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Viernes, 02 Octubre 2015 11:19

Parascháh Nr. 54 WESÓT HA BRACHÁH / UND DAS IST DER SEGEN

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DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN

Parascháh Nr. 54 WESÓT HA BRACHÁH / UND DAS IST DER SEGEN

20. des siebten Monats (Tischri) des Jahres 5776/ 3. Oktober 2015

Torahlesung: Dvarím / Angelegenheiten / „5.Mose" 33,1-34,12

Haftarahlesung: Iehoschúa /„Josua“ 1,1-18

Julio Dam

Messianisch Renovierter Rebbe

(aus dem Spanischen übersetzt von MK)

Copyright 2015 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website im Internet zu besuchen: www.beitshalom.org. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschót und Bücher in spanisch, englisch und deutsch finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Parascháh ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohím geahndet.

KOMMENTAR DER PARASCHÁH

„DIE UNERSÄTTLICHKEIT DES MENSCHEN NACH EINHEIT/ACHDÚT“

Der Mensch hat in seinem Innersten, durch Elohím selbst dort hineingelegt, ein unersättliches Sehnen nach Ordnung, nach einem Sinn im Leben, nach einem Grund zu leben. Untergründig (geistlich gesehen) sind dies einfach nur materielle und mentale Äußerungen einer geistlichen Sehnsucht: die Sehnsucht, mit Elohím eins/echád zu werden. Daher rühren alle Art von Ersatz für Nicht-Gläubige in aller Welt: der Drang nach Macht, Geld, einem guten gesellschaftlichen Stand und „meinem Platz in dieser Welt“, die Suche nach der Wahrheit in der Wissenschaft, der Kunst, der Literatur, usw. Im Grunde genommen hat jedoch alles seinen Ursprung in diesem (fast primitiven) unerfüllten Sehnen, den Schöpfer der Welt zu finden und mit Ihm eins/echád zu werden. Es ist jedoch Elohím selbst, Der dieses Sehnen in unsere Seele und in unseren Geist gelegt hat, und dies ist möglicherweise der einzige Abschnitt des gigantischen Labyrinths unseres Lebens, der uns zu Ihm führen kann. Und wir sagen „kann“, denn die große Mehrheit erfährt nie, wer dieser Schöpfer wirklich ist – sondern meint es nur zu wissen.

Diese Einheit/Achdút mit Elohím dürfen wir aber nicht verwechseln mit  der Einheit mit unserem Nächsten (das ist eine Verbindung), und auch nicht mit Gleichheit. Verbindung heißt, dass man sich zeit- und versuchsweise (in diesem Fall mit Menschen) annähert, mit einem egoistischen Ziel. Sobald dieses Ziel erreicht ist oder Zwistigkeiten stärker waren als der illusorische Drang nach „Einheit“, ist es damit vorbei und der Normalzustand kehrt wieder ein: Spaltung und Ablehnung nehmen wieder ihren Platz ein. Gleichheit ist das utopische Ziel mancher Menschen und Ideologien, die so mit rein menschlichen Methoden erreichen wollen, was nur erreicht werden kann in inniger Gemeinschaft mit Elohím, unserem Schöpfer und unserem Vater, von wo wir ausgegangen sind und zu Dem wir zurückkehren werden.

Selbst in der Wissenschaft können wir heutzutage Zeugen dieser unersättlichen Suche nach Einheit werden, dieses Hungers, der mit nichts zu stillen ist. In letzter Zeit ist Edward O. Wilson, Biologe aus Harvard, mit seinem Buch „Consilience, the Unity of Knowledge“ („Consilience, die Einheit des Wissens“) in Mode gekommen. Wie er selbst erklärt, hat das Wort Consilience (wörtlich: Übereinstimmung) ein Alter von sage und schreibe 160 Jahren. Es ist ein alter Traum, Wissenschaften wie die Physik und die Biologie in ihren gemeinsamen Gesetzlichkeiten zu vereinen. Und Sie können mir glauben, es ist erreichbar, wie Wilson erklärt. „Consilience/Übereinstimmung“ besteht darin, die Grunderkenntnisse in den Grundschichten aller Wissenschaften zu verbinden. Dabei können wir erkennen, dass die Grundlagen der Wissenschaften sich sehr ähnlich sind, selbst bei so unterschiedlichen Wissenschaften wie den erwähnten, erklärt Wilson. Wilson erläutert dies als eine Verbindung zwischen dem schwedischen Botaniker Linneus, der die biologische Klassiffizierung erfunden hat, und dem „Ursprung der Spezies“ des Briten Charles Darwin. Von Zellen ging Wilson weiter und dachte an ganze Wälder und an die Erde als ganzes in dem, was er den „Ionischen Zauber“ nennt. Dies ist eine Definition des Historikers Gerald Holton, der sich auf den Philosophen Thales von Milet in Ionia aus dem 6. Jh.v.M. gründet. Es bedeutet: den Glauben an die Einheit der Wissenschaften, eine innige Überzeugung, dass die Welt eine interne Ordnung hat und dass diese durch eine Reihe von Gesetzen erklärt werden kann.

Was Wilson NICHT sagt ist, dass wir diese Consilience (Übereinstimmung) nicht nur in der Wissenschaft suchen und finden sollen. Wir finden sie selbst in der Toráh, die laut den Rabbinern der geistliche Bau-Plan ist, nach dem das Universum geschaffen wurde. Die Toráh beinhaltet die Physik und die Biologie und diese wiederum beinhalten die Toráh - Vollständige Übereinstimmung/Consilience, nicht nur zwischen den Wissenschaften, sondern auch zwischen so ungleichen Themen wie dem Tanách und jenen. Dies ist nur ein Beweis mehr für zweierlei: (1) dass die Consilience (Übereinstimmung) schon bei uns ist, und (2) dass, weil wir dies wissen, wir folglich im Geist und sogar mit dem Verstand merken können, dass das Ende/ha Iamím ha Qetz nahe ist.

Gerade weil wir uns in den Iamím ha Qetz/letzten Zeiten befinden, sollten wir mit unserem Geist verstehen und merken und dann mit dem Verstand verarbeiten, was Elohím uns damit zu verstehen geben möchte - besonders in diesen Tagen von Sukót (Laubhüttenfest), einem so bedeutenden Fest/Moéd für unsere Beziehung zu Ihm.

SUKÓT: DAS FEST/MOÉD DER EINHEIT MIT ADONÁI

Sukót ist NICHT nur ein weiteres Fest/Moéd unter vielen. Ebensowenig ist es ein bedeutungsloses Fest/Moéd. Sukót ist der Gipfel einer Spirale von fünf Festen/Moadím, mit einem festgelegten, unveränderten Ziel: die Einheit des Juden/Iehudí mit ADONÁI (IHWH), dem Elohím Israels, und (seit dem 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung) eine noch innigere Einheit mit ADONÁI dadurch, dass wir Ieschúa ha Maschíach/den Messias in uns haben durch den Rúach ha Qódesch/Heiligen Geist. Diese 5 Feste sind:

1.    Péssach, das Passahfest: Dieses Fest/Moéd ist ein Gedenken an den Tod Ieschúas (Adonái IHWH in Flesich und Blut zu uns gekommen) und Sein Leben in uns (Gal.2,20), und dementsprechend an den Tod unseres Ichs und dem Leben Ieschúas IN uns und DURCH uns. Es hat ein historisches Péssach gegeben, das im 1. Jh. stattgefunden hat, als Ieschúa in Fleisch und Blut starb und auferstand für uns.

2.    Schavuót, das Fest/Moéd der Wochen (Pfingsten) ist ein Gedenken an das Kommen des Heiligen Geistes/Atem/Rúach Elohíms auf die Erde, um jeden messianisch renovierten Juden/Iehudí des 1. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung (der dies möchte) zu erfüllen. Es gibt ein historisches Schavuót: die Pfingstbewegung im Christentum, wo der Heilige Geist/Rúach ha Qódesch die Gläubigen erfüllt hat.

3.    Ióm Teruáh, der Tag des jammernden Schofartons: Dieses Fest/Moéd, ist ein Gedenken an den Aufruf (durch das Schofarblasen), den Elohím uns zukommen lässt, damit wir uns reinigen, Buße tun und Teschuváh machen/zu Elohím zurückkehren, um uns auf Sukót vorzubereiten. Es hat ein historisches IómTeruá gegeben, das den Beginn der Letzten Zeiten/Iamím ha Qetz ankündigt, damit diese Welt, besonders die jüdische Welt, Teschuváh macht/umkehrt zu Elohím.

4.    Ióm haKipurím, der Tag der Versöhnungsopfer/Kaparáh: Dieser Tag ist eingesetzt, damit Elohím  ein Lamm an unserer Statt tötet. Dies geschah ca. 2000 Jahren lang im Schrift-Judentum. Seit dem 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung, als Ieschúa, „das Lamm Elohíms, das der Welt Sünden trägt“ für uns starb, nimmt Sein Blut uns alle vergangene Schuld ab. Es gibt auch ein historisches Ióm haKipurím: das Blut, das bis zum baldigen Ende in Israel fließt.

5.    Sukót, das Laubhüttenfest: Dieses Fest/Moéd ist eingesetzt, damit alle Iehudím/Juden nach dem Glauben oder Blut (jedes Jahr ein wenig mehr) eins/echád werden mit ADONÁI IHWH in Leib, Seele und Geist/Rúach.  Das historische Sukót ist hier. Ich nenne es „die dritte Reformbewegung“: das Wiedereinfügen der Sinne und der Seele ADONÁI IHWHs in die Sinne, Gedanken, Seelen und Herzen Seiner Kinder, damit diese die offenbarte Wahrheit empfangen, welche die letzten 19 Jahrhunderte verborgen oder abwesend gewesen ist. Dieses historische Sukót ist seit 1967, als Jerusalem/Iruschaláim für immer zurück in israelische Hände kam, im Embrionalstadium sichtbar, und seit ca. 1990 wird es immer offensichtlicher mit dem gigantischen Wachstum von schon Tausenden von messianischen Synagogen in aller Welt und in allen Sprachen.

Diese 5 Feste/Moadím folgen einem Fünfer-Muster, das wir in unserem bereits veröffentlichen Buch “Cómo Entender las Escrituras” („Die Schriften verstehen“) näher beschreiben.

So entleeren wir uns an Péssach von unserem Ich, an Schavuót füllen wir uns mit dem Heiligen Geist/Rúach ha Qódesch, an Ióm Teruáh erwachen wir vom Schlaf und aller Ablenkung und Zerstreuung, an Ióm haKipurím kehren wir um zu ADONÁI, um an Sukót in die Sukáh/(Laub)-Hütte zu gelangen.

Das Wort „Sukáh“ kommt von „sikéch“, was „bedecken“ oder „bergen“ bedeutet. Was wird „bedeckt“ oder „geborgen“? In Tehiláh/Loblied/„Psalm“ 91,4 lesen wir: we táchat Knafáiv techséh/und unter Seinem Talít wirst du dich bergen…“ Das Wort „Knafáiv“ bedeutet wörtlich „seine Flügel“ und ist eine bekannte Redewendung für „Talít“ – der im Wind flattert wie Flügel wenn ein Jude rennt. ADONÁI birgt uns also vor aller Gefahr der Außenwelt mit Seinem Talít. Die Sukáh/Laubhütte steht Symbolisch für Verschiedenes. Die Offensichtlichste Symbolik der Sukáh ist das „Báit“/Haus und der Buchstabe „ב“ (Bét) – was Dualität, Segen und Schöpfung bedeutet. Im gesamten von Elohím geschaffenen Universum gibt es Dualität: zwei Geschlechter: Mann und Frau/männlich und weiblich, positiv und negativ, gut und schlecht, schwarz und weiß, zwei Torót: die externe/chitzonít Toráh (auf Pergament geschrieben, wie wir sie kennen) und die interne/pnimít Toráh (der Erneuerte Bund von Irmiáhu/Jer.31,31). Die Form des „ב“ (Bét) öffnet sich von rechts (wo Elohím ist) nach links (zum von Ihm geschaffenen Universum). Elohím hat eine Öffnung geschaffen vom Himmel/ha Schamáim, wo Er ist, zur Erde, wo wir sind.

Dieses Haus/Báit, das die Sukáh darstellt, steht auch für die Vereinigung von ADONÁI IHWH mit Seiner Ehefrau Israel. Hiervon sprachen wir zu Anfang. Diese Vereinigung wurde formalisiert durch die Ketubáh, dem Bund der Ehe, der auf Pergament geschriebenen Toráh. Dies ist die Vereinigung aller Juden/Iehudím nach dem Blut und nach dem Glauben; erstere (die Seele Israels) mit ADONÁI IHWH; und zweitere (der Geist Israels) mit Ieschúa, dem Körper Elohíms– was noch aussteht (Off.22,2-4) –. Die Sukáh ist ein in-Ehe-leben mit ADONÁI, wenigstens in den sieben Tagen an Sukót, in Intimität mit Ihm und unter Seinem Talít, unter Seinem Schutz. Zusammenfassend ist die Sukáh ein Vorgeschmack der Kommenden Welt/Olám haBáh, in der wir so für ewig leben werden, d.h., in EWIGER Gegenwart (in der Kommenden Welt/Olám haBáh gibt es nicht mehr Raum und Zeit, nur SEIN).

WIE HAT ES HA SATAN GESCHAFFT, DEN MENSCHEN ZU BETRÜGEN, UM DESSEN TRENNUNG VON ADONÁI ZU ERREICHEN?

Eines der dringlichsten Probleme der Welt, wenn nicht das dringlichste und wichtigste ist: Wie erreicht man Einheit/Achdút mit ADONÁI? Das andere fast genauso wichtige Problem – da es uns den Schlüssel gibt für viele unserer Fehler, und uns wieder zurückführt zur ersten Antwort – ist: Wie hat es ha satan geschafft, den Menschen zu betrügen, um dessen Trennung von ADONÁI zu erreichen?

Im Gan Éden/Freudengarten war alles transparent. Adám brauchte nichts zu „verstehen“: er sah und verstand augenblicklich, weil er noch nicht vom „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen/Étz haDáat Tóv vaRá/ עץהדעת טוב ורע“ gegessen hatte. Sein Körper war ganz Licht/אר/Ór und auch sein Verstand war voller Licht Elohíms. Somit war für ihn alles transparent, sogar er selber. Als Adám und Chaváh (Eva) vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen/Étz haDáat Tóv vaRá aßen, verdunkelte sich alles für sie und für uns. Was vorher Licht/אר/Ór war, wurde nun „Leder“/ער/Ór. Es war nicht mehr transparent, sondern matt. Interessant ist, dass beide Worte gleich ausgesprochen aber unterschiedlich geschrieben werden und fast Gegenteiliges bedeuten. Seit diesem Moment sieht der Mensch nicht mehr alles transparent, sondern muss versuchen, zu verstehen. Dann erschien Nóach mit seinen drei Söhnen auf der Bildfläche, die die Welt besiedelten: Schém („Name“), Iáfet (von „iófi“ = „schön“) und Chám („heiß“ oder „warm“). Aus Schém entstanden die Juden, das von Elohím auserwählte Volk. Das Wort „Schém“/Name hat mit der Essenz der Dinge zu tun, mit seiner inbegriffenen/pnimíh Bedeutung. Iáfet hat Europa, Nordamerika, Australien und Neuseeland besiedelt. Chám hat Afrika und Asien besiedelt, und folglich auch Lateinamerika (den Ureinwohnern ganz Amerikas sieht man die asiatischen Merkmale an). So kann die Menschheit in drei große Arten von Ländern eingeteilt werden: Die körperlichen Länder stammen von Chám ab. Sie lassen sich leiten von ihren Sinnen und Instinkten – Afrika Asien, Lateinamerika. Die mentalen Länder stammen von Iáfet ab. Sie lassen sich leiten vom Verstand – Nordamerika, Europa, Australien, Neuseeland. Und die schemitischen Nachfahren Schéms, das heißt, die Juden, die geleitet werden vom einzigen wahren Elohím und die Araber.

Die Nachkommen Iáfets („schön“) brachten die griechische Zivilisation hervor, die sich kennzeichnet durch den Körper- und Schönheits-Kult, den Kult der Proportionen und der plastischen Künste (wie Malerei, Skulptur, usw). Dies alles brachte als Nebenwirkung die Betonung auf das Äußere mit sich, auf das Sichtbare, und deren Degeneration: die männliche Homosexualität. Dies ist eine externe/chitzonít Zivilisation, die sich dem Sichtbaren widmet. Ihr Denken ist dieser Haltung nach aristotelisch, lineal, binär „ja-nein“, simpel, und lässt keine Komplikationen zu, etwa im Sinne von: „ich habe Recht und du nicht“. Es gibt nicht mehr als zwei Positionen, binär: entweder ja oder nein, entweder du oder ich, entweder richtig oder falsch, entweder Lüge oder Wahrheit. Was mit den fünf Sinnen wahrzunehmen ist, ist das einzig Existierende für das griechische Denken, das die westliche Zivilisation prägt in der wir leben. Was man nicht sieht, existiert nicht. Dass es in Europa 2002 eine Überschwemmung gegeben hat? Die Griechen würden sagen: „Weil es zu viel geregnet hat“. Dass in Lateinamerika Misere und Armut herrscht? „Wegen der Korruption“. Alles ist extern, alles ist “wissenschaftlich” und “erklärbar”.

Die körperlichen Länder, Nachfahren von Chám, sehen nur mit ihren Instinkten und ihren Wünschen. Parás/Iran/Persien ist das Beispiel schlechthin hierfür. Es handelte immer mit brutaler Macht, wie später das römische Reich. „Weiber, Wein und Gesang“ schien ihr Lema schlechthin zu sein, die drei Freuden, die mit dem Körper zu tun haben.

Von der Transparenz Adáms kommen wir nun also zum simplen, aristotelischen, linealen Denken, das keine Paradoxe noch Widersprüche zulässt. Hier hat das Christentum seinen Ursprung - wohlgemerkt: NICHT das messianische Judentum des jüdischen Rébbe Ieschúa, sondern eine neue Religion, die geistlich in Persien/Iran geboren und durch Rom in alle Welt exportiert wurde. Diese Zivilisation konnte die jüdische Toráh nicht zulassen, mit ihrem dialektischen Denken, mit Hunderten von scheinbaren Widersprüchen, mit ihrem Hebräisch und besonders, mit ihrem jüdischen Elohím, der alles dominiert und der Erste und Letzte Grund von allem ist. Also verboten die Griechen die Toráh, verboten ihre Verbreitung und kümmerten sich darum, sie zu „übersetzen“. Nur nicht Hebräisch, das wäre zu gefährlich, sondern die „Septuaginta“, die so voll mit Fehlern ist, dass man nicht mehr behaupten kann, die „Bibel“ und die „Toráh“ seinen das selbe Buch. Und genau dies war die Absicht der Griechen. Eine weitere wirklich durchschlagende Wirkung der griechischen „Bibel“ ist, dass, indem die Gebote für den Christen unzulässig wurden, diese in der Praksis ineffektiv, extern und „abwesend“ wurde, und bei ihren Lesern keine wirkliche Veränderung zustande bringen konnten. Und genau dies ist die Wirkung, die der Feind/ha satán für die für ihn so gefährliche Religion, das messianisch renovierte Judentum des ersten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung, wollte. So wurde die Toráh absichtlich falsch übersetzt und wurde zu dem, was wir heute als die „Bibel“ kennen, die kaum Wirkung im Gläubigen zeigt, gerade weil seine Autoren, die Griechen, es so gewollt haben: ein weiteres externes, schönes aber unnützes Symbol.  – Dies bedeutet nicht, dass Elohím nicht in den letzten 19 Jahrhunderten durch sie gewirkt hat. Es war jedoch NICHT MIT der Hilfe der „Bibel“, SONDERN TROTZ IHR, dass Elohím Menschen gesegnet hat. Lassen Sie es uns recht verstehen: Wenn wir sagen, „das Gesetz ist nur für die Juden“, dann stopt die Veränderung, die im Verstand und in der Seele stattfinden sollte (wofür die Toráh geschrieben wurde) und findet nicht statt! – Im jüdischen Denken dagegen, das nicht vom aristotelischen, linealen Denken beeinflusst worden ist und das immer dialektisch war, sind Paradoxe das „tägliche Brot“ unter den Rabbinern. Außerdem und was noch wichtiger ist: DIE TORÁH IST DAS EINZIGE INSTRUMENT FÜR DIE VERÄNDERUNG DES JÜDISCHEN MENSCHEN! Für die Juden gibt es bis heute nur die Toráh. Und für uns als messianische Juden, als Juden nach dem Glauben, sind es zwei Torót: die schriftliche, auf Pergament geschriebene Toráh und die interne Toráh (der Erneuerte Bund von Irmiáhu/Jer.31,31). Diese interne Toráh wirkt genau so, wie alles im jüdischen Weltverständnis funktionieren sollte: intern, nicht extern; in seiner Essenz, im Sein, nicht im Schein. Für das nicht-messianische Judentum ist die Erklärung also durch Dialektik. Für das messianische und das messianisch renovierte Judentum ist oder sollte die Erklärung von allem (laut Eph.1,17: „Geist der Offenbarung/Rúach Hitgalút“) durch Offenbarung von Elohím sein.

Dies alles mag vielleicht nur ein theoretisches Argument zu sein scheinen, das nicht wirklich das praktische Leben der Griechen, der Juden noch sonst jemandes Leben beeinflusst. Doch ganz im Gegenteil! In unseren Tagen wird in Foren und Zeitschriften auf oberstem Niveau internationaler Politik die Zukunft der Welt diskutiert. Die Weisen der externen/chitzonít, mentalen Welt diskutieren, wer das 21. Jahrhundert dominieren wird: die USA, von Benjamin Barbie1 „McWorld“ genannt (mit ihrer „MacDonalisierung“ der westlichen Zivilisation und Welt). Alle drei Optionen sind absolut gültig - für die Politologen der Welt - die nur glauben, was sie sehen, und selbst was sie sehen, sehen sie mit aristotelischen, linearen, binären Augen

1 Es ist ethisch und darum sehr jüdisch, dem Ehre zu geben, dem es zusteht, und anzugeben wer was gesagt hat. Es wäre wunderbar, wenn wenigstens messianische Rabbiner in der hispanischen Welt dieses Minimum professioneller Ethik annehmen würden und aufhörten, schamlos Wort für Wort wie Góim andere messianische Schriftsteller zu kopieren.

Für uns messiansche Juden jedoch sind oder sollten die Optionen nicht die selben sein. Elohím hat uns nicht nur die Dialektik gegeben, welche die ganze Toráh durchtränkt und die unerlässlich ist, um sie zu verstehen. Er hat uns auch den Geist der Offenbarung/Rúach Hitgalút gegeben, damit wir wieder werden wie Adám, transparent, um zu sehen wie er sah! Wozu den Heiligen Geist/Rúach ha Qódesch und den Geist der Offenbarung/Rúach Hitgalút haben und dieselben Dummheiten denken und reden wie die Menschen der Welt!? Für jene von uns, die wir beide haben, ist es nicht McWorld, der im 21. Jahrhundert regieren wird!! Wer regieren wird ist Israel, mit Ieschúa als König der Könige und Adón mi Adoním/Herr der Herren!

Für jene von uns, die wir den Geist der Offenbarung/Rúach Hitgalút haben, war die Überschwemmung (2002) in Europa eine geringe Strafe Elohíms für die europäische Verurteilung Israels dafür, dass sie sich verteidigt haben. Für uns ist die Armut mancher Lateinamerikanischen Länder die Folge ihres extremen Götzendienstes und ihres vergangenen oder gegenwärtigen Nazismus und Antisemitismus.

WIE ERREICHT MAN DIESE EINHEIT/ACHDÚT MIT ADONÁI?

Mit, dem, was wir bis hierher gesehen haben, können wir schon besser verstehen, wie wir diese Einheit/Achdút mit ADONÁI erreichen können. Als erstes sollten wir aufhören, dieselben Fehler zu machen, wie die Menschen der Welt. Wir sollten aufhören, lineal zu denken und beginnen, für alles die Dialektik und den Geist der Offenbarung/Rúach Hitgalút zu benutzen. (Das Lustige ist, dass die Mehrheit der Messiansichen und Christen auf dem Weg dahin niemals öffentlich zugeben würden, dass sie NICHT durch Offenbarung zum Verständnis kommen).

Das Zweite ist Dveqút/Hingabe, d.h.: sich festklammern an ADONÁI Elohím durch Ieschúa in uns. Dies erreicht man dadurch, dass man es sich zur Gewohnheit macht, täglich in Seiner Gegenwart zu sein und Seinem Willen zu GEHORCHEN, nicht unserem eigenen. „Nicht jeder, der zu Mir sagt: «Herr, Herr»/«Adón, Adón»,  wird in das Himmelreich/Malchút haSchamáim eingehen, sondern wer den Willen Meines Vaters im Himmel/Avínu sche baSchamáim tut“ (Matth.7,21).

Das Dritte ist, uns die Gewohnheit der Einheit/Achdút anzueignen, d.h.: jeden Tag mehr wie Er denkt, redet und handelt zu denken reden und handeln. Die Hauptquelle, um Ihn kennen zu lernen ist natürlich die Toráh. Dort finden wir viele Schlüssel, wie Er sich verhält. Studieren wir sie doch! Ein zweiter Schlüssel findet sich im täglichen Kontakt mit Ihm. Beobachten wir, wie Er sich in dieser oder jener Position, in diesem oder jenem Problem verhält und ahmen wir Ihn nach. Drittens, erbitten wir im Gebet einen geistlichen und nicht mentalen Sinn. Der Rav Schául (Paulus) sagt in 1.Kor.2,16: „wir haben den Sinn Maschíachs“ und im vorangehenden Vers spricht er vom geistlichen/ruachít Menschen und kontrastiert ihn mit dem mentalen/seelischen. Dieser mentale Mensch kann nicht „den Sinn Maschíachs“ haben, sondern nur seinen eigenen, wie die Griechen. Das Höchste, was er werden kann ist Grieche.

Viertens hat Elohím uns eine Spur von Anhaltspunkten hinterlassen, damit wir Ihn kennenlernen. Das gesamte Universum ist diese Spur. Wir müssen nur beginnen, diese Anhaltspunkte zu „übersetzen“, die Er uns gegeben hat, um Ihn besser kennenzulernen. Zum Beispiel ist Wasser ein Symbol der aufopfernden geistlichen Liebe/Ahaváh Elohíms für alle Menschen, Seine Geschöpfe. Dagegen ist das Süßwasser im IámKinéret/„See Genetzaret“ ein Symbol für die besondere und „süße“ Liebe/Ahaváh Elohíms – als Ieschúa – zu Seinen Jüngern/Talmidím vor ca. 2000 Jahren. Wie wir alle wissen besteht Wasser aus (H) Wasserstoff und (O) Sauerstoff. Wasserstoff symbolisiert die Ahaváh, während Sauerstoff Symbol der Übermittlung dieser Ahaváh ist.

Dies ist die Aufgabe, die vor uns liegt: unseren Elohím kennenlernen, besonders an diesem Sukót/Laubhüttenfest, während wir MIT Ihm leben.

Möge Elohím Ihr Leben segnen und mit Seinem Licht/אר/Ór erleuchten, damit alles „Leder“/ער/Ór, alle Mattheit aus Ihrem Leben verschwindet!

Einen friedlichen Schabát Schalóm wünscht Ihnen, der Rebbe Julio Dam, die Rebbetzin Sarita Varzán de Dam, ihre Familie und messianisch renovierte Synagoge aus Asunción und Ayolas, Paraguay; Oberá und Corrientes, Argentinien; Lomas de Zaragoza, Apizaco; CD. Guzman, Jalisco; Yauquemecan, Tlaxcala, Sinaloa, Mexico City, Colima, Mexico; Paris, Frankreich; UND WO IMMER ELOHÍM NEUE MESSIANISCH RENOVIERTE SYNAGOGEN ERÖFFNET.

© Messianisch Renoviertes Judentum 2015. Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved. Beim Zitieren dieser Parascháh müssen die Identifikationsdaten miterwähnt werden.

  1. FESTE 5776/2015

  2. (alle Tage beginnen am Abend vorher bei Sonnenuntergang)

  3. ROSCH HASCHANÁH und Rosch Chódesch 5776: 21.März

  4. PESSACH:  4. April

  5. CHAG HA MATZÓT (Fest der ungesäuerten Brote): 4. bis 10. April

  6. ÓMER-ZÄHLUNG: 5. April bis 23. Mai

  7. SHAVUÓT: 24. Mai

  8. IOM TERUÁH: 14. September
    IOM HA KIPURIM:  23. September
    SUKÓT: 28. September bis 4. Oktober
    SCHMINIH ATZERET: 5. Oktober

Alle Bücher nur in Spanisch.

Neuste Veröffentlichungen: ...

Erstausgabe:PACTO RENOVADO DE ESTUDIO“ [Der „Erneuerte Bund, Studienausgabe“ (N.T.), nur in Spanisch] als Studienausgabe mit 700 Seiten und Tausenden von Kommentaren.

Eine messianisch renovierte Übersetzung, welche die Originalsprache (Hebräisch), die Kultur Ieschúas, die des 1. Jahrhunderts (die hebräische Kultur!) mit Tausenden von Übereinstimmungen mit dem TANÁCH (A.T.) und die durch die Zurückübersetzung von Griechisch in Hebräisch und von da in Spanisch, nachdem es ca. 2000 Jahre unbeachtet geblieben war, geschafft hat, mehr als 700 Hebraismen (hebräische Redewendungen) zu enddecken, unter anderem: „gutes Auge“ = freigiebig, „böses Auge“ = geizig, habsüchtig.

Preise: Beide Bände zusammen kosten US$ 50.- plus Versandtkosten via Einschreibe-Luftpost von US$ 20.- bis 30.-, je nach dem Land, in dem Sie sich befinden.

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