervorragend das Essen war. 

4.    Verallgemeinern. Wir meinen, wenn uns etwas Schlimmes oder Ungutes passiert, dann wird es uns in ähnlichen Situationen immer so ergehen. Dies ist ein Beispiel überspitzter Verallgemeinerung. Wenn jemand uns böse anguckt, dann meinen wir, alle (oder alle Frauen) würden uns so sehen. 

5.    Immer das Negative erwarten. Wir werden zu Unken, die immer das Schlimmste erwarten in jeder Situation und bei jedem. Dies kann außer mentalen sogar geistliche Auswirkungen haben. Dadurch wird es zu etwas Ernsterem und schwerer zu Überwindendem. 

6.    Mit der Galle argumentieren, statt mit einem kalten Kopf. Wir sollten aufhören, alles negativ zu sehen und mit kaltem Kopf die Dinge untersuchen, und alles distanzierter und objektiver betrachten. 

7.    „Ich müsste“-Gedanken. Unsere Gedanken kreisen ständig um unsere Verpflichtungen und den ganzen Tag lang plagen wir uns wegen Dingen, die vielleicht erst in ein paar Wochen anliegen. 

8.    Übertreiben. Wir sehen immer alles düsterer als es ist. Ein klitzekleines Problem verwandeln wir in eine griechische Tragödie. 

9.    Das Negative persönlich nehmen. Wir beschuldigen immer uns selbst für alles, selbst wenn es nicht im Entferntesten etwas mit uns zu tun hat.

10.    An das denken, was einen deprimiert. Wir stecken immer in einer Depression. Würden wir un hinsetzen und die Ereignisse des Tages zusammenfassend niederschreiben und analysieren, würden wir sofort alles Negative sehen. Beschreiben Sie kurz was Sie geärgert hat. Es mag etwas gewesen sein, was Ihre Frau oder ein Verwandter gesagt hat, oder etwas, was bei der Arbeit oder zuhause passiert ist. Schreiben Sie auf, was Sie empfunden haben. Waren Sie traurig, verärgert oder beides? Und schreiben Sie die Gedanken nieder, die zu diesen Emotionen geführt haben – „Wir haben Eheprobleme“ oder „Meine Arbeit wird immer schlechter“ – nicht nur die Gefühle. Untersuchen Sie die obigen 9 Gründe, um festzustellen, ob Sie einen der genannten Fehler negativer Gedanken (NG) bei sich finden. Sobald Sie erkennen, welchen der NG-Fehler Sie begehen, sind Sie auf dem Weg, ihn zu lassen. Jedes Mal, wenn Sie einen negativen Gedanken (NG) haben, untersuchen Sie: Welchen Fehler begehe ich? Nehme ich das Negative persönlich? Sehe ich alles negativ? Welches ist der NG? Wenn sie z.B. gedacht haben: “Meine Ehe läuft schlecht”, dann könnten Sie in Gedanken dagegenhalten: „Meine Frau ist heute nicht gut drauf, weil es ihr nicht gut geht. Es stimmt nicht, dass meine Ehe immer schlecht läuft.“ 

Sprüche/Mischléi 23,7: „Denn wie ein jeder die Dinge/Schaár in seiner Seele/Nafschó untersucht, so ist er…“

Nachdem wir nun gelernt haben, unsere negativen Gedanken aus dem Kopf zu bekommen, müssen wir nun lernen, Elohím zu vertrauen und lernen, unseren Verstand in Ihm ruhen zu lassen und nicht in unseren eigenen Fähigkeiten, Dinge zu lösen. 

1.    Nehmen Sie jeden Morgen das mentale Schampoo zur Hand. (Bitten Sie Elohím darum, und Er wird es Ihnen geben). Entfernen Sie allen Staub negativer Gedanken (NG) und bitten Sie Elohím, im Namen/be Schem Ieschúa ha Maschíachs, alle negativen Gedanken von Ihnen abzuwaschen. Reinigen Sie sich von allem Groll, Nervosität, Zukunftsängsten, Sorgen, und dergleichen. 

2.    Hören Sie auf, jeden Tag auf das Negative in Ihrem Leben zu starren. Blicken Sie auf Elohím in Seiner Güte, in Seiner Herrlichkeit, in Seiner Macht. Sagen Sie sich in Gedanken: es ist Sein Wunsch, dass es mir HEUTE gut geht. – Denken Sie nicht an Morgen, noch an das ärgerliche Problem. Denken Sie an Ihn. Nehmen Sie sich gerade jetzt 5 Minuten Zeit dafür! 

3.    Strahlen Sie eine Haltung der Ahaváh-Liebe (bedingungslose, geistliche Liebe) aus, indem Sie Elohím bitten, dass Ieschúa in Ihnen gerade jetzt diese Art von Ahaváh-Liebe ausschüttet, sei es, dass Sie gerade allein sind, oder in der messianischen Synagoge. Bitten Sie Ihn darum, dass diese Haltung nicht nur nach außen (zu Ihren Mitmenschen) strahlt, sondern besonders auch nach innen, in Ihren Körper, Ihren Geist und Ihre Sinne, die durch die Außenwelt verunreinigt sind. 

4.    Wir sollten um Vergebung dafür bitten, „unser Vertrauen auf Menschen gesetzt“ zu haben (in diesem Fall, auf uns selbst), und den Fluch brechen, der damit einhergeht. Haben Sie das Vertrauen, dass Sie siegen werden, in allem was Sie tun, und ganz besonders, wenn Sie es unter der Leitung Elohíms tun. Erbitten Sie diesen Sieg im Namen/be Schém Ieschúa ha Maschíachs. 

5.    Übergeben Sie Elohím Ihre Probleme (und Ihre negativen Gedanken, die damit einhergehen) eines nach dem anderen, und bitten Sie Ihn darum, Ihnen die Lösungen zu geben. DENKEN SIE, JA, DENKEN SIE WIRKLICH! VERSUCHEN SIE ES, JA, VERSUCHEN SIE ES WIRKLICH! GLAUBEN SIE, JA, GLAUBEN SIE WIRKLICH! Elohím wird Ihnen hilfreich zur Seite stehen. 

6.     Ein bekannter Psychologe hat einmal gesagt: „Der tiefste Wunsch im Herzen des Menschen ist der Wunsch, wertgeschätzt zu werden.“ Das ist doppelt wahr bei den Menschen, die uns umgeben: unsere Familienangehörigen, Glaubensgeschwister, usw. Andere haben denselben innigen Wunsch danach, angenommen und wertgeschätzt zu werden wie wir. Wenn Sie angenommen, geliebt und geschätzt werden wollen, fangen Sie an, sich um andere zu kümmern und mit Ahaváh-Liebe zu lieben, besonders Ihre Familie und die Glaubensgeschwister in Ihrer messianischen Synagoge. Wer ist Ihr bester Freund? Derjenige, der das Beste bei Ihnen zum Vorschein bringt. Wieviele dieser Art von Freunden haben Sie? Schauen Sie nicht auf die oberflächlichen Taten. Blicken Sie auf das Innere, und versuchen Sie, das Beste aus Ihrem Freund/Familienangehörigen zu holen, und Sie werden zu seinem besten Freund werden. Und werden Sie zu einem guten Zuhörer. Die meisten von uns wollen oder können anderen nicht gut zuhören. Die Kunst des Zuhörens ist eines der Geheimnisse, um wertgeschätzt zu werden. 

Elohím, in Ieschúa zu Fleisch geworden (Joh.1,14), ist an unserer Seite. Er ist bereit, uns zu helfen - wenn wir es nur zulassen! Er hört jedes Wort, das wir sprechen, egal wieviel wir Ihm in den Ohren liegen und weinen und Ihn mit unseren Problemen überschütten. ER IST UNSER BESTER FREUND! WUSSTEN SIE DAS? Warum bitten Sie Ihn dann nicht um Hilfe und üben es, jeden Tag Zeit zu verbringen in der Gegenwart Ihres BESTEN FREUNDES? 

7.    Nehmen Sie andere so an wie sie sind, sowohl Familienangehörige, wie Freunde. Jeder ist wie er ist. NICHTS UND NIEMAND wird ihn ändern. Das kann nur Elohím und, wenn wir für ihn beten, tut es möglicherweise. Doch solange die Veränderung auf sich warten lässt, für den Moment, nehmen wir andere so an, wie sie HEUTE sind! 

8.    Die feste Entscheidung treffen, sich nicht mehr auf das eigene Urteil zu verlassen, noch selbst zu entscheiden. Nur Elohím (in der Dimension Ieschúas) weiss, was wir zu unserem Besten tun sollten. Fragen Sie Elohím ALLES bevor Sie etwas tun, und bevor Sie auch nur einen Finger in die Richtung Ihres eignen Willens bewegen. 

9.    Jedes bedrückende Problem, jede mühevolle Aufgabe aufschreiben und sie Elohím sofort übergeben. Sobald Sie es Elohóm übergeben haben, VERGESSEN SIE DAS PROBLEM/DIE AUFGABE, UND GENIESSEN SIE es, Elohím zu kennen und zu wissen, dass Er sich des Problems/der Aufgabe annehmen wird. Und Denken Sie positiv über alles, was Ihnen Sorgen bereitet hat. Die positive mentale Einstellung (PME) ist einer der wichtigsten Faktoren für unser Leben mit Elohím. Ohne Elohím ist es egal wieviel PME (positive mentale Einstellung) wir haben. Es nützt uns dann nämlich nichts, weil wir nicht auf dem geraden Weg sind und so ha satán/dem Feind jederzeit ausgeliefert sind. 

10.    Elohíms vollständigen (perfekten) Frieden / Schalóm Schalóm erbitten bei jedem Problem und jeder Aufgabe. Machen Sie wenn nötig geistlichen Kampf, um sich jeden Augenblick des HEUTIGEN Tages wohl zu fühlen, denn das HEUTE ist alles, was ist. Freude ist etwas internes, nicht externes. Natürlich ist es praktisch unmöglich, froh zu sein, wenn Sie frieren, hungrig oder bedürftig sind. Wenn jedoch keine dieser Dinge Sie erdrückt, kommt Freude aus der Nähe Elohíms und dem Reden mit Ihm, nachdem wir unsere Sinne und unser Herz von allen negativen Gedanken (NG) gereinigt haben.

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Julio Dam

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